Schlagwort: Punk Rock

Two And A Half Girl

Two And A Half Girl – Evidence Of A Broken Mind

Ihren Namen erhielten sie eher zufällig, aber das ist schon alles, was sich bei Two And A Half Girl einfach so ergab. Das niederländische Quintett versteht sich auf beißende Härte mit Gefühl und sozialem Bewusstsein, irgendwo zwischen Hardcore, Punk und Rock angesiedelt. Erst 2018 gegründet, verbrachte man die Downtime mit Streaming-Konzerten und einer EP, später mietete man sich in einem Haus am Land in Frankreich ein, um das erste Album zu schreiben und einen Teil der Instrumente aufzunehmen. Nun ist „Evidence Of A Broken Mind“ gelandet und leuchtet besonders hell.

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Flittern

Flittern – Flittern

Gitarren-Neustart mit Mitte 30, so oder so ähnlich kündigen sich Flittern an. Drei Musiker – unter anderem Teile der aufgelösten Hey Ruin plus der aktuelle KMPFSPRT-Drummer Jan Gruben – suchen ihren eigenen Weg. Der befasst sich zwar mit Punk, was angesichts der musikalischen Vorgeschichte kaum verwundert, nimmt aber ebenso Pop- und Synthi-Elemente mit wachsender Wave-Begeisterung mit. Das erste Album heißt „Flittern“, so wie die Band, und hat hohen Unterhaltungswert, hört sich wie ein Coming-of-Age-Streifen zwischen Dorfleben und Weg in die Großstadt.

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Hot Mass

Hot Mass – Happy, Smiling And Living The Dream

Einfach mal alle Regler auf Elf drehen und losrocken, so oder so ähnlich könnte das Mantra von Hot Mass lauten. Das britische Quartett biegt aktuell bereits mit seinem zweiten Album ums Eck, sechs Jahre nach „Nervous Tensions“, und klingt dabei, als wären sie eigentlich eh immer hier gewesen. Kein Wunder, schließlich tourten die Herren aus Swansea mit wachsender Begeisterung durch die Lande und schärften ihren Sinn für packende, treibende Rocksongs mit Punk-, Alternative-, Indie-, Grunge- und Power-Pop-Einflüssen. „Happy, Smiling And Living The Dream“ ist somit durchaus als Mission Statement zu verstehen.

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Meat Wave

Meat Wave – Malign Hex

Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Diese und ähnliche existenzielle Fragen stellten sich Meat Wave in jüngerer Vergangenheit. Ihr letztes Album hat bereits fünf Jahre auf dem Buckel, der Nachfolger sollte eigentlich nicht so lange brauchen und wurde bereits 2019 im Proberaum sowie in den Wohnungen der drei Musiker aufgenommen. Dann ließ man sich jedoch viel Zeit für den Feinschliff, von bekannten Begleitumständen verzögert. Nun ist das Trio aus Chicago zurück und bereit, die Bühnen der Welt zu entern. Mit im Gepäck haben sie „Malign Hex“, das bewusst mit Kontrasten und Gegensätzen arbeitet.

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Quarter Wolf

Quarter Wolf – Yeah Baby

Vergangenen Herbst krachte Sänger und Gitarrist Marius Kromvoll mit seiner White Trash Blues Band durchs Gebälk, nun legt der Norweger in Duo-Besetzung nach. Gemeinsam mit dem australischen Drummer Paul Daniel rief er Quarter Wolf ins Leben, um sich mit wachsender Begeisterung durch die Garage zu spielen und dem guten, alten skandinavischen Rock’n’Roll zu huldigen. Die erste Platte hört auf den bezeichnenden Titel „Yeah Baby“, das sich mit den letzten Jahren unter Verschluss befasst. Denn neben allerlei Düsternis und ernüchternden Momenten gab es hier doch Grund zur Euphorie.

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High Vis

High Vis – Blending

Auch heute, sechs Jahre nach Gründung, sind die Hardcore-Wurzeln von High Vis weiterhin greifbar. Musikalisch bewegt man sich mittlerweile zwar in kunstvollem Punk, der zwischen Rock und Post pendelt, der krachende Elan und das drückende soziale Bewusstsein bleiben jedoch omnipräsent. Was auf dem Debüt „No Sense No Feeling“ bereits hervorragend klappte, wird nun weiterentwickelt.  Graham Sayle verleiht den universellen Texten über Klassenkampf, Armut und Herausforderungen des Alltags nunmehr eine deutlich persönlichere Note und reicht die Hand. Sein Credo auf „Blending“: Du bist nicht, wer du zu glauben scheinst, du bist mehr als dein Klassenhintergrund.

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100blumen

100blumen – Hoffnung, halt’s Maul!

Das einstige Ein-Mann-Industrial-Projekt 100blumen wollte nach „Keine Namen – Keine Strukturen“ aus dem Jahr 2018 eigentlich eine längere Pause einlegen. Mit einem Neuzugang am Bass, der aus dem Trio ein Quartett machte, sowie den Eindrücken einer Pandemie änderte sich dieser Wunsch jedoch und man begab sich ins Studio, um dem Frust freien Lauf zu lassen. Von Altersmilde ist bei den Elektropunk-Veteranen keine Spur, das verrät bereits der knackige Albumtitel „Hoffnung, halt’s Maul!“. Auch so nehmen die Düsseldorfer klar und deutlich kein Blatt vor den Mund.

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Hippie Trim

Hippie Trim – What Consumes Me

Erst die Explosion, dann der Lagerkoller: Nach nur einer erschienenen Single spielten Hippie Trim ihre erste, gleich ausverkaufte Show, durften kurze Zeit später die famosen Drug Church begleiten und klopften ein packendes Album hinterher. Im pandemischen Koller, der erst einmal den Wind aus den Segeln nahm, traten gute und schlechte Tage auf, die sich auf das neue Material auswirkten. Wenn die Studio- und Aufnahmezeit zum Ausbruch aus dem stagnierenden Alltag für Bands wurde, wenn hinter jeder Ecke eine Polizeikontrolle wegen der Anzahl an Personen im Fahrzeug zu befürchten war … in dieser unruhige, unbeständigen Zeit entstand der Zweitling „What Consumes Me“.

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Liar Thief Bandit

Liar Thief Bandit – Diamonds

Im Mai vergangenen Jahres festigten Liar Thief Bandit ihren Ruf als heiße neue Schweden-Rock-Achse mit „Deadlights“, einem kurzweiligen Album zwischen Garage, Punk und Heavyness, so eingängig wie spielfreudig. Kurz nach dem Release fand man sich schon wieder im Studio, um eine Fortsetzung aufzunehmen, die Geschichte einer Person, die sich nach mehreren Rückschlägen wieder berappelt und wichtige Schritte zur Selbstverwirklichung setzt. „Diamonds“, so der Titel des neuen Mini-Albums, ist tatsächlich voller kleiner Rohdiamanten.

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Pet Needs

Pet Needs – Primetime Entertainment

Dank gutem Handwerk spielten sich Pet Needs frei, nahmen mitten in der Pandemie ein Album auf und gingen plötzlich durch die Decke. Das wunderbar punkige „Fractured Party Music“ mit seiner Angst und Unsicherheit brachte Gigs ein, darunter Support-Slots für Skinny Lister und The Hives. Wenn es Öffnungen gab, stand das Quartett auf der Bühne und erspielte sich sein Publikum. Für den Nachfolger konnte erneut Frank Turner gewonnen werden, der dem druckvollen, ausufernden und erstaunlich erwachsenen „Primetime Entertainment“ den nötigen Feinschliff verpasste.

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