Red City Radio

Red City Radio – Paradise

Eine kleine kreative Pause ist nie verkehrt. Das dachten sich wohl auch Red City Radio, als sie nach dem Release ihres selbstbetitelten Albums vor fünf Jahren deutlich langsamer machten und zwischenzeitlich nur eine kleine EP veröffentlichten. Und dann biegen sie in diesem Jahr mit einer Platte namens „Paradise“ ums Eck, weil: natürlich. Tatsächlich war das Album bereits vor Covid fertiggestellt, passt allerdings hervorragend zur ermattenden Gegenwart. Zudem streckt sich das Quartett aus Oklahoma musikalisch ein wenig.

Weiterlesen
Dreimalumalpha

Dreimalumalpha – Jugend ans Geld verloren

Schrammelnder Gitarren-Pop, knackige Parolen und philosophische Texte – da war doch mal etwas in Hamburg. Tatsächlich machen Dreimalumalpha keinen Hehl um ihre musikalischen Vorbilder. Das Trio aus der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck arbeitet frontal und doch durchdacht, schreibt dabei richtig gute Songs und dreht die Uhr mal eben um zwei bis drei Jahrzehnte zurück, ohne dabei altbacken zu wirken. Wie bitte? „Jugend ans Geld verloren“, so der Titel des Debütalbums, will keine offenen Fragen beantworten und zieht stattdessen seinen Stiefel durch.

Weiterlesen
Harrison Storm

Harrison Storm – Be Slow

Als Straßenmusiker erarbeitete und erspielte sich Harrison Storm jeden Cent, um ein paar Tracks in einem professionellen Aufnahmestudio einzuspielen. Daraus entstand 2015 die EP „Sense Of Home“, der Rest ist Geschichte. Mit seinen bisherigen drei Kleinformaten erzielte der Australier Streams im neunstelligen Bereich, zudem tourte er unter anderem mit Gregory Alan Isakov und Snow Patrol. Zum Jahresende setzt es nun fünf neue Songs auf „Be Slow“.

Weiterlesen
Will Joseph Cook

Will Joseph Cook – Something To Feel Good About

Gerade mal 21 Jahre alt und schon ein Liebling der jungen Indie- und Alternative-Welt: Ein Vampire Weekend-Album stellte einst die Welt von Will Joseph Cook auf den Kopf. Der junge Brite war verblüfft, wie poppig und vielschichtig Gitarrenmusik klingen kann, und nahm noch als Teenager das mehr als beachtliche Debütwerk „Sweet Dreamer“ auf. In den drei Jahren seither fand er die richtige Balance aus Touren, Erholung und Songwriting-Bursts – mehrere intensive Tage und Wochen zwischen Los Angeles und London, von wertvollen Pausen unterbrochen. Auf „Something To Feel Good About“ zeigt sich schnell, dass das Aha-Erlebnis des Einstands kein Zufall war.

Weiterlesen
Morgan Rose

Morgan Rose – Controlled Chaos

So etwas wie ‚zu viel Zeit‘ kennt Morgan Rose nicht, und so tobte sich der Schlagzeuger von Sevendust in einem konzertarmen Jahr kreativ aus. Neben dem Ende Oktober erschienenen neuen Album seiner Hauptband, wo er mittlerweile seit über einem Vierteljahrhundert die Felle gerbt, wagte Rose erstmals einen Solo-Exkurs. Von Bandkollege Clint Lowery (Gitarre) und Bassist Jason Christopher (u.a. Prong, Corey Taylor) unterstützt, landet seine erste EP „Controlled Chaos“. Und die ist alles andere als ein reiner Sevendust-Abklatsch.

Weiterlesen
The New Madness

The New Madness – After Hours

Vor drei Jahren tauchten The Dead-On aus dem Nichts mit einer kurzweiligen Single auf. Die Band hüllte sich in so manches Mysterium, über die beteiligten Musiker wusste man herzlich wenig. Aufgrund namentlicher Ähnlichkeiten folgte später die Umbenennung in The New Madness und, nach einigen weiteren Kleinformaten, nun das Debütalbum. Hinter dem Namen, so viel ist nun klar, steckt eine international besetzte Truppe um den dänischen Frontmann Bjarke Sørensen. Er ist das Gesicht des bluesigen Garagen-Rock auf „After Hours“.

Weiterlesen
Val Sinestra

Val Sinestra – Zerlegung

Vor drei Jahren gerieten sie unter Druck, jetzt zerlegen sie einfach alles. Die Rede ist von Val Sinestra. Das Berliner Punk-Quartett veröffentlichte seinen Einstand vor drei Jahren und supporteten in weiterer Folge The Bronx sowie Frank Carter & The Rattlesnakes. Tatsächlich hört man das der Band auch an, denn ihr Ansatz ist zugleich rockig und von Hardcore-Elementen durchdrungen. Auf „Zerlegung“ kotzen sich Val Sinestra nun einmal mehr gekonnt aus und ziehen ihren Stiefel souverän durch.

Weiterlesen
The Pink Moon

The Pink Moon – Cosmic Heart Attack

Der geschmackvolle Garagen-Rock von The Pink Moon entlädt sich bevorzugt auf Raten. Prinzipiell halten die Norweger herzlich wenig davon, etwas übers Knie zu brechen, und lassen sich Zeit zwischen den Releases – eine Art Drei-Jahres-Rhythmus konnte sich bei den neuerdings zum Quartett geschrumpften Skandinaviern etablieren. Auf ihre musikalischen Qualität hat das allerdings keine Auswirkungen, im Gegenteil: „Cosmic Heart Attack“ knüpft locker an den unterhaltsamen Vorgänger an.

Weiterlesen
When Rivers Meet

When Rivers Meet – We Fly Free

In der Blues- und Roots-Rock-Szene sorgen When Rivers Meet seit der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP im April 2019 für Furore. Das britische Ehepaar Grace und Aaron Bond bringen authentische Retro-Leidenschaft, bluesiges Gefühl und dicke Riffs auf magische Weise zueinander. Nach einem weiteren Kleinformat und von wöchentlichen Facebook-Livestream-Konzerten als Antwort auf den Lockdown begleitet, landet nun das nicht minder spannende Album „We Fly Free“.

Weiterlesen
Dirty Projectors

Dirty Projectors – 5 EPs

Das kreative Feuer lodert bei Dirty Projectors beträchtlich. Gleich fünf EPs erscheinen in einem Kalenderjahr – ein begeisternder Zyklus mit durchaus unterschiedlichen Ausgaben, die jeweils die Stimme eines anderen Bandmitglieds in den Mittelpunkt rückt und zudem in die stilistische Breite gehen. Parallel zum Release des finalen Abschnitts „Ring Road“ erscheint die gesamte Anthologie unter dem Titel „5 EPs“ mit 20 spannenden, angenehm vielfältigen Tracks.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?