Washed Out – Paracosm

Verführerisch verträumt und sympathisch mit sich selbst beschäftigt: Ernest Greene, das ist ein Name für einen Poeten, für einen Künstler. Dennoch versteckt sich der 30jähriger aus Perry, Georgia hinter dem Künstlernamen Washed Out und fabriziert im Alleingang verträumte Popmusik mit schwerem Synthi-Einschlag. Half sich sein Debütalbum „Within And Without“ vor zwei Jahren mit deutlich düsteren Klängen, die ein wenig an TripHop erinnerten, über die Runden, so punktet der Nachfolger „Paracosm“ mit einem deutlich wärmeren, kuschligeren Sound.

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Pinkunoizu – The Drop

In Dänemark trägt Lärm offensichtlich die Farbe Rosa. Die Musik von Pinkunoizu ist sicherlich vieles, bloß nicht orthodox. Nach dem Debüt „Free Time!“ nahm man erstmals gemeinsam in Kopenhagen auf und verbrachte einige Zeit in der Freistadt Christiana, um sich vom Geist dieser speziellen Kommune anstecken zu lassen. Herausgekommen ist ein verträumtes Stück Popmusik im XXL-Format, das auf den Namen „The Drop“ hört und Bezug auf als klangliche Erscheinungen wiederkehrende Tonschwankungen nimmt.

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White Lies – Big TV

Das wichtigste Album in der Karriere einer Band ist im Regelfall das dritte, es entscheidet über den endgültigen Durchbruch oder das nahende Karriereende. Während Debütalben oft frei von der Leber weg entstehen und die Zweitwerke ersten Freiraum für Experimente lassen, sollte man spätestens auf Album Nummer Drei seinen eigenen Stil etabliert haben, um sich auch langfristig im hart umkämpften Musikbusiness durchzusetzen. Dieser wichtige Schritt steht nun der britischen Post Punk-Revival-Band White Lies bevor, denen der Durchbruch bereits mit dem Debüt-Millionenseller „To Lose My Life…“ gelang, während „Ritual“ qualitativ einen deutlichen Schritt nach vorne, verkaufszahlenmäßig jedoch einen kleinen Rückschritt bedeutete. Alle Hoffnungen liegen nun also auf der neuen Scheibe „Big TV“.

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Rampue – Let’s Be Kids Again

Mittlerweile scheint Rampue seine musikalische Bestimmung gefunden zu haben. Ausprobiert hat der Berliner schon alles Mögliche, jetzt ist er bei schmusigen House-Klängen mit Tiefgang gelandet. ‚Deep House‘ nennt man das, zuweilen auch ‚Romantic House‘. Was auch immer nun die akkurate Bezeichnung sein mag, die Musik spricht so und so für sich – und das ist auch gut so. „Let’s Be Kids Again“ heißt Rampues neue EP, zunächst nur auf Vinyl erhältlich, nun ebenso digital zu haben.

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Chakuza – Dieser eine Song EP

Die unheilige Allianz von HipHop und verhältnismäßig mainstreamigeren Genres geht weiter. Pandabär Cro ist mit seinem Raop-Sound regelmäßig Gast an der Spitze der Charts, Casper vertritt die emotionale, rockige Seite des Hybrid-Sounds und Clueso hat sowieso längst nichts mehr mit Rap zu tun. Nun drängt der gebürtige Linzer Chakuza darauf, in diese Phalanx einzubrechen. Mit Bushido hat er längst nichts mehr am Hut, die tiefe Stimme und die rauen, gut durchdachten Texte sind ihm jedoch geblieben. Lief es für sein aktuelles Album „Magnolia“ mit einer Top-5-Platzierung bereits gut, so bewegt sich die in EP-Form vorliegende Auskopplung „Dieser eine Song“ noch stärker in Richtung Indie-Rap.

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Olly Murs – Dear Darlin‘

Geschichte wird von Siegern geschrieben – diese eiserne Regel gilt zumindest bei Castingshows nicht zwangsweise. Gareth Gates, Zweitplatzierter bei Pop Idol, machte anno 2002 im Gegensatz zu Sieger Will Young auch außerhalb Großbritanniens Karriere. Auch für Christina Stürmer hat sich auf diesem Wege eine langjährige Karriere aufgetan. Das aktuellste und erfolgreichste Beispiel ist aber Olly Murs, der mit seinem zweiten Album „In Case You Didn’t Know“ und der Single „Heart Skips A Beat“ nicht nur in seiner britischen Heimat, sondern in weiten Teilen Europas Erfolge eingeheimst hat. Mit der aktuellen Scheibe „Right Time, Right Place“ ist ihm sogar der schwierige Sprung über den großen Teich geglückt. Und in seiner britischen Heimat hat der erfolgsverwöhnte Sänger mit der neuen Single „Dear Darlin’“ schon wieder die Top 10 erklimmen können.

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Bosse – So oder so

Was einmal funktioniert hat, das klappt auch beim zweiten Mal. Das mag sich Axel Bosse nach seiner ersten erfolgreichen Teilnahme am Bundesvision Song Contest 2011 gedacht haben. Damals sang er sich mit Silly-Frontsängerin Anna Loos noch bis auf Platz 3, 2013 soll es solo funktionieren. Die Chancen auf einen Erfolg stehen gut, denn Axel Bosse ist populär wie nie. Sein aktuelles Album „Kraniche“ stieg auf Platz 4 der Charts ein und ist seit dem Release im März 2013 konstant in den Top 100. Zudem geht er für Niedersachsen mit einem der stärksten Album-Titel an den Start – „So oder so“.

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Confide – All Is Calm

Was für manche wie Sand am Meer ist, ist für andere der New Wave of American Heavy Metal. Denn gerade im Schatten von Bands wie August Burns Red, Parkway Drive, Bring Me the Horizon oder Heaven Shall Burn für die etwas älteren Semester, hat sich seit Anbeginn dieses Jahrtausends eine ordentlich im Metalcore verwurzelte Szene ambitionierter Formationen gebildet. Dazu zählen Confide aus Kalifornien. Seit 2004 ist man mit zuletzt dreijähriger Unterbrechung und Personalwechseln dabei, nicht nur sich selbst zu finden, sondern auch pekuniären Zuspruch. Letzterer ermöglichte nun das Comeback – durch Crowdfunding.

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Retro Stefson – Qween

Längst weiß man, dass es sich in Island prima tanzen lässt. Obwohl Retro Stefson den World-Music-Anteil ihres internationalen Debüts „Kimbabwe“ mittlerweile ein wenig zurückgeschraubt haben, unterhält auch die aktuelle, eponyme Platte mit deutlich tanzbarerem, poppigen Material. Nach „Glow“ erscheint nun eine zweite Auskopplung, mit Sicherheit eine gute Wahl. Schließlich versteckt sich hinter dem gewohnt seltsam geschriebenen „Qween“ der beste Song des neuen Albums.

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Fiddler’s Green – Winners & Boozers

Deutschlands Iren kommen aus Erlangen, machen seit mittlerweile 23 Jahren Musik und legen nun ihr dreizehntes Studioalbum vor. Dabei avancierte das Kleeblatt für Fiddler’s Green zu weit mehr als nur zu der Bühne ihres Speedfolk. Ein Glücksgriff zur Wegbereitung und Prägung des punkigen Folk-Rock, der heute spielend alles vom Metaller bis HipHoper und Andersgläubigen einzufangen versteht. Weder Konkurrenz noch Kritiker hat das Sechsgestirn zu fürchten, schließlich beherrscht es sein Handwerk seit jeher. Trotzdem wird es „Winners & Boozers“ nun schwer haben.

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