Black Map

Black Map – Hex

Längst sind Black Map so viel mehr als ’nur‘ die Summe ihrer prominenten Einzelteile. Auf ihren drei bisherigen Alben entwickelte das US-Trio seinen intensiven, kraftvollen Rock-Sound mit Pop-Charme und Post-Hardcore-Intensität konzentriert weiter und schrieb gute Songs am laufenden Band. Dieses Mal wollten sie es ein wenig forscher angehen, ohne dabei die packende Atmosphäre der bisherigen Releases zu ignorieren. Insgesamt wurde „Hex“ deutlich direkter und unmittelbarer angelegt, soll mehr Rock und Heavyness beinhalten, ohne dabei auf vertraute Katharsis zu verzichten.

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Spacey Jane

Spacey Jane – If That Makes Sense

In ihrer australischen Heimat stiegen Spacey Jane binnen kürzester Zeit zu einer DER Bands der Stunde auf. Ihre ersten beiden Platten schafften es auf Platz 2 und Platz 1 und wurden mit Gold ausgezeichnet. Zudem zählt man zu den meistgespielten und -gestreamten Künstlern des Landes und verkauft Konzerttickets im lockeren fünfstelligen Bereich. Der sommerlich-luftige Indie-Sound leidet aber keinesfalls unter dem Druck, der sich nach den ersten Erfolgen im Normalfall aufbauen sollte. Ganz im Gegenteil: Auch „If That Makes Senses“ schwebt auf sympathische Weise über den Dingen, wenngleich eine gewisse Traurigkeit nicht von der Hand zu weisen ist.

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PUP

PUP – Who Will Look After The Dogs?

Auf ihr vielleicht abgedrehtestes Werk folgte eine Zeit der Veränderungen: Nach dem Release von „The Unraveling Of PUPTHEBAND“ schlugen drei der vier Musiker von PUP auf unterschiedliche Weise Wurzeln. Für Frontmann Stefan Babcock endete hingegen eine zehn Jahre andauernde Beziehung, die zu einer Phase der Isolation ohne echte Bezugsperson führte. Daraus entstanden gleich mal 30 Songs binnen zwölf Monaten, die im Studio gemeinsam ausgearbeitet wurden – schnell, unaufgeregt und gerne mal mit dem einen oder anderen Schönheitsfehler. „Who Will Look After The Dogs?“ schafft es tatsächlich, die spontane Energie der Anfangstage ein weiteres Mal einzufangen.

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Blondshell

Blondshell – If You Asked For A Picture

Was, wenn ich der Bösewicht bin? Mit dieser möglichen Erkenntnis sah sich Sabrina Teitelbaum bei den Arbeiten an ihrem zweiten Album als Blondshell konfrontiert. Während sich der Einstand vor zwei Jahren einer Schwarz-Weiß-Optik widmete und keine Nuancen wahrnehmen wollte, sieht die US-Amerikanerin die Dinge nun etwas differenzierter. Mit Kritik sparen die zwölf neuen Songs allerdings nicht, ob Selbst- oder anderweitig. Für „If You Asked For A Picture“ entwickelt Blondshell ihre Momentaufnahmen weiter und ließ sich zugleich von recht maskulinen Platten und Bands, wie „Rated R“ von Queens Of The Stone Age und „Californication“ von den Red Hot Chili Peppers, inspirieren, nur um diese in kompromisslose Weiblichkeit umzudenken.

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Suzzallo

Suzzallo – The Quiet Year

Rocky Votolato findet zurück zum Bandformat. Der Anlass dafür ist jedoch alles andere als schön: Im Dezember 2001 verstarb sein 22jähriger Sohn Kienan bei einem Autounfall, im Folgejahr erschien das zu diesem Zeitpunkt bereits fertig geschriebene, der Familie gewidmete Soloalbum „Wild Roots“, das in weiterer Folge eine neue Bedeutung annahm. Gemeinsam mit Steve Bonnell (Schoolyard Heroes) und Rudy Gajadhar von seiner ehemaligen Band Waxwing rief Votolato Suzzallo ins Leben, um extreme Trauer durch laute Gitarrenmusik in etwas Schönes, Heilendes umzuwandeln. „The Quiet Year“ vermittelt rohe, aufwühlende Katharsis.

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Car Seat Headrest

Car Seat Headrest – The Scholars

Willkommen auf der Parnassus-Universität! Für lineare Vorhersehbarkeit hatten Car Seat Headrest so und so noch nie viel über, auch nicht zu den Anfängen als Soloprojekt von Will Toledo. Ihr neues Werk, das erste seit fünf Jahren, befasst sich dennoch mit selbst für die Band anspruchsvoller XXL-Konzeptkunst. Unter anderem inspiriert von der überraschenden Verjüngung ihres Publikums, als es nach den ersten Lockdowns zurück auf die Bühne ging, findet sich „The Scholas“ auf dem Campus der eingangs erwähnten fiktien Lehranstalt wieder und präsentiert eine zweiteilige, von Rock-Opern und Konzeptalben, von Shakespeare und Mozart inspirierte Erzählung – erst von den Studierenen getragen, dann vom Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Aufbruch.

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Press Club

Press Club – To All The Ones That I Love

Australien und kantiger Punk, das passt einfach – Amyl And The Sniffers wissen das nur zu gut. Doch auch Press Club befinden sich auf dem aufsteigenden Ast. Das Quartett aus Melbourne um Sängerin Natalie Foster tourte fleißig durch die Heimat, aber auch Europa und Großbritannien, bemühte sich zudem mehr und mehr um einen breiter aufgestellten Sound. Exakt diese Mission wird nun mit ordentlich Nachdruck erfüllt: „To All The Ones That I Love“ hat keinesfalls vor, die wütenden Wurzeln zu ignorieren, und traut sich doch im besten und angenehmsten Sinne so viel mehr.

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Black Honey Cult

Black Honey Cult – Black Honey Cult

Währt lange, wurde dafür richtig gut: Der Grundstein für Black Honey Cult wurde bereits in den frühen 90er Jahren gelegt, als sich Johnny DeVilla und Jake Cavaliere bei einem Festival trafen, damals noch in unterschiedlichen Bands. Später gründete man The Lords Of Altamont, 2003 durch Spencer Robinson erweitert. Dieses Trio bildet seit nunmehr 15 Jahren das Rückgrat von Black Honey Cult, wenngleich die Herren aus Los Angeles sehr lange brauchten, um ein stabiles Line-up zu finden. Gemeinsam mit Garey Snider und Travis Peterson widmet man sich nun psychedelisch-krautigen Klängen, die mit Post Punk und frühem Gothic Rock kollidieren. Ihr erstes Album „Black Honey Cult“ entpuppt sich als bekömmliche Zeitreise.

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Sunflower Bean

Sunflower Bean – Mortal Primetime

Beinahe hätte es dieses Album nicht gegeben, denn die drei Musiker*innen hinter Sunflower Bean hatte sich etwas auseinandergelebt. Geographische Veränderungen, zerbrochene Beziehungen, neue Songwriting-Schwerpunkte und Nebenprojekte wirbelten einiges durcheinander. Und doch versuchte man es noch einmal, traf sich – mit bewährtem Team im Hintergrund – in Los Angeles und spürte die Magie schnell wieder. Letztlich entschied man sich, die inzwischen vierte Platte selbst zu produzieren und live im Studio zu tracken. „Mortal Primetime“ fängt das Unmittelbare des Trios ein und erforscht einmal mehr den ureigenen Sound.

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Viagra Boys

Viagra Boys – viagr aboys

Der Sarkasmus. Die Satire. Der Mittelfinger. Mit ihren bewohnt bizarren Frontalattacken reiten die Viagra Boys eine Attacke auf die Vernunft nach der nächsten. Dieses Mal wollten sie sich von allzu viel Politischem bewusst distanzieren und den Blick wieder ein wenig breiter ausrichten, ohne auf die geradezu erdrückende Ironie zu verzichten. Und so landet nun „viagr aboys“, das Sänger Sebastian Murphy gewohnt selbstironisch und beißend auf den Punkt bringt: „Unser neues Album ist fast selbstbetitelt, nur noch ein bisschen einfacher und dümmer – so, wie ich eben bin.“ Und doch geht das nicht einmal als ein Viertel der Wahrheit durch.

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