Schlagwort: Alternative Rock

Sorry

Sorry – Anywhere But Here

Der Ton im frischen, unschuldigen London ihres ersten Albums ist deutlich rauer geworden: „925“ war ein mehr als gelungener Einstand für Sorry, die sich ihrem eklektischen Mix aus Alternative, Pop, Soul und Electro vor allem von synthetischer Seite näherten. Nun, da sich die sprichwörtlichen Wolken verfinstert haben, reflektiert auch der Sound die deutlich bedrückendere Szenerie. So bemüht sich „Anywhere But Here“ um organische Live-Qualitäten, um neue Direktheit und um eine gewisse Melancholie, beeinflusst von einer Welt, die zwar nahezu gleich aussieht, sich aber irgendwie anders anfühlt.

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Palps

Palps – Black Heart

Einfach geht anders: Nur zwei Jahre nach ihrer ersten EP und vier Jahre nach Gründung stellen sich Palps einem Mammutprojekt. Das Quartett aus Essex nahm nicht etwa nur ein Album auf, es sollte ein Konzeptwerk mit multimedialer Begleitung werden. Zu jedem der acht Songs gibt es ein Video, das die Geschichte dahinter Schritt für Schritt erklärt. In „Black Heart“ geht es um eine Person, die mit ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen hat, was sich entsprechend auf das Umfeld auswirkt. Der Kampf mit der eigenen Gedankenwelt scheint nicht nur eine neue Beziehung auf die Probe zu stellen.

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High Vis

High Vis – Blending

Auch heute, sechs Jahre nach Gründung, sind die Hardcore-Wurzeln von High Vis weiterhin greifbar. Musikalisch bewegt man sich mittlerweile zwar in kunstvollem Punk, der zwischen Rock und Post pendelt, der krachende Elan und das drückende soziale Bewusstsein bleiben jedoch omnipräsent. Was auf dem Debüt „No Sense No Feeling“ bereits hervorragend klappte, wird nun weiterentwickelt.  Graham Sayle verleiht den universellen Texten über Klassenkampf, Armut und Herausforderungen des Alltags nunmehr eine deutlich persönlichere Note und reicht die Hand. Sein Credo auf „Blending“: Du bist nicht, wer du zu glauben scheinst, du bist mehr als dein Klassenhintergrund.

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Kill Strings

Kill Strings – Limbo

Sind sie Deutschlands nächster großer Rock-Export? Zumindest werden Kill Strings entsprechend abgefeiert. Einst als „Hamburgs Foo Fighters“ bezeichnet, hat sich der Sound nach den ersten Singles und EPs, die unter anderem prominent bei Spotify gefeatured wurden, doch weiterentwickelt und diversifiziert. Lee (Gitarre und Gesang) und David (Schlagzeug) kennen sich seit Schulzeiten, spielten in verschiedensten Bands zusammen und bilden im Proberaum das Kreativduo hinter Kill Strings, das mächtige Gitarren ebenso mit auf die Reise nimmt wie zuckende, eingängige Synthies. „Limbo“ ist das erste Album der Nordlichter.

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Hippie Trim

Hippie Trim – What Consumes Me

Erst die Explosion, dann der Lagerkoller: Nach nur einer erschienenen Single spielten Hippie Trim ihre erste, gleich ausverkaufte Show, durften kurze Zeit später die famosen Drug Church begleiten und klopften ein packendes Album hinterher. Im pandemischen Koller, der erst einmal den Wind aus den Segeln nahm, traten gute und schlechte Tage auf, die sich auf das neue Material auswirkten. Wenn die Studio- und Aufnahmezeit zum Ausbruch aus dem stagnierenden Alltag für Bands wurde, wenn hinter jeder Ecke eine Polizeikontrolle wegen der Anzahl an Personen im Fahrzeug zu befürchten war … in dieser unruhige, unbeständigen Zeit entstand der Zweitling „What Consumes Me“.

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Scream Of The Butterfly

Scream Of The Butterfly – The Grand Stadium

Willkommen in der Hochphase des Rock! Scream Of The Butterfly verstehen sich vornehmlich auf Vintage- und Retro-Sounds, die in den 60s und 70s Hochkonjunktur hatten, um gelegentliche Grunge- und Alternative-Konzepte ergänzt. Die erst 2016 gegründeten Berliner bereiten aktuell ihre Tour durch Großbritannien vor und werden mit Sicherheit auch ihre Heimat bald beehren. Im Gepäck haben sie „The Grand Stadium“, ihr bereits drittes Album. Von Richard Behrens (Live-Sound-Engineer von Kadavar) gemixt, wartet eine wuchtige und zugleich eingängige, vielschichtige Zeitreise auf Freunde klassischer Töne.

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Twin Dive

Twin Dive – Lavish Material

Grunge ist noch lange nicht tot, aktuell in Dänemark gut nachzuhören. Twin Dive begannen 2018 als Duo, das sich der ruppigen Seite des 90s-Sounds mit Lo-Fi- und Noise-Unterstützung verschrieb. Sänger und Gitarrist Robert Jancevic frontet das Projekt aktuell alleine, wiewohl er eine komplette Band hinter sich weiß. In den vergangenen Jahren erschienen immer wieder Songs, vor allem mit seinem musikalischen Partner Ragnar Gudmundsson, nun gibt es sogar ein ganzes Album. „Lavish Material“ fasst ältere und neue Tracks auf herrlich ruppige Weise zusammen.

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Pabst

Pabst – Crushed By The Weight Of The World

Sicherlich nicht katholischer, aber um Welten attraktiver: Pabst melden sich zurück. Die Berliner veröffentlichen ihre Platten im lockeren Zwei-Jahres-Rhythmus und tauchen dabei tief in die ruppigen, eingängigen und dreckigen Rock-Seiten der 90er und frühen 00er-Jahre ein. Sauber, schroff und sehenden Auges dem Untergang entgegen: Ihr drittes Album nennen sie „Crushed By The Weight Of The World“, und der Name ist mit Sicherheit Programm. Zwischen Selbstironie, Resignation und beißender Wut setzen sie sich mit einer prä-apokalyptischen Welt auseinander, die kurz vor dem wohl unvermeidbaren Zusammenbruch steht.

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Me On Monday

Me On Monday – Far From Over

Harte Arbeit macht sich bezahlt, davon können Me On Monday gleich zwölf Lieder singen. Die Leipziger veröffentlichten mitten in der Pandemie ihre starke zweite EP „Lonely Satellite“ und wollten noch mehr. So verschanzten sie sich knapp zwei Wochen in einem abgeschiedenen Haus an der Ostsee, um aus 30 Songideen ein Album zu basteln, das schließlich mit kräftig Rückenwind aufgenommen und per Crowdfunding finanziert wurde. „Far From Over“, das Debüt auf voller Länge, darf als Kampfansage verstanden werden, und ringt dem durchaus poppigen Punk der Band weitere spannende Facetten ab.

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The Dangerous Summer

The Dangerous Summer – Coming Home

Seit dem Comeback vor fünf Jahren zeigen sich The Dangerous Summer um Gründungsmitglied und Sänger AJ Perdomo sowie Langzeit-Mitstreiter Matt Kennedy in Bestform. Mittlerweile wieder im Band-Line-up unterwegs, scheinen sie musikalisch und menschlich von jeglichen Widrigkeiten unbeeindruckt und behielten ihren Kurs bei. „Coming Home“, das mittlerweile siebte Album und dritte Post-Comeback-Werk, beschreibt das Gefühl, endlich wieder zusammen Musik zu machen und dabei vertraute Klänge – Alternative Rock, Emo und eine Prise Pop-Punk – zu kultivieren.

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