Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Doves – Kingdom Of Rust

50 Monate sind vergangen seit der Veröffentlichung von „Lost Cities“, dem bis dato letzten Album der Doves. Das britische Trio hat sich darauf zwischen Motown-Rock und Psychedelia platziert, mit „Black And White Town“ einen echten Hit ins Rennen geschickt. Danach die lange Unsichtbarkeit, eine Art Neustart. Lang und breit wurde an „Kingdom Of Rust“ herumgeschraubt, wurden die Songs verfeinert, wurde der Mix noch breiter und universeller gestaltet. Nun ist das Ergebnis endlich erhältlich.

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The Glam – Escapism

Letzten November hat sich das Hamburger Trio The Glam erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt mit seiner Debütsingle „Join The Spectres“. Frederic, Phil und Julien machen ihrem Namen nur bedingt Ehre, sei es durch den übermäßigen Gebrauch von Haarspray oder der Liebe für Glamrock-Bands wie T.Rex und das Chamäleon David Bowie. Auch Placebo und U2 sind für die Nordlichter von großer Wichtigkeit. All das kann man auf ihrem Debütalbum „Escapism“ nachhören.

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Kilians – Said & Done

Von wegen „Kill The Kilians“, die deutsche Indie-Hoffnung ist trotz mehrerer Schrammen alive and well. Das Debütalbum hat die fünf Dislakener dank prominenter Unterstützung in die deutsche Indie-Bundesliga befördert, Hype inklusive. Sämtliche Festivals hat man bereits beackert, mit „When Will I Ever Get Home“ sogar einen Radiohit gehabt. Das neue Album „They Are Calling Your Name“ soll nun bestätigten und vorantreiben. Dass man dabei nicht auf der Stelle treten will, zeigt bereits die Vorabsingle „Said & Done“.

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Metallica – Broken, Beat & Scarred

Die aktuelle Metallica-Tour ist ein Selbstläufer. Nach ausverkauften US-Shows ist momentan gemeinsam mit Machine Head in Europa unterwegs. Das aktuelle Album „Death Magnetic“ verkauft sich gut, wurde mittlerweile zu großen Teilen auch schon live gespielt. Überdies haben sich die Singles „The Day That Never Comes“ und „All Nightmare Long“ gut geschlagen. Pünktlich zur Tour wird nun „Broken, Beat & Scarred“ ausgekoppelt.

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Two Fingers feat. Sway – Two Fingers

Timbaland wurde entführt! Keine Sorge, dem Meister des zeitgenössischen Rap-Songs geht es gut. Mit diesen Worten eröffnet allerdings die Bio zum Debüt von Two Fingers und zieht den Vergleich zu einem ähnlich innovativ agierenden Beatschmied. Der brasilanische Electro-Großmeister Amon Tobin trifft in Brighton auf Joe „Doubleclick“ Chapman. Gemeinsam arbeitet man sich über Drum’n’Bass in Richtung HipHop, nennt sich Two Fingers und holt sich UK-Rapper Sway aus Akons Konvict-Stall ins Boot. Fertig ist das Debüt „Two Fingers“.

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Biffy Clyro – Mountains

Schottlands größte Rockstars der letzten beiden Jahre sind mit Sicherheit Biffy Clyro. Das Trio aus Ayrshire hat seine experimentelle Post-Hardcore-Phase längst hinter sich gelassen und spielt nun stilsicheren, hymnischen Alternative Rock, der den Vergleich mit den Foo Fighters nicht scheuen muss. „Puzzle“ war 2007 ein Riesenerfolg in UK und hat auch hierzulande seine Fans gefunden. Die Aufnahmen zum neuen Album sollen demnächst beginnen. Bereits vorab gibt es das brandneue „Mountains“ als Download-Single.

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Gazpacho – Tick Tock

Langsam aber sicher entwickeln sich Gazpacho zu Experten für Konzeptalben. Die sechs Norweger haben sich auf ihren bisherigen vier Alben mannigfaltigen Geschichten und einem Sound zwischen Muse, Rush und Marillion verschrieben, einer besonders eingängigen Prog-Rock-Spielart. Ihre neue Platte „Tick Tock“ ist ein Konzeptalbum über den Roman „Wind, Sand und Sterne“ von Antoine de Saint-Exupéry („Der kleine Prinz“) – ein Klassiker der Literaturwelt, geprägt von rasenden und extremen Gefühlen und Stimmungswechseln.

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Samy Deluxe – Dis wo ich herkomm

Es wird persönlich bei Samy Deluxe. Nach dem kurzzeitigen Comeback von Dynamite Deluxe – mittlerweile leider wieder still gelegt, dennoch sind Dynamite und Tropf auf der neuen Samy-Platte wieder mit dabei – und der methodischen Schrumpfung seines Labels Deluxe Records setzt es ein neues Soloalbum. „Dis wo ich herkomm“ ist das mit Sicherheit persönlichste Album des Hamburger Rappers. Es geht um Herkunft, Aufwachsen ohne Vater, Selbstfindung, Fremdheit im eigenen Land und Vorbildwirkung für seinen Sohn.

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Eurovision Song Contest 2009: Vorschau (3)

Zwischen Tradition, Pop und Kitsch – der jährliche Musikwettstreit des Eurovision Song Contest wird auch bei seiner 54. Ausgabe für Kontroversen sorgen. Nach Einführung der zwei Halbfinale 2008, um die Vergabe von Länder-Sympathiepunkten anteilig einzudämmen, gibt es auf organisatorischer Seite auch dieses Jahr Neuregelungen. Dabei geht man noch einen Schritt weiter und lässt die Telefonabstimmung des Publikums nur noch zur Hälfte in die Wertung einfließen. Nationale Jurys bestimmen die anderen 50% des jeweiligen Ergebnisses. Was jedoch weiterhin zählt, ist die Show und der jeweilige Song, den ein Land ins Rennen schickt. beatblogger hört voraus, was uns am 16. Mai in Moskau erwartet. Heute Teil 3 mit den großen Vier und Titelverteidiger Russland.

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Indie-Guide 12/2009

Ist Geiz wirklich geil? Ist nur gratis wirklich wertvoll? Natürlich nicht, gute Musik will ihren Preis haben. Nichts geht darüber, eine fertige CD in seiner Hand zu haben, mit zittrigen Händen die Hülle zu öffnen, das Booklet herauszuziehen und langsam durchzublättern, während sich über die Kopfhörer faszinierende Klangwelten offenbaren. Gelegentlich gibt es aber auch Geschenke, die man nicht ausschlagen kann und darf. Hier drei fantastische Geschenke für den geneigten Rockhörer.

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