Schlagwort: Soul

Soulport Records

Soulport Universe Vol. 1

Zeitloser Soul und Funk haben seit einigen Jahren ein zweites Zuhause im Raum Frankfurt gefunden. Unter der Ägide von Produzent Marcel Bach aka Marcus King entstand vor einigen Jahren in einem Partykeller in Sulzbach eine erste EP, die den Grundstein für Soulport Records legte. Nach diversen Releases setzt es nun eine feine Labelschau, das Ergebnis fast vier langer Jahre Aufnahmesessions einer stetig wachsenden kleinen Familie. Bevor es im November als „Soulport Funk & Soul Night“ auf Tour durch diverse deutsche Städte geht, stellt sich das kleine, große Universum mit „Soulport Universe Vol. 1“ gekonnt vor.

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Danielle Ponder

Danielle Ponder – Everything Has Changed

Nicht immer gewinnt das Recht: Jahrelang arbeitete Danielle Ponder als Pflichtverteidigerin, durch ihre eigene Lebensgeschichte geprägt, und betrieb die Musik nebenher als Hobby. 2021, im Alter von 39 Jahren, sattelte sie auf ihre Künstlerkarriere um und gab die Juristerei auf. Ihr erstes Album „Some Of Us Are Brave“ war als Kampfansage zu verstehen, mit dem Einstand bei Dead Oceans entfaltet die in Atlanta wohnhafte Sängerin und Songwriterin jedoch ihre volle Strahlkraft. So richtet „Everything Has Changed“ den Blick gleichzeitig nach innen und nach außen und verbindet den anspruchsvollen Mix aus Soul und RnB mit cleveren Experimenten und viel Persönlichkeit.

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Jalen Ngonda

Jalen Ngonda – Doctrine Of Love

Wenige haben ein derart ausgeprägtes und scheinbar angeborenes Grundverständnis für Soul und RnB wie Jalen Ngonda. Früh kam der US-Amerikaner nach Liverpool, um am Institute for Performing Arts zu studieren, konzentrierte sich aber vor allem auf seine eigene Musik. Daptone wurde zu seinem Zuhause, das erste Album „Come Around And Love Me“ unterstrich Ngondas Liebe für Motown und Doowop, zeitlos und doch zeitgemäß. Seither tourte er fleißig – seine Glastonbury-Auftritte sind mittlerweile legendär – und veröffentlichte diverse Singles. „Doctrine Of Love“ zerstört den Mythos des schweren zweiten Albums mit ausgesuchter Leichtigkeit.

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Ella Fitzgerald

Ella Fitzgerald – Live At Falkoner Theatre Copenhagen 6th February 1966

Die gemeinsamen Jahre und Werke von Ella Fitzgerald und Duke Ellington bleiben 60 Jahre später der Stoff, aus dem Legenden gemacht sind. Zwei Studioalben und zwei Liveplatten entstanden, darunter das erst viel später veröffentliche „The Stockholm Concert, 1966“, längst ein Jazz-Standard. Bevor es allerdings nach Schweden ging, spielte Fitzgerald zwei Konzerte in Kopenhagen – mit Ellingtons Orchester, aber ohne den Duke selbst. „Live At Falkoner Theatre Copenhagen 6th February 1966“ ist ein Zusammenschnitt dieser Performances, vor wenigen Jahren in einem privaten dänischen Radioarchiv wiederentdeckt und sorgsam restauriert.

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Low Cut Connie

Low Cut Connie – Livin In The USA

Rock’n’Roll hat nach wie vor einiges zu sagen, zumindest wenn Adam Weiner mit seiner Band Low Cut Connie das Heft in die Hand nimmt. Er fand sich 2015 auf Barack Obamas Spotify-Playlist wieder, zählt Elton John und Bruce Springsteen zu seinen prominenten Fans, und trat bei der Inauguration von Joe Biden auf. Seinen Auftritt im Kennedy Center sagte er nach der Trump’schen Übernahme der eigentlich überparteilichen Institution auf. Wenig überraschend erscheint mit „Livin In The USA“ nun eine Platte, die laut Weiners Statement dem brutalen, unmenschlichen und zunehmend authoritären Regime in seiner Heimat mehr als nur einen Mittelfinger zeigt.

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White Denim

White Denim – 13

Im Grunde steuerte alles auf diese magische Nummer zu: James Petralli wurde am 13. August geboren. Es ist sein 13. Studioalbum. Die letzte Platte hieß „12“. Und doch ist die neue Platte von White Denim doch so viel mehr als ’nur‘ eine mythische Zahl. Letztlich sollte es um das Leben und die Erfahrungen Petrallis gehen, was – wie die Zahl selbst – sowohl Glück als auch Unglück, Kreativität und Chaos bedeuten kann. Entsprechend vielseitig, abwechslungsreich und gerne unvorhersehbar zeigt sich „13“, wagt sich noch weiter hinaus und fügt sich doch perfekt in den schrägen, doch stets sympathischen Reigen des bisherigen Schaffens ein.

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Wesley Joseph

Wesley Joseph – Forever Ends Someday

Seit seiner Single „Ghostin’“ sorgt Wesley Joseph für Furore. Der in Walsall geborene und später für ein Filmstudium nach London gegangene Musiker, Songwriter und Regisseur heimste gleich mit seiner ersten EP über 100 Millionen Streams ein, machte auf dem Nachfolger gleich einen mächtigen kreativen Sprung nach vorne und arbeitete unter anderem mit Loyle Carner, Jorja Smith und Joy Orbison. Nun kommt also ein erstes komplettes Album, aufgenommen zwischen London, Walsall, Los Angeles und in den Schweizer Bergen, und natürlich von einem ganzheitlichen audiovisuellen Konzept begleitet. „Forever Ends Someday“ erreicht das erhoffte nächste Level.

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Modha

Modha – At Your Pace

Entschleunigung und Entspannung ist eine Wohltat in einer Welt, die immer hektischer und rasanter wird. Modha erklären diese etwas gemächlichere Herangehensweise als eines ihrer kreativen Leitmotive, wie auch emotionale Ehrlichkeit und eine neugierige Offenheit für neue Klänge. Das Berliner Duo um Dhanya Langer und Maximilian Scholl hält herzlich wenig von glatten, perfekten Produktionen, und rückt stattdessen das Bauchgefühl, die Schönheit des Moments in den Mittelpunkt. Ein erstes Album erschien 2023, mit dem Nachfolger „At Your Pace“ rückt das eigene Tempo weiter in den Mittelpunkt, begleitet von verschiedenen Gästen sowie einer bekömmlichen Mischung aus Jazz, Soul, HipHop und RnB.

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Aquakultre

Aquakultre – 1783

Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs wurde die kanadische Provinz Nova Scotia zum sicheren Hafen für britische Loyalisten. Die Gründung von ‚Black Nova Scotia‘ im Jahr 1783 bezieht sich auf die Umsiedlung von über 4.000 Schwarzen an die kanadische Ostküste durch die Britische Krone – eine Zahl, die sich bis heute etwa versiebenfachte. Lance Sampson stammt direkt von dieser Bevölkerungsgruppe und ihrer aufregenden, vielfältigen Kultur ab. Mit seinem Projekt Aquakultre schafft er nun eine kleine Hommage an die (Familien-)Geschichte und das Leben über Generationen, schlicht „1783“ betitelt.

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Jonathan Jeremiah

Jonathan Jeremiah – We Come Alive

Einer der besten Songwriter dieser Zeit fliegt weiterhin komplett unverdient unter dem Radar. Die Rede ist von Jonathan Jeremiah, dessen butterweiche und gefühlvolle Musik erneut komplett eigene Schubladenkästen bastelt und großartige Geschichten erzählt. Auch sein neuester Streich bringt alles mit, was man gemeinhin im weiten Kopfkino-Sektor verortet. Mit dem gängigen Optimismus war es dieses Mal gar nicht so einfach, denn „We Come Alive“ verarbeitet unter anderem den Tod des Vaters, setzt sich mit zentralen Fragen rund um Zugehörigkeit, Identität und Herkunft auseinander, und lässt zugleich zunehmend unbequeme globale Geschehnisse nie komplett aus den Augen.

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