Schlagwort: Punk Rock

Davy Jones

Davy Jones – Wake The Dead

Einfach mal machen, einfach mal drauf: Dass es gelegentlich so einfach sein kann, zeigen aktuell Davy Jones. Das Trio aus dem Sauerland spielt Punk Rock, der gerne mal einen Hauch Hardcore sowie Scandi-Rock mitbringen darf. Man veröffentlichte Ende 2021 bereits einen ersten Song, teilte sich mit Größen wie Terrorgruppe, KMPFSPRT und John Coffey die Bühne, und legt nun mit wachsender Begeisterung nach. Ihr erstes Album heißt „Wake The Dead“ und tut tatsächlich exakt das – mit Karacho, Elan, viel Herzblut und massig guten Tracks.

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Diesel Boy

Diesel Boy – Gets Old

Zum ersten Mal seit 2001 (!) präsentieren Diesel Boy ein neues Album. Die Band hatte sich nach dem Release von „Rode Hard And Put Away Wet“ still und heimlich aufgelöst, ein Comeback-Versuch 2011 scheiterte aufgrund der geografischen Distanz, man zog sich erneut ins Privatleben zurück. „Diesel Dave“ Lake und Greg Hensley, die inzwischen beide in Seattle wohnen, verspürten während der Pandemie musikalische Wehmut und beschlossen einen neuen Anlauf, gemeinsam mit den beiden Neuzugängen Chad Philipps und Christopher Thomas. Auf „Gets Old“ setzt es alte Punk-Weisheiten mit Skate-Schlagseite, so wie in den besten Zeiten.

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Velcros

Velcros – Spit Takes

Ein Konzert der texanischen Punker Radioactivity in Leipzig legte den Grundstein für eine spannende neue Band. Aktuelle und ehemalige Musiker von Aua, Radare, Spit, Wayste und Okta Logue riefen unter diesem Eindruck Velcros ins Leben, die punkigen Esprit mit allerlei Rock-Spielarten – Garage, Indie, Alternative, College und Power Pop – kreuzten und daraus ein musikalisches Happening klöppelten. Noch im Winter soll ein erstes Album erscheinen, bis dahin verkürzt die EP „Spit Takes“ die Wartezeit mit einem kräftigen Ausrufezeichen.

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Itchy

Itchy – Dive

Mit über 20 Jahren im Geschäft und insgesamt drei Alben in den Top 20 haben Itchy mittlerweile so etwas wie Veteranenstatus inne. Anfang 2020 wagten sie einen mehr als erfolgreichen Ausflug in deutschsprachige Gefilde, im Folgejahr erschien eine überaus sympathische Biographie samt Compilation-Werk. Zurück von einer erfolgreichen, mehrfach verschobenen Tour meldet sich das Trio auf Albumlänge zurück. „Dive“ greift wieder auf englische Texte zurück, setzt ansonten auf bewährte Qualitäten zwischen Punk und Rock. Und das klappt hervorragend.

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Militarie Gun

Militarie Gun – Life Under The Gun

Volltreffer über Volltreffer: Mit sämtlichen bisherigen Releases, darunter die Deluxe-Ausgabe von „All Roads Lead To The Gun“ im vergangenen Herbst, schafften Militarie Gun eine Punktlandung. Dabei wollte Ian Shelton eigentlich die Musik zugunsten seiner Film-Leidenschaft aufgeben, bis Lockdowns die Liebe zum Songwriting neu entfachten und diese Band ins Leben riefen. Auf dem ersten regulären Album bleibt der Mix aus Punk, Rock und etwas Hardcore erhalten: „Life Under The Gun“ dreht sämtliche Regler auf Elf und klingt dabei catchy as fuck.

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Billy Talent

Billy Talent – Live At Festhalle Frankfurt

Endlich wieder auf die Bühne, endlich wieder Vollgas: Nachdem sie den Release ihres jüngsten Albums „Crisis Of Faith“ bereits zurückgehalten hatten, bis eine Konzertreise möglich war, gestaltete sich die jüngste Tour von Billy Talent als überaus umjubelte Angelegenheit. Deutschland gilt seit jeher als zweite musikalische Heimat der Kanadier, hier feiern sie seit Jahren und Jahrzehnten große Erfolge und spielen regelmäßig in ausverkauften Häusern. So war es auch im November des Vorjahres, als man Frankfurt einen Besuch abstattete und den Gig für die Nachwelt festhielt. Das recht kurzfristig angekündigte „Live At Festhalle Frankfurt“, ihre erste Live-Platte seit mehr als 15 Jahren, zeigt das Quartett in Bestform.

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Bully

Bully – Lucky For You

Auf „Sugaregg“ fand sie sich und ihren Sound endgültig, nun folgt die kreative Bestätigung: Bully aka Alicia Bognanno weiß mittlerweile, wie sie mit sich selbst, ihrem Schmerz und ihren Problemen umgehen muss, und findet endlich Zeit und Muße, um sich musikalisch auszutoben. Ihr viertes Album soll die aufrichtige Ehrlichkeit der Vorgänger beibehalten und zugleich deutlich mehr wagen, den ohnehin spannenden wie vielschichtigen Sound entsprechend ausbauen, so die Mission. „Lucky For You“ rattert in einer guten halben Stunde durch und serviert charmantes neues Selbstbewusstsein auf dem Silbertablett.

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Anger MGMT.

Anger MGMT. – Anger Is Energy

Düsternis kann Halt geben, so oder so ähnlich lässt sich das erste Album von Anger MGMT. beschreiben. Das Schweizer Trio, das vornehmlich irgendwo zwischen Post Punk, Garage, Grunge und Alternative zuhause ist, legt nicht nur musikalisch eindrucksvolle Energie an den Tag, auch textlich hat man einiges zu sagen. Sänger Nik Petronijevic ist ein Mental-Health-Aktivist, hat seit seiner Kindheit mit Depressionen und einer ausgeprägten Angsterkrankung zu kämpfen, und geht in den Lyrics offen mit diesen Themen um, begleitet von gesellschaftlichen und politischen Motive. Der darin ruhende Schmerz und die damit verbundene Wut können jedoch zum Katalysator werden: „Anger Is Energy“.

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Heart Attack Man

Heart Attack Man – Freak Of Nature

Die Suche nach Erkenntnis, nach dem Selbst und nach dem Schlüssel zum Erwachsenwerden begleitet das Schaffen von Heart Attack Man. Das Trio aus Cleveland will seinen Platz in der Welt finden und zugleich mit der eigenen Jugend abschließen. Mehrere Millionen Streams begleiteten die bisherigen Releases des US-Trios, das sich irgendwo zwischen Rock, Punk und Pop bewegt, zwischen Augenzwinkern und Selbstbestimmung. „Freak Of Nature“ will nach eigener Aussage eine gewisse Weiterentwicklung zulassen – musikalisch wie persönlich.

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Versus The World

Versus The World – The Bastards Live Forever

Acht Jahre nach „Homesick/Roadsick“ melden sich Versus The World zurück. Abermals hat sich das Line-up kräftig verändert, unter anderem ging mit Mike Davenport ein Gründungsmitglied verloren, doch büßte das Quintett um Mitglieder von Lagwagon und Good Riddance seine musikalischen Qualitäten keinesfalls ein. Mehr noch, für ihre neue Platte wuchs das musikalische Spektrum weiter. Melodischer bis poppiger Punk, Alternative Rock, letzte Post-Hardcore-Rest sowie eine ordentliche Dosis Emo schwingen auf „The Bastards Live Forever“ mit und legen den Grundstein für das bislang vielfältigste Werk der US-Veteranen.

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