Schlagwort: Pop/Rock

Lilabungalow – Lilabungalow

Unglaublich aber wahr: Lilabungalow gibt es seit 2004 als Soloprojekt (vier Jahre später wurde eine dreiköpfige Band mit zusätzlichen Live-Gästen daraus), man war unter anderem mit Herbert Grönemeyer und Northern Lite auf Tour, eine Platte gab es aber bislang nicht. Zumindest prangert man bei analogsoul diesen Missstand an und behebt ihn gleichzeitig. Das nennt man wohl ‚guten Service‘. Die Erfurter um den studierten Musiklehrer Patrick Föllmer verstehen sich auf Popsongs, die mit herkömmlicher Radioware herzlich wenig zu tun haben und eine Vielzahl an Soul-, Electro- und Rock-Einflüssen mitnehmen. Wie das klingt, veranschaulicht das Debütalbum „Lilabungalow“.

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Ewig – Wir sind Ewig

Sie haben ewig darauf gewartet. Aber irgendwann kommt der Augenblick, hinter den Kulissen hervorzutreten und sich der Welt (vor-) zu stellen. Nach der Debütsingle „Ein Schritt weiter“ geht es Schlag auf Schlag für die noch junge Band: Album im September, Tour von Oktober bis November und bis Ende des Jahres werden Ewig langjährige Fans überrascht und hoffentlich viele neue hinzugewonnen haben. Deutschpop kann nämlich so schön sein.

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Ewig – Ein Schritt weiter

Wer sind Ewig? Mit dem Aufkommen von Juli, Wir sind Helden, MIA. und Co. erlebte die Neue Deutsche Welle eine Art Wiedergeburt. Der Trend schien jedoch nach wenigen Jahren bereits wieder abzuflauen – scheinbar: Mittlerweile entwickelt quasi die zweite Generation der muttersprachlichen Musiker: Cro schwimmt gerade auf der Erfolgswelle, Frida Gold arbeiten am zweiten Album und die Ewigs stehen mit der Debütsingle „Ein Schritt weiter“ in den Startlöchern. Die Mitglieder des Trios sind allesamt keine Unbekannten.

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Keane – Sovereign Light Café

Seit ihren ersten Gehversuchen mit „Somewhere Only We Know“ und „Everybody’s Changing“ haben sich Keane einen Fixplatz in der europäischen Musiklandschaft erarbeitet. Mit ihren fünf bisherigen Alben und EPs schafften sie es in ihrer britischen Heimat auf die #1 – eine Marke, die nur von den Beatles getoppt wird. Auch in Deutschland reichte es für eine Top 5-Platzierung, während es für die Single „Disconnected“ nichts zu holen gab. Ob sich der Nachfolger „Sovereign Light Café“ besser schlagen wird, daran kann man gut und gerne zweifeln. Dass sich Keane nach dem schwierigen Übergangsalbum „Perfect Symmetry“ jedoch mittlerweile stabilisieren konnten, wird auch hier mehr als deutlich.

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Alanis Morissette – Guardian

Die Älteren werden sich erinnern: 1995 startete ein kleines 20-jähriges Energiebündel namens Alanis Morissette wie aus dem Nichts mit ihrer bombastischen Single „Ironic“ und besonders dem Album „Jagged Little Pill“ weltweit ihre kometenhafte Karriere. Dabei sah es fünf Jahre zuvor, als sie bei der US-amerikanischen Castingshow „Star Search“ (ja, schon 1990 gab es so etwas) bereits in der ersten Runde ausschied, noch reichlich düster aus. Doch die Kanadierin glaubte an ihr Talent und sollte Recht behalten. Ihr Debüt ging unglaubliche 32 Millionen mal rund um den Globus über die Ladentheke. 17 Jahre und vier Alben später ist ihr Erfolgshunger immer noch nicht gestillt, und so veröffentlicht sie mit „Guardian“ eine weitere rockige Nummer, die ihr wie auf den Leib geschneidert wirkt.

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Astrid North – North

Als Sängerin der Cultured Pearls hatte Astrid North in Form von „Tic Toc“, „Sugar Sugar Honey“ und „Kissing The Sheets“ kleinere Radiohit, überdies war sie Teil von Soullounge und arbeitete mit Little Red Riding Hood und Basic Jazz Lounge. Seitdem sich ihre Hauptband aufgelöst hat, ist sie ebenso solo unterwegs, unterstützte unter anderem vor zwei Jahren Miss Platnum als Opening Act. Mit der Veröffentlichung ihres ersten, in Eigenregie erscheinenden Soloalbums „North“ geht für Astrid North nun eine lange Reise zu Ende, auf der sie sich musikalisch gefunden hat und zeigt, dass sie mehr als eine der „Leading Ladys der hiesigen Soulszene“ (‚Der Spiegel‘) ist.

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I’m All Ears – Be My Love

Bislang verdiente sich Kristian Vad als Produzent von Oh No Ono, Maria Thilm und TV2 erste Meriten, doch nun tritt er mit seinen eigenen Songs ins Rampenlicht. Gemeinsam mit Jonas Boas Thaysen und Nis Neubert Klougart gründete der Däne vor wenigen Monaten I’m All Ears und sackte gleich einen Major-Vertrag in seiner Heimat ein. Wer auf entspannten, sommerlichen Radio-Pop/Rock steht, wird auch an der ersten Single „Be My Love“ seine Freude haben, die als 1-Track-Download ohne Promo und ohne begleitendes Video erscheint.

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Linkin Park – Living Things

Mit ihren mittlerweile 16 Jahren Bühnenerfahrung, weltweit über 50 Millionen verkauften Alben und zwei Grammy-Awards gehört die kalifornische Rockband Linkin Park zu den bekanntesten und bestverkaufenden Vertretern ihres Genres. Bedienten sie mit ihren ersten Meisterwerken „Hybrid Theory“ und „Meteora“ noch weitestgehend die Nu Metal-Fraktion, so haben sie sich spätestens seit ihrem 2007er Album „Minutes To Midnight“ dem sanfteren, radiotauglichen Poprock verschrieben. Trotz erneut bombastischen Verkaufszahlen stießen sie jedoch mit ihrer im Jahr 2010 veröffentlichten Platte „A Thousand Suns“ vor allem alteingesessene Fans vor den Kopf; waren hier doch Songs enthalten, die so gar nicht zum bekannten Soundschema der Band passten. Zwei Jahre später versuchen Linkin Park mit ihrem neuen Longplayer „Living Things“ Aufbauarbeit zu leisten, was ihnen auch ansatzweise wie in alten Zeiten gelingt.

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Oliver Koletzki feat. Bosse – Karambolage

Ein Album lang funktionierte die Idee: Auf „Großstadtmärchen“ kombinierte Oliver Koletzki („Der Mückenschwarm“) elektronische Musik mit Pop, ließ prominente Gäste wie Mieze Katz von MIA. und Axel Bosse aufmarschieren. Für die Fortsetzung gab es sogar einen Major-Deal, allerdings keinerlei Weiterentwicklung – die Höhepunkte kann man an einer Hand abzählen. Erneut vertreten ist Bosse, der das nun als zweite Single veröffentlichte „Karambolage“ mitgeschrieben und eingesungen hat – ein Silberstreif am ausgeleierten Horizont.

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Garbage – Not Your Kind Of People

Die Neunziger sind zurück. Gemeint ist nicht die Flut an Dancetiteln, die die Charts derzeit überschwemmt, sondern die Alternative-Helden dieser Dekade. Nachdem The Cranberries sich mit einer eher mittelmäßigeren Platte zu Beginn des Jahres zurückgemeldet hatten und auch No Doubt ein Album für dieses Jahr ankündigen, haben sich Garbage nach sieben Jahren Pause wieder dazu entschlossen, da anzuknüpfen, wo sie mit „Bleed Like Me“ in 2005 aufgehört haben. Die Band um Frontsängerin Shirley Manson hatte sich, nach etlichen Streitigkeiten mit der alten Plattenfirma, in der Zwischenzeit mehr dem Privatleben gewidmet. Untätig waren sie in dieser Zeit dennoch nicht. Mastermind Butch Vig produzierte für Green Day „21st Century Breakdown“ und „Wasting Lights“ der Foo Fighters. Manson schrieb an Material für ihr bis dato unveröffentlichtes Soloalbum. Nun steht das fünfte Album der Band mit dem Titel „Not Your Kind Of People“ in den Startlöchern.

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