Schlagwort: Alternative Rock

Simple Plan – Get Your Heart On!

Stolze zwölf Jahre umfasst die Bandgeschichte der kanadischen Rocker Simple Plan bereits. Dass in dieser Zeitspanne gerade einmal drei offizielle Studioalben veröffentlicht wurden, sorgt allerdings für einige Verwunderung. An mangelndem Erfolg kann das sicher nicht gelegen haben: Mit ihrem selbstbetitelten Album beispielsweise erreichte die Band 2008 Platz 10 der deutschen Charts und lieferte mit Singles wie „Your Love Is A Lie“, „Untitled (How Could This Happen To Me?)“ oder „When I’m Gone“ astreine Radiohits ab. Doch auch abseits des Airplay beweist die Band, dass in ihrer Musik noch weitaus mehr steckt, wie der brandneue Longplayer „Get Your Heart On!“ eindrucksvoll unterstreicht.

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Kellermensch – Kellermensch

Der Bandname kommt von Dostojewski, die Musik von einer minutiösen Studie von so unterschiedlichen Bands wie Arcade Fire, Nine Inch Nails und Joy Division – Kellermensch aus Dänemark landen mit ordentlich Verspätung nun auch hierzulande. Zwei Singles hat das Sextett aus Esbjerg bereits unter das Volk gebracht – einmal strikt limitiert, einmal nur digital. Nun fällt der Vorhang, das Debütalbum „Kellermensch“ steht auch hierzulande – mit leicht veränderte Tracklist im Vergleich zum Dänemark-Release im vergangenen Jahr – in den Läden und lässt Katatonia auf die Deftones zumarschieren mit Kaizers Orchestra im Arm.

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Wolves Like Us – Late Love

Die norwegische Welle an fantastischen neuen Talenten hat Deutschland nun voll und ganz erfasst. Nach so großartigen Bands wie Kvelertak, Haust und Okkultokrati, tauchen nun Wolves Like Us auf. Auch wenn es sich bei „Late Love“ um ihr Debütalbum handelt, sind die vier Bandmitglieder keine Unbekannten – Ex-Musiker von Amulet, JR Ewing, Infidels Forever und Silver sind hier am Start. Dazu ist das Drumherum höchst professionell: Produziert von Ruben Willem (Haust, Okkultokrati), gemischt von Dave Collins (Soundgarden, Jane’s Addiction). Noch Fragen?

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Joy Division / New Order – Total

Die Geschichte der Post-Punk-Pioniere Joy Division – mehrfach verfilmt, zigmal niedergeschrieben – ist ebenso bestens bekannt wie die der Nachfolgeband New Order. Ob es letztere überhaupt nicht gibt, weiß man nicht so genau. Seit dem Ausstieg von Peter Hook, den widersprüchlichen Statements der beiden Seiten (Hook und der Rest von New Order) über die Presse und Bernard Sumners Projekt Bad Lieutenant fehlt der klare Durchblick. Dafür gibt es nun eine kleine Werkschau, der die Highlights beider Bands herauspickt. „Total“ setzt bei den Anfängen von Joy Division in den spätzen 70ern an und liefert einen repräsentativen Überblick über das Schaffen der Nachfolger.

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Kellermensch – Army Ants

Der Bandname kommt von Dostojewski, die Musik von einer minutiösen Studie von so unterschiedlichen Bands wie Arcade Fire, Nine Inch Nails und Joy Division – Kellermensch aus Dänemark landen mit ordentlich Verspätung nun auch hierzulande. Mit der limitierten Single „Moribund Town“ debütierte das Sextett aus Esbjerg Ende April vor einem noch relativ kleinen Publikum. Am 24. Juni kommt schließlich ihr Debütalbum „Kellermensch“ in die Läden, das mit „Army Ants“ eine weitere digitale Vorabsingle mit auf den Weg geschickt bekommt.

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Coldplay – Every Teardrop Is A Waterfall

Ohne Frage hat kaum eine Band das vergangene Jahrzehnt musikalisch so sehr geprägt wie Coldplay. Der Wandel von der Studentenband auf „Parachutes“ zu den Eno’schen Klangmagiern auf „Viva La Vida Or Death And All His Friends“ wurde spektakulär wie auch hitverdächtig vollzogen, die Rolle der Global Players haben Chris Martin und Mannschaft längst übernommen. Ein noch unbetiteltes fünftes Studioalbum, für das erneut mit Brian Eno zusammengearbeitet wurde, soll nach mehrfacher Verzögerung im Herbst auf den Markt kommen. Erster Teaser für die möglicherweise neue Ausrichtung der Briten ist die E-Single „Every Teardrop Is A Waterfall“.

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Misty Range – Misty Range

Für den norwegischen Rock- und Metal-Unterground ist das Label Fysisk Format so etwas wie eine Lebensversicherung. Neben den kratzbürstigen Krachmachern Haust und Okkultokrati – gemeinsam mit Kvelertak aktuell die Vorzeigebands der neuen norwegischen Härte – bekommen aber auch deutlich ruhigere Künstler eine Chance. So auch das Duo Misty Range um den Jazz-erprobten Drummer Stig Rennestraum und den Blues- / Prog-Multiinstrumentalisten Arve Paulsen. Die Schnittmenge auf dem Debütalbum „Misty Range“ ist ein psychedelisch, beinahe krautiges Stück Musik mit einer Vorliebe für Experimente und überraschend eingängigen Momenten.

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Young Legionnaire – Numbers

Als Yourcodenameis:milo um Sänger Paul Mullen 2006 im Rahmen ihres Kollabo-Albums „Print Is Dead Vol. 1“ einen Track mit Gordon Moakes von Bloc Party aufnahmen, konnte wohl kaum jemand ahnen, was Jahre später kommen würde. Yourcodenameis:milo sind Weg vom Fenster, Bloc Party kehren gerade ihrerseits von einer längeren Pause zurück. Zeit genug für Moakes und Mullen (mittlerweile bei The Automatic) als Young Legionnaire ein Album einzuspielen. „Crisis Works“ heißt es, erscheint am 6. Mai und wird von der E-Single „Numbers“ entsprechend behypet.

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Blackmail – Anima Now!

Nach dem großen Nackenschlag und vermeintlichen Aus melden sich Blackmail zurück. Die Trennung von Sänger Aydo Abay am 11. Dezember 2008 hat ein mittleres Erdbeben in der deutschen Rocklandschaft ausgelöst und im Gegenzug neue Musik der (Neben-)Projekte KEN und Scumbucket vorangetrieben. In Mathias Reetz wurde mittlerweile ein Nachfolger gefunden, der auf dem gemeinsamen Einstand „Anima Now!“ – der erste Release über das eigene Label 45 Records – in große Fußstapfen treten muss.

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Red Fang – Murder The Mountains

Auf der Suche nach ihrem ultimativen Sound sind Red Fang fündig geworden. Was das vor zwei Jahren veröffentlichte, selbstbetitelte Werk bereits angedeutet hatte, wird nun auf dem Relapse-Debüt „Murder The Mountains“ konsequent fortgeführt: Catchy und kaputt wie die Melvins, treibend und druckvoll rockend wie Alice In Chains und Queens Of The Stone Age. Das mächtige Riff wird vom Quartett aus Portland / Oregon zum Götzenbild verklärt, mächtiger Stonersound mit Rock-Einschlag und einem leicht auf Sludge schlielenden Auge exzessiv zelebriert. Dosen hin oder her.

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