Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Does It Offend You, Yeah? – Don’t Say We Didn’t Warn You

Als eine Art Missing Link zwischen The Prodigy und Pendulum haben die Briten Does It Offend You, Yeah? 2008 mit „You Have No Idea What You’re Getting Yourself Into“ debütiert. Ihren Majorvertrag sind sie los und spielen nun erst recht befreit auf. „Don’t Say We Didn’t Warn You“ fordert den Hörer heraus, will zu gleichen Teilen hibbelig tanzbar und subtil eingängig sein – ein Spagat, den nur die ganz Großen zu schaffen vermögen. Ob das gut geht?

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Fenech-Soler – Fenech-Soler

Groove Armada sind Schuld. Wer auch sonst? Zwar haben sie dieses Mal keinen wackelnden Hinterschinken entdeckt, wohl aber Fenech-Soler, die sie letztes Jahr mit auf Tour genommen und Sänger Ben Duffy die Vocals für ihre Single „Paper Romance“ einsingen haben lassen. Die britische Hypepresse schlägt zu, der Plattenvertrag ist unter Dach und Fach, das Debütalbum „Fenech-Soler“ steht bereit und erscheint mit beträchtlicher Verzögerung nun auch hierzulande.

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Jurojin – The Living Measure Of Time

Geheimtippalarm: Jurojin haben im vergangenen Sommer in ihrer britischen Heimat gute Kritiken für ihr Debüt „The Living Measure Of Time“ einfahren können. Wer auf progressiv angehauchten Alternative Rock mit indischem Einschlag (Tabla) zwischen Tool, Proghma-C und Incubus steht, darf sich nun über den längst überfälligen Deutschland-Release freuen.

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Clueso – Zu schnell vorbei

Clueso hat sich mittlerweile zu so etwas wie einem Dauerbrenner in der deutschen Chart- und Radiolandschaft entwickelt. Neben zwei Teilnahmen am Bundesvision Song Contest und einer Tour mit Herbert Grönemeyer konnte sich sein letztes Album „So sehr dabei“ ein ganzes Jahr in den Charts halten, der Radiohit „Gewinner“ immerhin amtliche 32 Wochen. Beste Voraussetzungen also für das neue Album „An und für sich“, das ab dem 25. März in den Läden stehen wird. Vorab serviert Clueso mit „Zu schnell vorbei“ gewohnt starke Kost.

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Defeater – Empty Days & Sleepless Nights

Neues Material von Defeater: Nach „Travels“ und der EP „Lost Ground“ erzählen die fünf Melodic Hardcore-Recken aus Boston ihre Geschichte einer amerikanischen Familie nach dem Zweiten Weltkrieg ausführlich weiter. „Empty Days & Sleepless Nights“ erscheint in zwei Teilen, die unterschiedlicher nicht sein können, und doch als musikalische Tag-Nacht-Parallele beinahe monumentale Dimensionen annimmt. Man muss nur zuhören und sich auf die Lyrics konzentrieren.

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Christoph & Lollo – Tschuldigung.

Es waren einmal drei Alben über Schispringer, über die Adler der Lüfte und ihre fantastischen Fantasieleben. Christoph & Lollo haben es damit via FM4 zu einem wahren Kultduo geschafft, was man hier und hier bestens nachhören kann. Die Schi sind längst abgeschnallt, Tagesgeschehen und Um-die-Ecke-Gedachtes wird längst zelebriert. So auch auf „Tschuldigung.“, dem mittlerweile sechsten Studioalbum der beiden Wiener, das noch dazu einen ersten echten Charthit beinhaltet.

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Gil Scott-Heron & Jamie xx – I’ll Take Care Of U

Auch in seinen 60ern scheut sich der legendäre Poet, Musiker und Autor Gil Scott-Heron nicht auf experimentellen Pfaden zu wandeln. „I’m New Here“, sein erstes Album seit 16 Jahren, war 2010 durch den bloßen Release eine kleine Sensation. In überarbeiteter Form heißt es „We’re New Here“ und wurde von The xx-Beatschmied Jamie xx (u.a. durch seine Remixtätigkeiten für Adele und Florence + The Machine bekannt) neu interpretiert. „I’ll Take Care Of U“ als zweite Single läutet die Afterhour ein.

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Lykke Li – Wounded Rhymes

In eine Schublade lässt sich die 24jährige Schwedin Lykke Li schon gar nicht zwängen. War ihr Debüt „Youth Novels“ ein Pop-Leckerbissen zwischen Robyn und Róisín Murphy, so rückt nun der Song an sich in den Fokus. „Wounded Rhymes“ beschreibt sie selbst als düsterer und schwermütiger, geradezu launisch. Lykke Li hat einiges zu sagen, was sie in Form von sympathisch reduzierten Hits zu tun pflegt.

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Darkest Hour – The Human Romance

Im 16 Jahr ihres Bestehens sind Darkest Hour immer noch wütend. Mittlerweile in Europa bei Century Media untergekommen, sind sie vielleicht etwas melodischer und eingängiger geworden, lassen den typischen Punch der zwischen Melodic Death / Thrash und Metalcore aber keineswegs vermissen. „The Human Romance“ schreit förmlich nach Metal-Radio und großen Live-Hymnen, vergisst aber auch auf kleinere Überraschungen nicht.

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Papercuts – Fading Parade

Popmusik – ein weit gestreckter Begriff, gerne für Radio-Gleichklang missbraucht, viel zu oft missverstanden. Sub Pop – ein geschichtsträchtiges Label, das wie kaum ein anderes für hervorragende Qualität über Jahre hinweg steht. Die Schnittmenge dieser beiden Pole ergibt „Fading Parade“, das fünfte Papercuts-Album, auf dem Jason Robert Quever erneut die Schönheit des Moments in zeitlose Melodien packt.

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