Schlagwort: Electro-Pop

Azure Ray – As Above So Below

Für Azure Ray ist es Zeit geworden, zu neuen Ufern aufzubrechen; jene Ufer, die sie vor zwei Jahren mit ihrem Comeback- bzw. Reunion-Album „Drawing Down The Moon“ erneut betraten. Orenda Fink und Maria Taylor weichen nun von ihrem bislang kultivierten, verträumten, verzauberten Folk Pop ab, um sich deutlich elektronischeren Klängen zu widmen, inspiriert durch Künstler wie James Blake, Nicolas Jaar und Apparat. Produziert und in Szene gesetzt von Andy LeMaster (Bright Eyes, Now It’s Overheard) und Finks Ehemann Todd (The Faint), entstand das Mini-Album „As Above So Below“ mit sechs Songs, die sich einem minimalistisch-elektronischen Klangbild widmen, ohne dabei aus der für Azure Ray typischen Traumwelt aufzuwachen.

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Yeasayer – Fragrant World

Auch wenn sie mit ihrem zweiten Album „Odd Blood“ in Großbritannien und ihrer US-amerikanischen Heimat erstmals Chartluft schnuppern, ja sogar den einen oder anderen Song in diversen TV-Shows unterbringen konnten, bleiben Yeasayer nach wie vor ein Insidertipp, wenngleich auch ein etwas prominenterer. Ihr experimenteller, psychedelisch-elektronischer Zugang zu Rock- und Popmusik ist ob seiner Komplexität sicherlich nicht jedermanns Sache. Für „Fragrant World“, das mittlerweile dritte Album, schlagen die US-Amerikaner erneut einen kleinen Haken, reduzieren die Rock-Elemente auf ein absolutes Minimum und widmen sich insbesondere einer Mischung aus RnB und Pop der 80er und 90er.

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Mark Ronson & Katy B – Anywhere In The World

Kaum einen Monat nach dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine steht schon das nächste große Sportevent dieses Jahres vor der Tür: die Olympischen Sommerspiele in London. Während unlängst verkündet wurde, dass die britische Rockband Muse einen der offiziellen Songs zur Olympiade liefert, wurde bereits im Frühjahr die Hymne der Kampagne „Move To The Beat“ des amerikanischen Getränkeherstellers Coca Cola präsentiert. „Anywhere In The World“ ist eine Kollaboration zwischen dem Star-Produzenten Mark Ronson und der Singer/Songwriterin Katy B, die pünktlich zur Eröffnungszeremonie digital zu erwerben ist.

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Kimbra – Vows

Im vergangenen Winter hörte man wohl kaum ein anderes Lied so oft im Radio wie „Somebody That I Used To Know“ von Gotye, welcher durch den weltweiten Erfolg außerhalb von Down Under bekannt wurde. Dessen Gastsängerin Kimbra Johnson ist im ozeanischen Bereich ebenfalls keine Unbekannte und konnte mit ihrem Debütalbum „Vows“ Platinum-Status in ihrer Heimat Neuseeland und in Australien erreichen. Um nun auch der deutschen Fangemeinde zu beweisen, dass Kimbra nicht einfach jemand ist, den man mal gekannt hat, wird nun besagtes Album in einer Deluxe-Edition samt sechs neuer Titel erstveröffentlicht.

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Bristol Blonde – Blacklight

Europaweit wird Sony Music offensichtlich zur Förderplattform für junge, talentierte Popmusiker(innen) mit einem Händchen für bezaubernde Melodien und leichtfüßiges Auftreten. Während erst vor zwei Wochen I’m All Ears in Dänemark debütierten, ist in Belgien nun Bristol Blonde dran. Hinter diesem Projekt steckt Tessa De Block, die selbst in ihrer Heimat bislang kaum in Erscheinung getreten ist (Backings für Hair-Glow, dazu ein gemeinsamer Song mit Veteran und Revolting Cocks-Mitbegründer Luc Van Acker), und live von einer dreiköpfigen Band unterstützt wird. „Blacklight“ heißt ihre Debütsingle, die digital auch den Weg nach Deutschland findet.

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Passion Pit – Gossamer

Weniger als fixer Bestandteil sondern eher als Randerscheinung der großen Electro-Pop-Welle um MGMT und Empire Of The Sun tauchten vor wenigen Jahren auch Passion Pit auf mit ihrer Helium-Hymne „Sleepyhead“. Mastermind Michael Angelakos lachte sich fortan eine Band an und spielte das hervorragende Debütalbum „Manners“ ein, das jedoch weitestgehend unterging. Unbeeindruckt von diesem Rückschlag, erscheint nun, drei Jahre später, das unter der Regie von Chris Zane (Mumford & Sons, Les Savy Fav, Friendly Fires) aufgenommene „Gossamer“, das nahtlos an die Klasse des Debüts anknüpft und sich noch eine Spur poppiger gibt.

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Chima – Stille

Mit seinen 39 Jahren ist der Deutsch-Nigerianer Chima bereits ein Veteran im Musikgeschäft. Seine ersten Gehversuche wagte er Mitte der 90er Jahre, gemeinsam mit den Geschwistern Aisha und Ismael Abdallah, als Teil der Rapgruppe Otropic T(h)ree, was sich jedoch als kommerzielle Bauchlandung erwies. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Chima als Teil der Brothers Keepers bekannt, die 2000 mit „Adriano“ die Top 4 erreichten. Sämtliche Soloversuche in den nächsten Jahren, darunter die hervorragende Single „Wundervoll“, ein Soul-Electro-Pop-Hybrid, und das dazugehörige Album „Im Rahmen der Möglichkeiten“, floppten. Nach sechs Jahre Release-Auszeit geht es nun mit einem neuen Major-Vertrag und dem Album „Stille“ einer rosigen Zukunft entgegen.

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Lykke Li – I Follow Rivers

Auch wenn die Schweden schon frühzeitig die Heimreise bei der diesjährigen Fußball-EM antreten mussten, so sorgten sie in musikalischer Hinsicht für die Überraschung des Jahres. Nein, die Rede ist nicht von der eurythmischen Gewinnerin des Eurovision Song Contests 2012, Loreen, sondern von ihrer Landsfrau Lykke Li. Ihr düster gehaltener Song „I Follow Rivers“ aus dem im letzten Jahr erschienen Album „Wounded Rhymes“ wurde erst als Remix des belgischen DJs und Produzenten The Magician europaweit bekannt.

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Nabiha – Never Played The Bass

Während der Sommer langsam aber sicher auf Touren kommt, mehren sich die potentiellen Hits für die heiße Jahreszeit. Im erweiterten Favoritenkreis sollte auch Nabiha den ihr zustehenden Platz finden. Die 23jährige Dänin mit nordwestafrikanischen Wurzeln (Gambia, Mali, Marokko) schaffte es mit ihren ersten vier Singles in die Top 10 der nationalen Charts, platzierte das dazugehörige Album „Cracks“ auf Platz 2 und konnte als Stimme von Hampenberg & Alexander Browns „Raise The Roof“ sogar ihre erste Pole Position verbuchen. Hierzulande mahlen die Mühlen deutlich langsamer. Ein Longplayer ist noch nicht in Sicht, die Single „Never Played The Bass“ erscheint digital.

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Reverend And The Makers – @Reverend_Makers

Als Northern-Pop-Pate peitscht John McClure seine Reverend And The Makers seit 2007 zu Höchstleistungen an. Die beiden Alben „The State Of Things“ (inklusive dem Indie-Hit „Heavyweight Champion Of The World“) und „A French Kiss In The Chaos“ überzeugten qualitativ, hierzulande reichte es jedoch nicht für höhere Weihen. McClure, eine imposante, wortgewaltige, hochgradig intelligente Erscheinung, tobte sich in der Zwischenzeit mit Reverend Sound System aus, ist nun wieder zurück bei seiner Hauptband und wirft mit „@Reverend_Makers“ so mir nichts, dir nichts das bislang beste Alben der Briten in das weite Rund des kommerziellen Haifischbeckens.

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