Schlagwort: Pop/Rock

Bosse – Schönste Zeit

Axel Bosse hat mit seinem Album „Wartesaal“ seinen bisher größten musikalischen Erfolg gefeiert. Beim Bundesvision Song Contest 2011 gelang ihm und Anna Loos zudem mit „Frankfurt Oder“ der Sprung aufs Treppchen und in den Charts die bisher höchste Peak für eine seiner Singles (#35). Bis auf das kurze Dance-Pop-Intermezzo („Karambolage“) an der Seite von Oliver Koletzki blieb es 2012 jedoch relativ ruhig um den gebürtigen Braunschweiger. Dieser verbrachte das letzte Jahr u.a. in Istanbul und Umbrien, um Ideen für das kommende Album „Kraniche“ zu sammeln. Mit „Schönste Zeit“ liefert Bosse den ersten Vorgeschmack.

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Deacon Blue – That’s What We Can Do

In den späten 80ern und frühen 90ern waren Deacon Blue Fixsterne am britischen Pop-Himmel. Mit ihrer leichtfüßigen Pop/Rock-Mischung brachten die Schotten zwei Alben an die Spitze der UK-Charts und hatten gleich zwölf Top-40-Singles. Sechs Millionen verkaufte Alben sprechen für sich, in Deutschland blieb man jedoch über weite Strecken relativ unauffällig. Vergangenen Herbst erschien „The Hipsters“, das erste Studioalbum seit elf Jahren, auf dem sich Rick Ross, Lorraine McIntosh und Konsorten in Bestform zeigen. Dass sie ihr Händchen für sympathisch unaufdringliche Hits in der Zwischenzeit nicht verloren haben, zeigt die Download-Single „That’s What We Can Do“.

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Veronica Falls – Teenage

Wenn sich eine Band beim Gedanken an die unheimlichen Seiten von Lovesongs aus den 50ern und 60ern findet, kann man sich in etwa ausmalen, was einen erwartet. Veronica Falls aus London sind so etwas wie Zeitreisende, die sich auf bittersüße Melodien, hinterfotzig bissige Texten und die heiteren bis tragischen Seiten des Lebens verstehen, angefeuert durch den unschuldigen Gesang Roxanne Cliffords. Das Ergebnis ist smarter Gitarren-Pop/Rock mit 90s-Attitüde, ab Februar 2013 auf dem zweiten Album „Waiting For Something To Happen“ gebündelt erhältlich. Wer sich bereits heute ein Bild vom Retro-Sound der gegenwärtigen Zukunft machen will, dem sei die Single „Teenage“ ans Herz gelegt.

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Dúné – Hell No!

So erfolgreich Dúné mit ihrem zweiten Album „Enter Metropolis“ auch waren, für die Band waren die letzten Jahre eine Zeit der großen Veränderungen. Gleich drei Mitglieder – Gitarrist Simon Troelsgaard, Drummer Malte Aarup-Sørensen und Keyboarderin Cecilie Dyrberg – verabschiedeten sich, man ist mittlerweile nur mehr als Quartett unterwegs. Den Tatendrang der Dänen konnten diese Abgänge nicht schmälern: Im Februar 2013 soll ihr drittes Album „Wild Hearts“ erscheinen. Vorab deutet „Hell No!“ als exklusive iTunes-Single an, dass sich die zarte Evolution bei Dúné fortsetzt. Zumindest scheint man sich von der vor einem Jahr veröffentlichten mauen EP „Echoes Of December“ zu distanzieren.

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Mando Diao – Strövtåg i hembygden

Nach dem Durchbruch ist vor dem Durchbruch, dachten sich wohl auch Mando Diao. „Dance With Somebody“ schwebt noch im Hintergrund mit, die kleine Bandpause, die mit Caligola und der Top-2-Single „Forgive Forget“ überaus erfolgreich überbrückt wurde, ist ebenso passé. Um sich von jeglichem Erfolgsdruck zu befreien, nahmen die Schweden „Infruset“ (dt. „gefroren“) auf. Hier vertonen Mando Diao Gedichte Gustaf Frödings, natürlich in schwedischer Sprache. Mit charttauglicher Mucke darf man somit nicht rechnen, dafür mit einer faszinierenden Entdeckungsreise durch das Werk eines der wichtigsten schwedischen Dichter. Begonnen wird die Reise mit der Download-Single „Strövtåg i hembygden“ (dt. „Durch die Heimat spazieren“).

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Gypsy & The Cat – Bloom

Gleich zwei Ohrwürmer – „Jona Vark“ und „Time To Wander“ – koppelten Gypsy & The Cat im vergangenen Jahr aus ihrem Album „Gilgamesh“ aus und hatten damit zumindest moderaten Erfolg. In ihrer australischen Heimat veröffentlicht das Duo am 19. Oktober bereits das neue Album „The Late Blue“; ein Deutschland-Release steht noch nicht fest, vor 2013 ist damit aber wohl kaum zu rechnen. Stillstand ist für Xavier Bacash und Lionel Towers keine Option, womit wohl auch erklärt ist, warum „Bloom“ so anders klingt.

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Lilabungalow – Lilabungalow

Unglaublich aber wahr: Lilabungalow gibt es seit 2004 als Soloprojekt (vier Jahre später wurde eine dreiköpfige Band mit zusätzlichen Live-Gästen daraus), man war unter anderem mit Herbert Grönemeyer und Northern Lite auf Tour, eine Platte gab es aber bislang nicht. Zumindest prangert man bei analogsoul diesen Missstand an und behebt ihn gleichzeitig. Das nennt man wohl ‚guten Service‘. Die Erfurter um den studierten Musiklehrer Patrick Föllmer verstehen sich auf Popsongs, die mit herkömmlicher Radioware herzlich wenig zu tun haben und eine Vielzahl an Soul-, Electro- und Rock-Einflüssen mitnehmen. Wie das klingt, veranschaulicht das Debütalbum „Lilabungalow“.

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Ewig – Wir sind Ewig

Sie haben ewig darauf gewartet. Aber irgendwann kommt der Augenblick, hinter den Kulissen hervorzutreten und sich der Welt (vor-) zu stellen. Nach der Debütsingle „Ein Schritt weiter“ geht es Schlag auf Schlag für die noch junge Band: Album im September, Tour von Oktober bis November und bis Ende des Jahres werden Ewig langjährige Fans überrascht und hoffentlich viele neue hinzugewonnen haben. Deutschpop kann nämlich so schön sein.

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Ewig – Ein Schritt weiter

Wer sind Ewig? Mit dem Aufkommen von Juli, Wir sind Helden, MIA. und Co. erlebte die Neue Deutsche Welle eine Art Wiedergeburt. Der Trend schien jedoch nach wenigen Jahren bereits wieder abzuflauen – scheinbar: Mittlerweile entwickelt quasi die zweite Generation der muttersprachlichen Musiker: Cro schwimmt gerade auf der Erfolgswelle, Frida Gold arbeiten am zweiten Album und die Ewigs stehen mit der Debütsingle „Ein Schritt weiter“ in den Startlöchern. Die Mitglieder des Trios sind allesamt keine Unbekannten.

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Keane – Sovereign Light Café

Seit ihren ersten Gehversuchen mit „Somewhere Only We Know“ und „Everybody’s Changing“ haben sich Keane einen Fixplatz in der europäischen Musiklandschaft erarbeitet. Mit ihren fünf bisherigen Alben und EPs schafften sie es in ihrer britischen Heimat auf die #1 – eine Marke, die nur von den Beatles getoppt wird. Auch in Deutschland reichte es für eine Top 5-Platzierung, während es für die Single „Disconnected“ nichts zu holen gab. Ob sich der Nachfolger „Sovereign Light Café“ besser schlagen wird, daran kann man gut und gerne zweifeln. Dass sich Keane nach dem schwierigen Übergangsalbum „Perfect Symmetry“ jedoch mittlerweile stabilisieren konnten, wird auch hier mehr als deutlich.

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