Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Neon Trees – Animal

So’n bisschen Rockshow geht ja immer, gerne retrolastig mit tanzenden Gitarren und ein wenig Sex im Text. Das verkauft ja, munkelt man. Entsprechend könnte „Animal“ von den Neon Trees hierzulande ein wenig abgehen. In der amerikanischen Heimat hat es für eine Top 20-Platzierung gereicht, die (digitalen) Verkäufe liegen im siebenstelligen Bereich. Außerdem hat man prominente Fans in Mark Hoppus (Blink 182) und Ronnie Vannucci (The Killers). Kann ja nichts schief gehen, oder?

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Beatsteaks – Boombox

Frage: Was macht man, nachdem man binnen kürzester Zeit zur wichtigsten (Punk)-Rock-Band Deutschlands geworden ist? Antwort: Eine Pause. Und eine neue Platte mit viel Zeit und Bedacht. „Smack Smash“ und „Limbo Messiah“ haben die Beatsteaks endgültig in der Champions League etabliert. Entsprechend hoch waren die Erwartungen für das erneut von Moses Schneider produzierte sechste Album „Boombox“ – alles andere als eine einfache Platte auf Nummer Sicher.

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Lazarus A.D. – Black Rivers Flow

Seit Jahrzehnten dreht sich Thrash Metal um sich selbst, lässt Traditionalisten gegen die moderne Schule antreten. Lazarus A.D. platzieren sich auch auf ihrem zweiten Album „Black Rivers Flow“ zwischen den Stühlen. Die vier Amerikaner lassen sich gerne mit Testament und den frühen Metallica vergleichen, zeigen sich auf dem Nachfolger zu „The Onslaught“ aber deutlich agiler und ‚jugendlicher‘.

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Three Chord Society – Sanguinity

Punk Rock lebt in Deutschland, er röchelt nur ein wenig. Erste Wiederbelebungsversuche von Three Chord Society zeigen sich mehr als nur erfolgreich. Der Fünfer aus Bad Segeberg hat mit Guido Knollmann von den Donots einen Fürsprecher und Mentor geworden, der bei den Aufnahmen zum mittlerweile dritten Album „Sanguinity“ mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist. Prädikat: Besonders wertvoll.

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James Blake – Limit To Your Love

Glaubt man der BBC, so ist Post-Dubstep the next big thing. Samples, dezent eingesetzte Elektronik, Dub-Elemente und Singer/Songwriter-Habitus werden hier auf gänzlich neue Art und Weise zusammengesetzt. Einer der Vorreiter ist der Brite James Blake (nicht mit dem US-Tennisspieler zu verwechseln), dessen selbstbetiteltes Album durchaus für Furore sorgen könnte. „Limit To Your Love“ verspricht zumindest sehr viel.

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When Saints Go Machine – Fail Forever

Dänemark, Land des elektronischen Wahnsinns. Was hier an Electro-Pop-, Dance- und Alternative-Varietäten die Runde macht, beeindruckt. Neben Ginger Ninja versuchen aktuell auch When Saints Go Machine über das Feinschmecker-Label !K7 Fuß zu fassen. Das Quartett aus Kopenhangen zeigt sich deutlich avantgardistischer und unzugänglicher, vergisst dabei aber nicht auf gute Melodien und hypnotisierende Vocals. Entsprechend klingt das Material der EP „Fail Forever“ wie ein Hybrid aus Empire Of The Sun und Crystal Castles.

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Lemmy – 49% Motherf**ker, 51% Son Of A Bitch

Er ist wohl der letzte Held, der letzte Outlaw des Rock’n’Roll – Lemmy Kilmister. Am 25. Dezember 2010 feierte der Brite seinen 65. Geburtstag, seine legendäre Band Motörhead das 35jährige Jubiläum und in Form von „The Wörld Is Yours“ das 20. Studioalbum. Nun finden die größten Warzen der Rockgeschichte auch den Weg ins (Heim-)Kino. Die Doku mit dem charmanten Untertitel „49% Motherf““ker“, 51% Son Of A Bitch“ ist ein erfrischendes, angenehm authentisches und vor allem greifbares Portrait einer lebenden Legende.

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Helgi Jónsson – Blindfolded

Wer im Herbst Tina Dico auf Tour gesehen hat, wird auch kaum an Helgi Jónsson vorbeigekommen sein, ihrem charmanten Voract. Der isländische Singer/Songwriter mit einer Stimme zwischen Teitur und Jónsi von Sigur Rós hat erst im Oktober sein starkes zweites Album „For The Rest Of My Childhood“ veröffentlicht – ein echter Kritikerliebling, dem diesen Herbst ein würdiger Nachfolger geboren werden sollen. Zwischendrin erscheint der EP-Leckerbissen „Blindfolded“, den man auf keinen Fall übersehen darf.

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Architects – The Here And Now

Hier ist die große Herausforderung: Nach drei brutalen und faszinierenden Album zwischen Mathcore, Metalcore und Punk-Esprit wollen sich Architects aus Großbritannien verändern. „The Here And Now“ ist ihre „erste positive Scheibe“ und wagt eine dezente Neuausrichtung. Mehr Melodie, mehr Rock und damit auch, man muss das böse Wort in den Mund nehmen, und mehr Mainstream hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck.

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Bored Man Overboard – Rogue

2010 war das Jahr von Arcade Fire und ihrem großartigen Album „The Suburbs“. Wer nun krampfhaft auf der Suche nach einem Nachfolger ist, sollte Bored Man Overboard eine Chance geben. Das Septett aus Stockholm spielt eine sympathische Indie-Folkrock-Melange mit einem Hauch von akustischer Magie und orchestralem Grandeur. Neugierig geworden? Ihr Debütalbum „Rogue“ fasziniert von der ersten Sekunde an.

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