Schlagwort: Avantgarde

LUH – Spiritual Songs For Lovers To Sing

Wu Lyf-Stimme Ellery Roberts und die niederländische Künstlerin Ebony Hoorn trafen sich 2013 in einem heruntergekommenen Wohnprojekt. Aus der Freundschaft wurde schnell eine Liebesbeziehung. Beide leben nun nicht nur gemeinsam in Amsterdam, sie machen auch Musik zusammen. LUH (Lost Under Heaven) verstehen sich als audiovisuelles Projekt zweier Liebenden, die nach unorthodoxen, künsterlisch stilisierten Kleinreleases nun ihr Debütalbum „Spiritual Songs For Lovers To Sing“ (nomen est omen) aufgenommen haben.

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Jeanne Added – Be Sensational

Nach knapp 38 Minuten Musik ist von den klassischen Wurzeln der Französin Jeanne Added gar nichts zu hören. Jazz-Untertöne? Vielleicht mit ein wenig Bauchweh, doch tatsächlich regiert auf „Be Sensational“ elektronisch befeuerte Populärmusik mit avantgardistischem Touch. Irgendwo zwischen Portishead und Lykke Li präsentiert sich ein selbstbewusstes Gesamtkunstwerk, das gar nicht erst um den heißen Brei herumtanzt und mit voller Energie in ein wildes Sammelsurium hineinkracht. Wohl bekomm’s.

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Josefin Öhrn + The Liberation – Horse Dance

Josefin Öhrn + The Liberation gehen auf ihrem Debütalbum auf eine musikalische Reise, die sich den heutzutage inflationär verwendeten Begriff „Psychedelia“ tatsächlich auch verdient hat. Die smarte Schwedin und ihr komponierender Mitstreiter Fredrik Joelson befassen sich mit Philosophie und Ästhetik, spannen den Bogen vom Bildersturm bis zu expressionistischen Abstrahierungen. So trocken, wie sich das liest, ist ihr „Horse Dance“ aber nicht geworden.

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Jenny Hval & Susanna – Meshes Of Voice

Zwei der feinsten Stimmen Norwegens wagen sich gemeinsam auf avantgardistische Pfade. Susanna, Gründerin des Duos Susanna And The Magical Orchestra, arbeitete mit so unterschiedlichen Künstlern wie John Paul Jones (Led Zeppelin), Bonnie „Prince“ Billy und Jeremy Gara (Arcade Fire) zusammen; ihre Songs waren unter anderem in „Grey’s Anatomy“ zu hören. Jenny Hval hingegen versteht sich auf experimentelle Popmusik, sie ist unter anderem auch als Künstlerin und Schriftstellerin tätig. Gemeinsam weben sie nun Netze von Stimmen, „Meshes Of Voice“.

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The Acid – Liminal

Generischer Name, spannendes Zusammentreffen: The Acid mag nicht unbedingt originell oder kreativ klingen, die Idee sowie die Musiker dahinter lassen dafür auf Großes hoffen. Im Dreiländereck treffen sich der britische Produzent Adam Freeland, einst für einen Sarah Vaughan-Remix sogar für einen Grammy nominiert, der kalifornische Musiktechnologie-Professor Steve Nalepa sowie der australische Sänger Ry X. Unter „Liminal“ vereint das Trio einen berauschenden musikalischen Mix, der auf weitestgehend minimalistischen Electro-Klängen, Indie-Experimentalismus und einer Prise Soul beruht.

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When Saints Go Machine – Mannequin

Als stilsichere Gourmetköche zwischen avantgardistischer Elektronik und feinsinnigem Pop hat man When Saints Go Machine kennengelernt. Die vier Dänen, hierzulande erstmals mit ihrer EP „Fail Forever“ einigermaßen in Erscheinungen getreten, schafften es vergangenes Jahr in ihrer Heimat mit dem zweiten Album „Konkylie“ gar auf den zweiten Chartplatz – der kleinen Hot Chip-Verneigung „Kelly“ nebst anderen Leckereien sei Dank. Bereits jetzt wird ein neuer Longplayer angekündigt, noch ohne Titel oder Veröffentlichungsdatum; ein Release in diesem Jahr scheint möglich. Nimmt man den ersten Teaser „Mannequin“ als Gradmesser, kann das Streetdate nicht schnell genug kommen.

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Oliveray – Wonders

Nils Oliver Frahm und Peter Ray Broderick sind nicht nur Label-Kollegen, sondern schon seit Jahren befreundet. Musikalisch kam man sich über eine Coverversion für Efterklang näher, für die Frahm Piano spielte und Broderick Gesang und Gitarre übernahm. Die Idee eines gemeinsamen Projekts – der Name Oliveray ergibt sich aus den zweiten Vornamen der beiden Musiker – kam auf Anregung des japanischen Labels Cote Labo anlässlich einer gemeinsamen Tour. Ein paar Tage Songwriting und weitere Improvisationen später war „Wonders“ im Kasten – halb Gesang, halb instrumental, voll und ganz fragiler, experimenteller Pop mit Klassik-Schlagseite.

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When Saints Go Machine – Kelly

Dänemark, Land des elektronischen Wahnsinns. Was hier an Electro-Pop-, Dance- und Alternative-Varietäten die Runde macht, beeindruckt. Neben Ginger Ninja versuchen aktuell auch When Saints Go Machine über das Feinschmecker-Label !K7 Fuß zu fassen. Auf ihrer Debüt-EP „Fail Forever“ – das dazugehörige Album „Ten Makes A Face“ ist hierzulande nur via Import erhältlich – hat das Quartett aus Kopenhagen bereits seine Klasse angedeutet, auf „Konkylie“ vor drei Monaten die Erwartungen bestätigt. Mit „Kelly“ haben die Dänen nun auch einen potentiellen Single-Hit am Start.

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When Saints Go Machine – Fail Forever

Dänemark, Land des elektronischen Wahnsinns. Was hier an Electro-Pop-, Dance- und Alternative-Varietäten die Runde macht, beeindruckt. Neben Ginger Ninja versuchen aktuell auch When Saints Go Machine über das Feinschmecker-Label !K7 Fuß zu fassen. Das Quartett aus Kopenhangen zeigt sich deutlich avantgardistischer und unzugänglicher, vergisst dabei aber nicht auf gute Melodien und hypnotisierende Vocals. Entsprechend klingt das Material der EP „Fail Forever“ wie ein Hybrid aus Empire Of The Sun und Crystal Castles.

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Jónsi – Around Us

Demnächst soll neues Material von Sigur Rós entstehen – eine mehr als nur hervorragende Nachricht. Sänger Jón Þór Birgisson, der als Jónsi mit seinem Solodebüt „Go“ überraschend poppige Töne angeschlagen hat, wird natürlich auch wieder mit an Bord sein. Zuvor gibt es nicht nur das Live-Album „Go Live“ auf die Ohren, sondern auch die mittlerweile dritte Auskopplung „Around Us“.

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