Schlagwort: Post Punk

Holy Esque – Television/Sweet

Aus dem absoluten Nirgendwo traf „At Hope’s Ravine“ vor knapp zweieinhalb Jahren ins Schwarze. Der auf beste Weise eigensinnige Sound Holy Esques – glockenhelle Vocals mit Wu Lyf-Schlagseite, schroffer Post Punk und energische Indie-Attitüde – schuf eine Reihe kleiner Songperlen, wie „Rose“ und das unkaputtbare „Hexx“. Quasi aus dem Nirgendwo erscheint nun der Nachfolger. „Television/Sweet“ erforscht zunehmende Isolation in Zeiten geradezu aggressiver Hyperkonnektivität und trägt den Sound der Band in deutlich düstere Gefilde.

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Moaning – Moaning

Die schiere Frequenz und Wucht, mit der neue Rock-Hoffnungsträger aktuell aus dem Boden schießen, macht beinahe Angst. Fast monatlich schlägt ein weiteres Powerhouse auf und verlangt volle Aufmerksamkeit. Dieses Mal sind Moaning aus Los Angeles dran. Das US-Trio versteht sich auf eine schrammelige, bissige und doch eingängige Mischung aus Post Punk und Indie Rock. Harmonien treffen auf gelebte Dissonanz und pointierte Selbstaufgabe, auf ihrem eponymen Debütalbum in zehn Kapiteln vertont.

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Isolation Berlin – Vergifte dich

Was ist eigentlich wirklich, was noch echt? Lügen, Fake News und Alltagsentfremdung sind stete Begleiter für Isolation Berlin. Ihr „Und aus den Wolken tropft die Zeit“ war vor zwei Jahren entscheidender Impuls für die stagnierende deutsche Alternative-Gitarrenrock-Szene, die gemeinsame Platte mit Der Ringer ein kurioses Experiment zwischen Freundschaft und Verweigerungshaltung. 2018 wirft das Quartett einen ungefilterten Blick auf Liebe und Verzweiflung, und tauft diesen auf den angenehm bissigen Namen „Vergifte dich“.

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Shame – Songs Of Praise

Einst aus Spaß gegründet, ist bei Shame von Jux und Tollerei mittlerweile nichts mehr zu spüren. Das britische Quintett gilt als heißeste Post-Punk-Aktie des noch jungen Jahres. Als ausgewiesene Fans von The Fall und Television Personalities wildern Charlie Steen und Konsorten in der Ursuppe des Genres, vermischt mit der Aggression ihrer frühen Wegbegleiter Idles. Auf dem Debütalbum „Songs Of Praise“ verdichten Shame nun das, was sie als ‚Surrealismus der Realität‘ bezeichnen.

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Peter Muffin – Ich und meine 1000 Freunde

Die Nerven sind nicht nur als Band überaus umtriebig, auch solo zeigen sich die Mitglieder von ihrer produktiven Seite. Neben Sänger Max Rieger, der zuletzt unter dem Pseudoynm All diese Gewalt zwischen Drone und Easy Listening forschte, präsentiert nun auch Bassist und Butzen-Labelchef Julian Knoth eine Solo-Platte. Als Peter Muffin bewegt er sich zwischen Post Punk und Noise. „Ich und meine 1000 Freude“, herrlich unterkühlt von Kollege Rieger produziert, bleibt dem Sound der Hauptband über weite Strecken treu.

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Klez.e – November

„Desintegration“ – ein fantastischer Auftakt für ein bis dato bewegtes Musikjahr. Klez.e blickten zurück auf die Zeit vor dem Mauerfall samt Cure-Hommage und musikalischem Finetuning. Bei der anschließenden Tour wurden eng umrissene Album-Versionen zu ausladenden Jams und Band-Klassiker in neue Gewänder gekleidet. An insgesamt sechs Orten mitgeschnitten, zeigt das Doppel-Live-Album „November“ das Trio nun in bestechender Höchstform.

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Protomartyr – Relatives In Descent

Was ist Wahrheit? Und warum muss 2017 überhaupt darüber nachgedacht werden? Das fragten sich wohl auch Protomartyr, als sie mit den Arbeiten an ihrem vierten Studioalbum – ihr Debüt für Domino Records – begannen. Die vergleichsweise jungen Post-Punk-Heroen aus Detroit, Michigan erklärten „Relatives In Descent“ zu einer Sinn- und Erkenntnissuche. Wenn auch nicht explizit ein Konzeptalbum, so erkunden die US-Amerikaner Variationen von Wahrheit und Wahrheitsverständnis in zwölf aufwühlenden Kapiteln.

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Beliefs – Habitat

Dekonstruktion als Kunstform – daran darf man ruhig glauben, wenn man Beliefs heißt. Das dümmlich-hinkende Wortspiel ausgeklammert, sind die Kanadier gerade drauf und ran, sich und ihren Shoegaze-Sound neu zu erfinden. Auf ihrem mittlerweile dritten Studioalbum „Habitat“ brechen Jesse Crowe und Josh Korody etablierte Strukturen auf und entdecken Noise-Pop der 80s mit all seinen Dissonanzen und Präfixen für sich.

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The Early Days (Post Punk, New Wave, Brit Pop & Beyond) 1980 – 2010

Einfach mal zurückspulen: Seit drei Jahren tingelt das King-Kong-Kicks-Team durch die Lande und präsentiert Indie und Electro in fein abgemischten Sets. Regelmäßig erscheinen Compilations mit Szene-Newcomern, von denen einige längst zu Chartstürmern und Live-Favoriten aufgestiegen sind – eine Art BBC-Barometer für den Club. Auf „The Early Days“ ist jedoch eine Zeitreise angesagt. 22 Songs lang treffen die Urväter von Post Punk und New Wave auf jüngere Vertreter der Zunft und beleuchten die ersten drei Jahrzehnte des Genres.

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Lea Porcelain – Hymns To The Night

Raus aus dem Club, rein in den Sommer: Seit geraumer Zeit arbeiten Julien Bracht und Markus Nikolaus an ihrem gemeinsamen Sound zwischen Dancefloor-Afterhour und 80s-Düsternis-Revival. Mit ihren bisherigen Kleinformaten sorgten Lea Porcelain für verdiente Aufmerksamkeit im Kleinen, doch jetzt geht es erst so richtig los. Als sympathische und grundehrliche Antithese zum Sommer entwickelt sich „Hymns To The Night“ zur Hitfabrik.

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