Schlagwort: Post Punk

Editors – A Ton Of Love

Als Spätfolge des Post-Punk-Revivals machten die Editors aus dem britischen Birmingham 2005 mit ihrem Debütalbum „The Back Room“ erstmals von sich reden. Mit einer kleinen Verzögerung erreichte man schließlich auch den deutschen Markt, das bis dato letzte Album „In This Light And On This Evening“ schaffte es 2009 sogar in die Top 10. Das Warten auf einen Nachfolger ist nun vorbei, denn knapp vier Jahre später steht – unterbrochen von einem 7CD-Boxset, dem Ausstieg von Chris Urbanowicz und der Hinzunahme von gleich zwei neuen Mitgliedern – „The Weight Of Your Love“ in den Startlöchern. Romantik gibt es bereits zwei Wochen vorab mit der E-Single „A Ton Of Love“.

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Tusq – Hailuoto

Wenn eine faustdicke Überraschung ein weiteres Mal, nun ja, überrascht, nimmt man zwangsläufig Notiz. Das durchaus prominent besetzte Quartett Tusq debütierte im Oktober 2010 mit „Patience Camp“ und hatte einige echte Hits („You And I“, „Fortune“) im Gepäck. Auch durfte man unter anderem mit The Soundtrack Of Our Lives auf der Bühne stehen, was rein musikalisch wie Arsch auf Eimer passte. Für die Aufnahmen der zweiten Platte zog man sich nach Finnland, dem Polarkreis besonders nahe, zurück, um auf einer 1001-Seelen-Insel erneut mit Jürgen Hendlmeier aufzunehmen. Der Name des frostigen Eilands wurde auch gleich zum Albumtitel auserkoren: „Hailuoto“.

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Heisskalt – Hallo – Mit Liebe gebraut

Cro – sympathisch, unterhaltsam, verdient erfolgreich. Die Orsons – angenehm subversiv, bissig und zynisch. Das Label Chimperator reitet momentan auf einer Welle des (Chart-)Erfolges. Dass es jedoch nicht immer HipHop sein muss, zeigt das Signing von Heisskalt, vier Jungs aus Stuttgart, die als ausgewiesene (Indie) Rock-Band aktuell als Support von Jennifer Rostock touren. Ein Album ist bereits in Arbeit und soll im Herbst erscheinen, zuvor geht es bereits im März auf die erste eigene Tour. „Hallo – Mit Liebe gebraut“ heißt die erste eigene EP, die mehr Kraftklub als Tocotronic ist, A5 Richtung Wir Silbermond vorzieht.

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Gypsy & The Cat – Bloom

Gleich zwei Ohrwürmer – „Jona Vark“ und „Time To Wander“ – koppelten Gypsy & The Cat im vergangenen Jahr aus ihrem Album „Gilgamesh“ aus und hatten damit zumindest moderaten Erfolg. In ihrer australischen Heimat veröffentlicht das Duo am 19. Oktober bereits das neue Album „The Late Blue“; ein Deutschland-Release steht noch nicht fest, vor 2013 ist damit aber wohl kaum zu rechnen. Stillstand ist für Xavier Bacash und Lionel Towers keine Option, womit wohl auch erklärt ist, warum „Bloom“ so anders klingt.

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Toy – Toy

Das beliebte Spiel ‚Bandname vs. Suchmaschine‘ geht in die nächste Runde. Googlet man nach ‚Toy‘, stößt man auf 834.000.000 Suchresultate. Umso beeindruckender ist es, dass man die offizielle Homepage der britischen Band bereits auf der zweiten Ergebnisseite findet. Was die vier Mannen mit Frau bei dieser unorthodoxen Wahl geritten hat, ist nicht überliefert. Seit knapp zwei Jahren spielen sie in ihrer Heimat ausschließlich ausverkaufte Shows und erweiterten ihr Gefolge stetig mit Mini-Releases. Nun gibt es die schwer zu greifende, jedoch nicht minder faszinierende Melange aus Post Punk, Psychedelic Rock und krautigem Indie-Pop erstmals auf Albumlänge. Der Titel, wie nicht anders zu erwarten war: „Toy“.

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Artificial Brothers – Make Our Hearts Sway

Schon wieder Dänemark, schon wieder faszinierende Musik. Es ist eine scheinbar unendliche Geschichte mit den hochgradig talentierten Musikern aus dem hohen Norden, die, wie in Wellen, immer und immer wieder gen Deutschland schwappen. Dieses Mal sind Artificial Brothers dran, ein Quintett aus Thisted, das sich „in einem düster-melancholischen Parallel-Universum inmitten der Grenzen des Alternative-Rock“ bewegt, wie es der beigepackte Pressetext so wunderbar auf den Punkt bringt. Für das Debütalbum „Make Our Hearts Sway“ verschanzte man sich im Vorjahr für ein halbes Jahr auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo. Die zehn Songs belegen, dass sich diese zurückgezogene Arbeitsweise gelohnt hat.

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A Place To Bury Strangers – Worship

Irgendwo zwischen Post Punk, Noise und bedrückender, maschineller Düsternis schlugen A Place To Bury Strangers 2006 mit ihren drei ersten EPs auf. Das Trio, das als ‚New Yorks lauteste Band‘ gilt, hat seinen kleinen Major-Ausflug mit „Exploding Head“, das einige Kanten des selbstbetitelten Debüts glättete, ohne jedoch Kompromisse jedweder Art einzugehen, beendet und ist nun bei Dead Oceans gelandet. Auf „Worship“ – am ehesten mit seinem direkten Vorgänger vergleichbar, wenn man den Song-orientierten Ansatz des Songwritings heranzieht – erweitern die US-Amerikaner ihre Palette um Krautrock, eine Prise Pop und 80s-Goth-Elemente.

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Paper – Mischmasch

Mit Bandnamen ist es ja so eine Sache. Einprägsam sollten sie sein, gerne kurz und schlagkräftig, möglichst unverwechselbar. Was sich Paper bei ihrer Gründung wohl gedacht haben? Das schwedische Trio um Calle Olsson (The Bear Quartet, Paddington DC) hat sein Debütalbum „An Object“ längst hinter sich gelassen und präsentiert auf dem direkten Nachfolger nun mehr von allem; mehr Garage Rock, mehr Punk, mehr Krautrock, mehr Elektronik. Eben ein echter „Mischmasch“, gleichermaßen komplex wie hitverdächtig, irgendwo zwischen den Hives und Joy Division.

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Maximo Park – Write This Down

Acht Jahre ist das große Post-Punk- und Gitarren-Rock-Revival mittlerweile her. Die Protagonisten knabbern entweder fieberhaft an der Last der Evolution (Franz Ferdinand), sind längst in anderen musikalischen Gefilden angekommen (Bloc Party, Arctic Monkeys) oder gar in der Bedeutungslosigkeit versunken (Art Brut). Maximo Park wagen sich nach dem durchwachsenen dritten Album „Quicken The Heart“, auf dem man gen neue Ufer aufbrechen wollte, zurück zur eigenen Vergangenheit. Die ersten Hörproben von „The National Health“ deuten auf eine spaßige, zuweilen tanzbare Platte im Stil der ersten beiden Werke hin. Während in UK das gitarrenlastige „Hips And Lips“ ausgekoppelt wurde, erscheint in Deutschland „Write This Down“ als erste Single.

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Gossip – Perfect World

Nur wahre Musikexperten konnten vor 2009 mit dem Bandnamen Gossip wirklich etwas anfangen. Dabei existiert die Gruppe um die vollschlanke Sängerin Beth Ditto bereits seit 1999, als sie sich in Olympia, der Hauptstadt Washingtons, gründete. Erste Zeichen setzten sie allerdings erst 2007 mit der Single „Standing In The Way Of Control“, die es in Großbritannien bis auf Platz 7 schaffte, das gleichnamige Album holte Platz 22. Der große Durchbruch gelang schließlich im Sommer 2009, als das energetische „Heavy Cross“ in mehreren Ländern die Top 10 knackte und bei uns den silbernen Rang erreichte. Mit ihrem fünften Studioalbum „A Joyful Noise“ und der dazugehörigen ersten Single „Perfect World“ wollen die drei US-Amerikaner nun an die bisherigen Erfolge anknüpfen.

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