Schlagwort: Alternative Rock

Morgan Rose

Morgan Rose – Controlled Chaos

So etwas wie ‚zu viel Zeit‘ kennt Morgan Rose nicht, und so tobte sich der Schlagzeuger von Sevendust in einem konzertarmen Jahr kreativ aus. Neben dem Ende Oktober erschienenen neuen Album seiner Hauptband, wo er mittlerweile seit über einem Vierteljahrhundert die Felle gerbt, wagte Rose erstmals einen Solo-Exkurs. Von Bandkollege Clint Lowery (Gitarre) und Bassist Jason Christopher (u.a. Prong, Corey Taylor) unterstützt, landet seine erste EP „Controlled Chaos“. Und die ist alles andere als ein reiner Sevendust-Abklatsch.

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I Am The Avalanche

I Am The Avalanche – Dive

I Am The Avalanche sind nicht unterzukriegen und kommen immer wieder. Ihr neues Album – das erste seit sechs Jahren – nahmen sie Mitte März auf, als COVID-19 erstmals den Großteil der USA heimsuchte. Frontmann Vinnie Caruana floh zwar nachhause, kaum dass seine Aufnahmen abgeschlossen waren, infizierte sich aber ebenso wie seine Frau. Beide waren nach mehreren bettlägerigen Wochen glücklicherweise genesen, und so nimmt so manche Zeile auf „Dive“ eine neue Bedeutung an. Dass die zu diesem Zeitpunkt bereits aufgenommenen Texte zur aktuellen Situation passen, sei dem beschissenen Status Quo zuvor geschuldet, so Caruana.

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The Casket Lottery

The Casket Lottery – Short Songs For End Times

Lange Pausen werden überbewertet, denn The Casket Lottery machen einfach weiter, wo sie vor acht Jahren aufhörten. Nach dem Release von „Real Fear“ zog sich die US-Band langsam, aber sicher zurück. Der Vinyl-Re-Release ihrer ersten drei Alben im Jahr 2017 entfachte das Feuer erneut, man ging wieder auf Tour und hatte plötzlich Bock auf Musik. Gitarrist und Sänger Nathan Ellis schrieb „Short Songs For End Times“ mit der Live-Situation im Hinterkopf. Eine große Gitarrenplatte sollte es werden, und genau das ist den Veteranen gut 20 Jahre nach ihrem Debüt tatsächlich gelungen.

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King Creature

King Creature – Set The World On Fire

Von 0 auf 100 in zwei Jahren: So viel Zeit verging zwischen der Gründung von King Creature und einem ersten Support-Gig für Motörhead. Das Quartett aus Cornwall teilte sich in späteren Jahren die Bühne mit Megadeth und Down, tourte mit Therapy? durch das Land und veröffentlichte nebenbei ein beachtliches Album sowie mehrere Kleinformate. Für den Nachfolger musste das Hard-Rock-Quartett in eine Garage ausweichen und sich digital mit Produzent John Cornfield austauschen – ein Begleiteffekt des ersten britischen Lockdowns. Entsprechend ist der Albumtitel „Set The World On Fire“ als Kampfansage zu verstehen.

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Thelonious Monster

Thelonious Monster – Oh That Monster

Bereit für ein weiteres Comeback? Für Thelonious Monster ist dies bereits die dritte Reunion. In den 80er und 90ern veröffentlichten die US-Amerikaner einige bissige Punk-Platten, tauchten unter, kamen für Live-Aktivitäten und „California Clam Chowder“, das bislang letzte Studioalbum aus dem Jahr 2004, wieder zusammen, machten abermals eine Pause bis zu einem kleinen Live-Comeback, und sind nun zurück. Wie lange dieser Zustand mit immerhin drei Mitgliedern des Original-Lineups hält, muss sich erst zeigen. Das neue Werk „Oh That Monster“ erscheint pünktlich zum Wahltag in den USA. Worum bzw. um wen es geht, liegt auf der Hand.

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Pale Honey

Pale Honey – Some Time, Alone

Die überaus sympathischen Pale Honey zeigen einmal mehr, dass Göteborg längst nicht nur reine Melodic-Death-Metal-Heimatstadt ist. Der Sound der Schweden wirkt im besten Sinne eigentümlich – schroffer, traumwandlerischer Alternative Rock mit deutlichem Pop- und sogar Electro-Einschlag. Für ihr drittes Album wollte das Trio so ehrlich und mutig wie noch nie sein. Eben jenes Selbstbewusstsein ist auf „Some Time, Alone“ omnipräsent.

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Mourn

Mourn – Self Worth

Ein Frühjahr, das so schnell niemand vergessen wird: Von der grassierenden Pandemie ganz abgesehen, hatten Mourn plötzlich mit internen Problemen zu kämpfen. Die Gruppendynamik stimmte nicht mehr, Drummer Antonio Postius verließ schließlich die Band. Die Katalanen befreiten sich von diesen Missetönen und zogen sich für eine knappe Woche in ein kleines Haus in den Pyrenäen zurück, um neue Songs zu schreiben. Zurück in der Heimat, mit einem neuen Drummer, fand man den Teamspirit schnell wieder und nahm neue Musik auf. Mit „Self Worth“ halten Mourn ihren Zwei-Jahres-Rhythmus und servieren eine waschechte Empowerment-Platte.

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Black Foxxes

Black Foxxes – Black Foxxes

Nach zwei packenden Alternative-Masterclasses kniet sich Mark Holley tiefer denn je in das Unterfangen Black Foxxes hinein. Die neuen Tracks sollten noch ehrlicher, noch persönlicher werden und die intimen Themen endgültig mit der Musik verschmelzen. Passend dazu gibt es eine komplett neue Rhythmusabteilung (Schlagzeuger Finn McClean und Bassist Jack Henley, ein langjähriger Freund Holleys) und keinerlei Rücksicht auf eventuelle Erwartungshaltung. „Black Foxxes“, so der schlichte Titel des neuen Albums, legt letzte Scheuklappen ein für allemal ab.

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Forkupines

Forkupines – Islands

Klingt wie ein Kleintier mit Gabeln am Rücken, macht aber prima Musik: Forkupines könnten findigen Alternative-Rock-Hörern bereits ein Begriff sein. Das Trio aus Braunschweig veröffentlichte bereits ein starkes Album und diverse Kleinformate, zudem mehrere Songs zwischendurch. Einige davon ergeben nun eine neue Platte – ein Albumzyklus von beinahe einem Jahr ist das Ergebnis. „Islands“ ist aber beileibe keine Compilation, sondern ein in sich geschlossenes Werk über Depressionen, Einsamkeit und Zukunftsangst. In anderen Worten: der perfekte Soundtrack für das Hier und Jetzt, obwohl das Gros des Materials vorher geschrieben wurde. Alle Klarheiten beseitigt?

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Mammút

Mammút – Ride The Fire

Zum zweiten Mal singen Mammút auf Englisch. Ihr erster Versuch, „Kinder Versions“, darf gut und gerne als gelungen bezeichnet werden. Der kunstvolle und zugleich bezaubernde Ansatz brachte verdientes Lob und gleich drei Icelandic Music Awards ein. Für ihre neue, insgesamt fünfte Platte stellte das Quintett seinen Ansatz etwas auf den Kopf. Anstatt alle gemeinsam zu schreiben und aufzunehmen, verteilten sich die Arbeiten an „Ride The Fire“ auf zwei Orte – Island und London. Unter der Ägide von Vaccines-Bassist Árni Hjörvar Árnason entstand ein angenehm anderes Werk, das vermehrt auf Improvisation und Offenheit setzt.

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