Schlagwort: Chamber-Pop

Katie Von Schleicher

Katie Von Schleicher – Consummation

Ein paar Lo-Fi-Power-Balladen auf Platte zu pappen und diese Sammlung „Shitty Hits“ zu nennen, hat sicherlich Charme. Katie Von Schleicher sorgte mit ihrem Debüt für verdientes Aufsehen, nur um all das weit hinter sich zu lassen. Die musikalische Öffnung ist da – Chamber-Pop, pulsierende Electro-Rocker, interstellare Zwischenfälle, kurze Noise-Eruptionen und mehr schmücken den Nachfolger „Consummation“ aus. Und all das zumindest teilweise von einer alternativen Interpretation des Hitchcock-Klassikers „Vertigo“ inspiriert.

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Moses Sumney

Moses Sumney – græ

Moses Sumney macht Musik, die sich Beschreibungen und Klassifizierungen entzieht, so kunstvoll und mystisch erscheint sie. Nun holt der junge Kalifornier gleich zum Doppelschlag aus. Auf „græ“ erzeugt Sumney eine Art grauen Zwischenraum zwischen zwei hochgradig abwechslungsreichen und vielschichtigen musikalischen Kapiteln – der erste Teil erschien bereits im Februar – welche das komplette Spektrum der Grautöne untersuchen. Verschiebung und Zwischenräume, Farbe und marginale Identität schwingen sich zu zentralen Handlungssträngen auf.

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Patrick Watson

Patrick Watson – Wave

Die Art und Weise, wie sich Patrick Watson seiner Musik annähert, verzaubert immer wieder aufs Neue. Fragile Ansätze, gefühlvoll klassische Instrumentierung und brachliegende Emotionen begleiten den Chamber-Pop des 40jährigen Kanadiers. Seit dem letzten Album sind ungewöhnlich lange viereinhalb Jahre ins Land gezogen. Watsons Schlagzeuger verließ die Band, seine Mutter starb und seine Beziehung ging in die Brüche. Es war wie eine überdimensionale Welle, die ihn immer wieder umwarf. Diese „Wave“ versucht sich nun aus seelischen Untiefen herauszuziehen und zurück zum Glück zu finden.

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Sleep Token – Two

Ein mystisches Wesen namens Sleep erschien der maskierten Entität Vessel im Traum und versprach ihr Ruhm und Großartigkeit. Diese herrlich bizarre Geschichte steckt hinter dem Projekt Sleep Token – ein Quartett, das Genre-Bending auf die Spitze treibt. Hier trifft feinsinniger Chamber-Pop auf süßlichen Progressive Rock und wütende, schroffe Djent-Attacken. Fans von Bon Iver, Leprous und Meshuggah aufgepasst, hier ist die neue EP „Two“.

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Darlingside – Birds Say

Bands mit mehr als einem Sänger sind eher selten, aber gleich vier Stimmen? Tatsächlich singt bei Darlingside jeder – in eigenen Passagen, in eigenen Tracks, aber gerne auch gemeinsam. Das US-Quartett vermischt Folk mit Chamber-Pop und sympathischem Indie-Flair, gemütlich fließenden Arrangements und leicht nachdenklicher Emotionalität. Süßlich und doch erdig: „Birds Say“, das zweite Album, ist eine Grenzerfahrung im positiven Sinn.

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Paul Smith & Peter Brewis – Frozen By Sight

Paul Smith (Maximo Park) und Peter Brewis (Field Music, School Of Language) vereinen Musik und Poesie auf ihrem gemeinsamen Album. Ursprünglich als Festival-Arbeit mit einem Streicher-Quartett und einem Double-Bass gedacht, entwickelten sich aus der Uraufführung auf dem britischen Festival of the North East (Frühjahr 2013) Pläne für Studioarbeit. Hier treffen verschiedene poetische Quellen – im Speziellen Smiths Reiseberichte – auf Brewis‘ Gedanken rund um Chamber-Pop. Das Ergebnis, „Frozen By Sight“, hört sich wie eine Dokumentation auf ARTE.

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Patrick Watson – Blackwind

Obwohl er zuvor bereits als Singer/Songwriter aktiv war, schaffte es der Kanadier Patrick Watson in seiner Heimat erst als Mitglieder einer Band mit dem Namen, nun ja, Patrick Watson zu einer gewissen Berühmtheit, bevor er einige Songs für The Cinematic Orchestra schrieb und auf deren Album „Ma Fleur“ performte. Wenn Watson seinen Namen hört, denkt er mittlerweile aber nicht mehr an sich als Einzelperson, sondern an die Gesamtheit des Quartetts, wie er kürzlich zu Protokoll gab. Was verwirrend klingt, löst sich musikalisch auf dem aktuellen, in Kanada bereits mit Gold ausgezeichneten Album „Adventures In Your Own Backyard“ immerhin in musikalisches Wohlempfinden auf. Wem die cinesastisch-symphonischen Indie-Popper zuvor unbekannt waren, kann sich in Gestalt der dritten Auskopplung „Blackwind“ nun ein Bild von deren faszinierender Klangmelange machen.

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