Schlagwort: Alternative Rock

Blue October – Any Man In America

Auch wenn Blue October mit ihrem letzten Album „Approaching Normal“ endlich einen Fuß in die europäische Rock-Tür bekamen, haben zuletzt Schlagzeilen über das turbulente Privatleben von Frontmann Justin Furstenfeld das musikalische Geschehen überschattet. Nach einem Zwischenfall an einem Flughafen wurde bei ihm eine manisch-depressive Erkrankung diagnostiziert. Obendrein hatte ihn seine Ex-Frau auf Tour hintergangen, woraufhin ein langer, erbitterter Streit um das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter folgte. All diese Lasten und Täler haben Furstenfeld und Band auf „Any Man In America“ vertont, das mit einigen musikalischen Überraschungen aufwartet.

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Hard-Fi – Killer Sounds

Funkstille vorbei: Hard-Fi melden sich mit ihrem dritten Album zurück. Hits wie „Hard To Beat“, „Cash Machine“ und „Suburban Knights“ sind schon ein paar Jährchen her, die letzte Single wurde 2008 veröffentlicht. Während der Sommer sich ein letztes Mal aufbäumt, bekommt die Indie-Welt auf „Killer Sounds“ zahlreiche Hymnen für heiße Sohlen auf dem Silberling-Tablett serviert. Tanzbar ging es bei Richard Archer und Konsorten immer schon zu, doch dieses Mal setzt es Electro, Funk und Britpop satt.

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Sunrise Avenue – I Don’t Dance

Die Karriere der finnischen Rock- / Pop-Gruppe Sunrise Avenue kann man mit einer wilden Achterbahnfahrt vergleichen. So schafften die fünf Jungs um Leadsänger Samu Haber 2006 mit ihrem Song „Fairytale Gone Bad“ (Platz 3) und dem dazugehörigen Album „On The Way To Wonderland“ den europaweiten Durchbruch, konnten mit sämtlichen Nachfolgesingles jedoch nicht an diesen Erfolg anknüpfen. Erst 2011 gelang ihnen mit „Hollywood Hills“ völlig überraschend ein neuer Dauerbrenner in den Charts und vor allem im Radio. Auch die zweite Single „I Don’t Dance“ aus dem Longplayer „Out Of Style“ besitzt eben jenes Hitpotenzial seines Vorgängers.

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She Wants Revenge – Valleyheart

Mit kreativer Freiheit zurück in die Zukunft: She Wants Revenge haben sich nach zwei starken Alben nicht nur von ihrem Dark Wave- / Post Punk-Gebräu losgesagt, sondern auch ihren Major-Deal aufgegeben und sich eine etwas längere Auszeit genommen. In der Zwischenzeit haben Justin Warfield und Adam Bravin ordentlich aufgestockt und eine echte Band aus dem gemeinsamen Projekt gemacht, dazu die düsteren Untertöne mit dezenten Gothic-Referenzen in einen neuen, deutlich rockigeren Sound eingepflanzt. Das Ergebnis hört auf den Namen „Valleyheart“ und ist ein echter Befreiungsschlag, der eindrucksvoll beweist, dass She Wants Revenge auch abseits von „Tear You Apart“ zu glänzen vermögen.

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Red Hot Chili Peppers – The Adventures Of Rain Dance Maggie

Zurück auf Los: Nach ihrem 2006 erschienen Doppel-Album „Stadium Arcadium“ und der anschließenden Welt-Tournee brauchten die Red Hot Chili Peppers eine überaus lange Auszeit. Einer ist aus dieser nicht zurück gekommen – Gitarrist John Frusciante stieg 2009 aus und wurde durch seinen Mitstreiter (Ataxia, div. Frusciante-Soloalben) Josh Klinghoffer ersetzt, der auch direkt in die Arbeiten am mittlerweile zehnten Studioalbum „I’m With You“ involviert war. Bevor dieses am 26. August auf den Markt kommt, schicken die Chilischoten mit „The Adventures Of Rain Dance Maggie“ einen brandneuen Song ins Sommer-Rock-Rennen.

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Beatsteaks – Automatic

Der Sommer 2011 ist da und mit ihm auch eine Armada an potentiellen Sommerhits aus allen musikalischen Lagern. Wenig überraschend bewerben sich die Beatsteaks um ihren Platz in der Sonne – mit „I Don’t Care As Long As You Sing“ und „Cut Off The Top“ hatten sie für die Rockwelt bereits entspannte Vibes am Start gehabt. Beim Release vom „Boombox“ – das schwer verdiente erste Nummer-Eins-Album der Beatschnitzel – war klar, dass „Automatic“ wohl für diesen speziellen Spot ins Rennen geschickt werden würde. Tatsächlich steht der Reggae-behaftete Clash-Rocker nun in den Startlöchern – spektakuläres Value for Money-Paket inklusive.

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Incubus – If Not Now, When?

Auch wenn es auf dem 2009 erschienenen Best-of-Platte „Monuments And Melodies“ zwei neue Songs gab, ist das letzte Incubus-Studioalbum „Light Grenades“ doch schon wieder fünf Jahre her – Zeit genug für ein Soloalbum von Sänger Brandon Boyd und ein Harvard-Studium von Gitarrist Mike Einziger. Nun melden sich die Alternative Rock-Veteranen mit „If Not Now, When?“ zurück und sorgen damit für eine faustdicke Überraschung – deutlich ruhiger, ja beinahe schon radiotauglicher gehen die fünf US-Amerikaner zu Werk. Was dazu wohl die alten Fans sagen werden?

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Hard-Fi – Good For Nothing

Funkstille vorbei: Hard-Fi melden sich mit ihrem dritten Album zurück. Hits wie „Hard To Beat“, „Cash Machine“ und „Suburban Knights“ sind schon ein paar Jährchen her, die letzte Single wurde 2008 veröffentlicht. Demnächst soll „Killer Sounds“ erscheinen, einen Releasetermin gibt es noch nicht. Vorab wird „Good For Nothing“ ausgekoppelt, der weniger die tanzbar-beseelte Club-Rock-Seite der Briten betont, sondern sich deutlich Indie-lastiger gibt. Terrorvision lassen grüßen, die jüngeren Primal Scream ebenso.

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Simple Plan – Get Your Heart On!

Stolze zwölf Jahre umfasst die Bandgeschichte der kanadischen Rocker Simple Plan bereits. Dass in dieser Zeitspanne gerade einmal drei offizielle Studioalben veröffentlicht wurden, sorgt allerdings für einige Verwunderung. An mangelndem Erfolg kann das sicher nicht gelegen haben: Mit ihrem selbstbetitelten Album beispielsweise erreichte die Band 2008 Platz 10 der deutschen Charts und lieferte mit Singles wie „Your Love Is A Lie“, „Untitled (How Could This Happen To Me?)“ oder „When I’m Gone“ astreine Radiohits ab. Doch auch abseits des Airplay beweist die Band, dass in ihrer Musik noch weitaus mehr steckt, wie der brandneue Longplayer „Get Your Heart On!“ eindrucksvoll unterstreicht.

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Kellermensch – Kellermensch

Der Bandname kommt von Dostojewski, die Musik von einer minutiösen Studie von so unterschiedlichen Bands wie Arcade Fire, Nine Inch Nails und Joy Division – Kellermensch aus Dänemark landen mit ordentlich Verspätung nun auch hierzulande. Zwei Singles hat das Sextett aus Esbjerg bereits unter das Volk gebracht – einmal strikt limitiert, einmal nur digital. Nun fällt der Vorhang, das Debütalbum „Kellermensch“ steht auch hierzulande – mit leicht veränderte Tracklist im Vergleich zum Dänemark-Release im vergangenen Jahr – in den Läden und lässt Katatonia auf die Deftones zumarschieren mit Kaizers Orchestra im Arm.

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