Schlagwort: Experimental

Yeasayer – Fragrant World

Auch wenn sie mit ihrem zweiten Album „Odd Blood“ in Großbritannien und ihrer US-amerikanischen Heimat erstmals Chartluft schnuppern, ja sogar den einen oder anderen Song in diversen TV-Shows unterbringen konnten, bleiben Yeasayer nach wie vor ein Insidertipp, wenngleich auch ein etwas prominenterer. Ihr experimenteller, psychedelisch-elektronischer Zugang zu Rock- und Popmusik ist ob seiner Komplexität sicherlich nicht jedermanns Sache. Für „Fragrant World“, das mittlerweile dritte Album, schlagen die US-Amerikaner erneut einen kleinen Haken, reduzieren die Rock-Elemente auf ein absolutes Minimum und widmen sich insbesondere einer Mischung aus RnB und Pop der 80er und 90er.

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Gojira – L’enfant sauvage

2010 befanden sich Gojira am Scheideweg. Die französischen Tech Metal-Experten waren zwei Jahre mit ihrem Album „The Way Of All Flesh“ unterwegs gewesen, wurden von Metallica als Opener für deren Tour ausgewählt und spielten mit Lamb Of God, während Frontmann Joe Duplantier auf dem Cavalera Conspiracy-Debüt „Inflikted“ mitspielte. Erstmals ohne Management- und Label-Deal unterwegs, begab sich das Quartett aus Bayonne ins Studio ohne fixen Zeitplan. Herausgekommen ist dabei „L’enfant sauvage“ (dt. „Das wilde Kind“), das am 22. Juni via Roadrunner erscheinen wird und sich mit einer der großen Fragen der Menschheitsgeschichte – Was ist Freiheit? – befasst. Den Titeltrack gibt es schon jetzt auf die Ohren.

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Lockerbie – Ólgusjór

So kunterbunt die isländische Musikszene auch ist, man denkt automatisch an Sigur Rós, wenn man von einer neuen Band vom Inselstaat hört. Im Fall von Lockerbie ist dies auch durchaus gerechtfertigt, denn das Quartett um den auch solo erfolgreichen Jónsi zählt zu den erklärten Vorbildern der Mannen aus Hafnarfjörður und Reykjavík, die sich 2008 fanden und nach zwei Demos ein Jahr später eigentlich schon auflösen wollten. Als Keyboarder Davíð Arnar Sigurðsson von einem Songcontest einer isländischen Radiostation hörte, schickte er prompt ein Demotape ein und Lockerbie gewannen. Ihr Debüt-Album „Ólgusjór“ erscheint nun auch auf dem europäischen Markt.

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Ólafur Arnalds – Another Happy Day

Im Spannungsfeld zwischen moderner Klassik, Indie-Pop und Elektronik fühlt sich der Isländer Ólafur Arnalds besonders wohl. Sein stilistischer Crossover und der Mut, neue Wege zu beschreiten, haben ihn längst zum ‚Darling der modernen Klassik‘ werden lassen, wie ihn sein Label so treffend bezeichnet. Keine drei Monate nach seiner EP „Living Room Songs“, einem gelungenen Songwriting-Experiment, erscheint nun „Another Happy Day“, der Soundtrack zum gleichnamigen Film von Sam Levinson, auf dem Arnalds sein Spektrum ein wenig erweitert.

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Ólafur Arnalds – Living Room Songs

In Island ticken die Uhren bekanntermaßen aus, was sich auch auf sämtliche Kunstformen niederschlägt, egal ob Malerei, Literatur oder die Musik. Auch Ólafur Arnalds passt ins Bild, weil er eben ganz anders ist und damit doch gewissermaßen symptomatisch für eine überaus breit gefächerte wie auch einzigartige Musikszene. Als ‚Darling der Modernen Klassik‘, wie ihn sein Label vollkommen zu Recht bezeichnet, mischt er klassische Musik mit experimentellen Electro-Klängen und einer Prise Indie Pop. Auch in punkto Songwriting und ‚Studioarbeit‘ wählt Arnalds immer wieder unkonventionelle Wege, wie bereits der Titel seiner neuen EP „Living Room Songs“ andeutet.

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Battles feat. Gary Numan – My Machines

Mit ihrem 2007 erschienenen Debütalbum „Mirrored“ haben Battles aus New York mal so eben dem experimentellen Math-Rock dringend notwendige neue Impulse gegeben. Seither sind vier Jahre gegangen, in denen Tyondai Braxton – Gitarrist und Leadsänger mit Trademark-Effektpedal-Heliumgesang – die Band verlassen hat. Zu dritt hat man nun „Gloss Drop“ auf den Markt geworfen, das nicht nur musikalisch kompakter und eine Spur düsterer wirkt, sondern denen einen oder anderen Gastmusiker prominent präsentiert. Einer davon ist Electro- und Darkwave-Legende Gary Numan, der der zweiten Auskopplung „My Machines“ seine Stimme leiht.

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Between The Buried And Me – The Parallax: Hypersleep Dialogues

Kaum eine Band hat innerhalb der letzten zehn Jahre Progressive und Extreme Metal so sehr revolutioniert wie Between The Buried And Me. Das Quintett aus Raleigh, North Carolina wirft seit dem selbstbetitelten Debüt aus dem Jahr 2002 mit wahnwitzigen Releases nur so um sich. Mittlerweile ist man bei Metal Blade untergekommen, wo auch Frontmann Tommy Rogers aka Thomas Giles sein Solo-Debüt veröffentlichte. Zum Einstand erscheint die EP „The Parallax: Hypersleep Dialogues“, die sich nicht nur perfekt dazu eignet im Gespräch zu bleiben, sondern auch den Auftakt für ein wahnwitziges Konzept-Doppel bildet.

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