Schlagwort: Soul

Khruangbin & Leon Bridges

Khruangbin & Leon Bridges – Texas Moon

Die erste Zusammenkunft von Khruangbin und Leon Bridges war ein voller Erfolg: „Texas Sun“ festigte eine auf Tour entstandene Freundschaft in vier entspannten und zugleich mitreißenden Kapiteln, die den Sound beider Parteien maßgeblich beeinflusste. Es gibt allerdings noch mehr Material, teils zu Beginn der Sessions, teils mit Verspätung fertiggestellt. Bridges nennt das Ergebnis introspektiver, für Khruangbin-Bassistin Laura Lee fühlt es sich nächtlicher an. Entsprechend heißt diese zweite gemeinsame EP „Texas Moon“.

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Silvershark

Silvershark – Burn To Boogie

Steve Burner (u. a. Travelin Jack) liebt Soul, Funk und Disco. Bei einem Kadavar-Konzert teilte er dieses Faible mit deren Soundmann Richard Behrens (Samsara Blues Experience), der wiederum die Tore seines Studios Big Snuff öffnete. Mit analogem Equipment in rauen Mengen, guten Freunden im Studio (darunter Mitglieder von Elder, Coogans Bluff und Vug) sowie herrlich schrägen Ideen in rauen Mengen entstand „Burn To Boogie“. Als Silvershark tanken sich Burner und Behrens durch die Plattenkisten der 70er Jahre und finden farbenfrohe Schätze im Überfluss.

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Natalia M. King

Natalia M. King – Woman Mind Of My Own

Es ist nie zu spät für frische Impulse. Das dachte sich wohl auch Natalia M. King und wagt sich auf ihrem sechsten Album in neue Gefilde vor. Rock- und Alternative-Ansätze gehören der Vergangenheit an, langweilten die Künstlerin inzwischen, und werden gegen Blues, RnB, Soul und Roots eingetauscht. Ein Film von Wim Wenders, „The Soul Of A Man“, der sich unter anderem Skip James‘ Lebensgeschichte widmete, brachte King langsam, aber sicher auf Blues-Kurs. Nun gibt es diese neue Ära auf einer kompletten Platte, selbstbewusst „Woman Mind Of My Own“ betitelt.

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Yola

Yola – Stand For Myself

Eine der besten Stimmen der Gegenwart meldet sich zurück. Yola erhielt für ihr Debütalbum gleich mehrere Grammy-Nominierungen, sollte mit The Black Keys auf große Stadiontour gehen und eine Rolle in Baz Luhrmans neuem Elvis-Biopic übernehmen. Eine Pandemie später war die Tour abgesagt, die Film-Dreharbeiten kräftig nach hinten verschoben. Also schrieb die Sängerin aus Bristol einen Nachfolger für „Walk Through Fire“, der zwischen Isolation und Erinnerungen noch eine Spur persönlicher wurde. „Stand For Myself“ zeigt die Soul- und RnB-Wunderstimme in bestechender Form.

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Cautious Clay

Cautious Clay – Deadpan Love

Endlich, möchte man sagen, tritt Cautious Clay seinen mehr als verdienten Siegeszug an. Mit seinen ersten drei EPs entwickelte sich der 28jährige US-Amerikaner zum Liebling von Fans und Kritikern. Seine Songs waren unter anderem in Folgen von „Insecure“ und „13 Reasons Why“ zu hören, zudem, wirkt er vor der Kamera und im Tonstudio der zweiten Staffel von „Godfather Of Harlem“ mit. Irgendwo fand der Sänger, Songwriter, Produzent und Multi-Instrumentalist noch Zeit, sein erstes Album einzuspielen. Er nennt es „Deadpan Love“, bezogen auf seine rauere äußere Schale und seinen weichen Kern des Mitgefühls.

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Amythyst Kiah

Amythyst Kiah – Wary + Strange

Ihr Leben ist ein offenes Buch: Nach einem Grammy-nominierten Album mit der Supergroup Our Native Daughters meldet sich Amythyst Kiah mit einem neuen Solowerk zurück. Und dieses könnte kaum roher ausfallen. Der Selbstmord der Mutter, das Leben mit Trauer, Alkoholprobleme, das Aufwachsen als schwarze LGBTQI+ Frau im Bible Belt und der harte Kampf um Selbstakzeptanz treffen auf einen Sound, der mehr denn je die klassischen Grenzen des Roots-Genres durchbricht. „Wary + Strange“ schlägt ein neues Kapitel für Kiah auf.

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Morcheeba

Morcheeba – Blackest Blue

Ein komplettes Jahr ohne Tour, das erlebte Ross Godfrey zuletzt in seiner Jugend. Der Klangschmied von Morcheeba musste sich ebenso wie Sängerin Skye Edwards etwas umstellen, und doch kam diese Live-Pause dem Duo zugute. Tatsächlich konnte man sich Zeit nehmen, um die zehn neuen Songs so richtig wachsen und gedeihen lassen. Auf ihrem zehnten Studioalbum „Blackest Blue“ zeigen sich Morcheeba vielfältiger und abwechslungsreicher denn je, eine Art Bestandsaufnahme mit einer kräftigen Portion Selbstreflexion und erfrischender Verachtung für Scheuklappen.

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Jake Isaac

Jake Isaac – Honesty

Über 70 Millionen Streams, sechs EPs, ein Album, außerdem Zusammenarbeiten mit und für Paloma Faith, Gabrielle und Duffy: Jake Isaac ist einer der Singer/Songwriter der Gegenwart und gefühlt schon ewig am Sprung, auch solo neue Sphären zu erreichen. Sein zweiter Longplayer könnte nun genau das schaffen. Isaac schrieb „Honesty“ in den ersten beiden Wochen des ersten Lockdowns im März 2020, bewusst reduziert und isoliert, nur um im Anschluss möglichst viele Kollaborationen anzuleiern – ein hochspannendes Konzept zwischen Soul, Folk und RnB.

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Aaron Taylor

Aaron Taylor – Icarus

In den Händen Aaron Taylors ist Soul ein lebendiges, atmendes, sich wandelndes Konstrukt. Der Newcomer transportiert Klänge aus den 70ern in das Hier und Jetzt, von vielschichtigen Neo-, Jazz-, RnB- und dezent elektronischen Einflüssen befeuert. Taylor sieht in dieser schweren, spaltenden Zeit die Chance für große Kunst. Ob sein Debütalbum „Icarus“ das ist? Die Platte über Intimität in den verschiedensten Formen nahm der Sänger und Songwriter in seinem eigenen Studio zuhause auf.

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Keleketla!

Keleketla! – Keleketla!

Die tatsächliche Fusion mehrerer musikalischer Welten bildet das Fundament von Keleketla!. Benannt nach einer Bibliothek in Johannesburg, handelt es sich hierbei um die Zusammenkunft ihrer Kuratoren Rangoato Hlasane und Malose Malahlela mit den britischen Electronic-Legenden Coldcut, aus der sich schließlich mehrere Sessions mit Musikern aus Südafrika entwickelte. Stilistische Grenzen gibt es nicht, denn zwischen Jazz, Soul, Afrobeat, HipHop und Electro nimmt das schlicht „Keleketla!“ betitelte Album alles mit.

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