Kategorie: Alben

Smiling

Smiling – Devour

Als Smiling 2015 loslegten, hießen sie noch Annie Girl And The Flight. Das Projekt von Annie Shaw supportete unter anderem Against Me! und ging bereits 2016 ins Studio, um das Debütalbum live auf einem 16-Track-Analog-Tape aufzunehmen. Diverse Nachbearbeitungen, Umzüge und Pandemie-Verschiebungen stellten allredings die Geduld auf die Probe. Nun kommt das Projekt doch noch um die Ecke unter neuem Namen, aber mit zeitlosem Elan. Beißender Indie Rock, psychedelische Zwischentöne und eine kräftige Portion Shoegaze machen aus „Devour“ einen wilden und zugleich gefühlvollen Leckerbissen.

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IDER

IDER – shame

Megan Markwick und Lily Somerville mussten erst wieder zu sich selbst finden, um erfolgreich IDER sein zu können. Sie verließen ihre Plattenfirma und stellten sich auf eigene Beine, schrieben neue Songs zwischen Berlin und London im Angesicht der Corona-Pandemie, und bemühten sich um ein erneuertes Gefühl von Selbstakzeptanz, das auch gleich zum Leitmotiv der neuen Platte wurde. Diese heißt „shame“ und reizt die Alternative-, Indie- und Pop-Konzepte des Duos gekonnt aus, ohne dabei auf das eingängige Momentum zu verzichten.

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Zwanie Jonson

Zwanie Jonson – We Like It

Wenn Zwanie Jonson nicht gerade für Die Fantastischen Vier, Pascal Finkenauer oder Fettes Brot den Tour-Schlagzeuger gibt, schreibt er grandiose Pop-Songs, die einst sogar DJ Koze bewegten, ein eigenes Label zu gründen, um diese zu veröffentlichen. Mittlerweile ist der Hamburger, der eigentlich Christoph Kähler heißt, bei seinem vierten Album angelangt, abermals weitestgehend alleine eingespielt. Bei seiner neuen Heimat Fun In The Church landet nun „We Like It“, und das ist tatsächlich die perfekte Überschrift für diesen Longplayer.

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Trouble Is

Trouble Is – Wholehearted

Dänemarks Musikszene weiß durch ihre Größe und Vielfalt immer wieder zu überraschen. Selbst Blues Rock findet im hohen Norden eine kleine, aber feine Heimat. Das Duo Trouble Is ist hörbar von der etwas moderneren Schule um John Mayer und Joe Bonamassa inspiriert. Gitarrist und Sänger Mathias Heibøll sowie Schlagzeuger Poul Valdemar Prahl gingen erst einmal auf dreimonatige Jam-Reise durch die USA, um sich musikalisch zu finden, bevor man ein gemeinsames Apartment in Dänemark bezog und Songs schrieb. Herausgekommen ist das Debütalbum „Wholehearted“.

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Lakes

Lakes – Start Again

Das distanzierte Bandleben ist so und so keine einfache Sache. Als Sextett gestaltet sich die Sache deutlich komplizierter, und so mussten Lakes aus Watford jede Möglichkeit nutzen, um ihre Songs zu schreiben, freie Studioplätze zu belegen oder gewisse Aufnahmen sogar komplett in den eigenen vier Wänden zu erledigen. Die britische Indiemo-Band mit gleich zwei Stimmen baut auf der sympathischen „The Constance LP“ auf und richtet den Blick nach innen. „Start Again“ setzt sich mit persönlichen Problemen und Dämonen auseinander und findet Wege, gestärkt weiterzumachen.

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Yola

Yola – Stand For Myself

Eine der besten Stimmen der Gegenwart meldet sich zurück. Yola erhielt für ihr Debütalbum gleich mehrere Grammy-Nominierungen, sollte mit The Black Keys auf große Stadiontour gehen und eine Rolle in Baz Luhrmans neuem Elvis-Biopic übernehmen. Eine Pandemie später war die Tour abgesagt, die Film-Dreharbeiten kräftig nach hinten verschoben. Also schrieb die Sängerin aus Bristol einen Nachfolger für „Walk Through Fire“, der zwischen Isolation und Erinnerungen noch eine Spur persönlicher wurde. „Stand For Myself“ zeigt die Soul- und RnB-Wunderstimme in bestechender Form.

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Bicurious

Bicurious – (re)constructed

Guter Post Rock weist faszinierende narrative Qualitäten auf, erzeugt Stimmungen und bemüht sich um dichte, packende Atmosphäre. Genau das zeichnet das irische Duo Bicurious aus, das mit ihren bisherigen Singles und Kleinformaten über fünf Millionen Streams generieren konnen. Ihr seit 2019 erarbeitetes und Covid-bedingt verschobenes Debütalbum widmet sich persönlichen Erfahrungen der Musiker – eine psychotische Episode von Schlagzeuger Gavin Purzell und die plötzliche Vaterschaft in jungen Jahren von Gitarrist Taran Plouzané. „(re)constructed“ spielt auf geschickte Weise mit den Grenzen und Erwartungen instrumentaler Musik.

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Descendents

Descendents – 9th & Walnut

2002 traf sich das Original-Line-up der Descendents um Tony Lombardo, Bill Stevenson, Milo Aukerman und den mittlerweile verstorbenen Frank Navetta, um Songs aus den Anfangstagen endlich ordentlich einzuspielen. Aukerman nahm seine Vocals schließlich zuhause während der Corona-Pandemie auf. Nun landen 18 Tracks, die zwischen 1977 und 1980, noch vor der EP „Fat“ und dem legendären Debütalbum „Milo Goes To College“, entstanden waren, zum ersten Mal auf Platte. „9th & Walnut“ ist die Adresse des ersten Proberaums der Band, die Garage von Navettas Schwester.

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Shitney Beers

Shitney Beers – Welcome To Miami

Gitarre. Gesang. Bäm. Das Singer/Songwriter-Genre kann so schön puristisch sein. Ist es das, was Maxi Haug abzieht? Als Shitney Beers nimmt die Halbkanadierin die Klampfe in die Hand und singt bezaubernde Songs mit zarter Stimme, hinter denen so viel mehr steckt, als es der erste, flüchtige Blick vermuten lässt. Popkulturell unterrepräsentierte Lebensrealitäten treffen auf einen Musiknerd, wo Inhalte deutlich wichtiger sind als Image und massenkompatibles Auftreten. Und so ist „Welcome To Miami“ eben keine absichtlich auf Hochglanz geschliffene Platte, sondern eine herrliche Zusammenstellung roher Perlen.

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Capstan

Capstan – Separate

Mit mehreren Millionen Streams für ihr Debütalbum und abgefeierten Konzerten gingen Capstan direkt durch die Decke. Das Quintett aus Orlando, Florida heimste begeistertes Feedback für den Erstling „Restless Heart, Keep Running“ ein. Dann kam der komplette Shutdown, in dem einerseits Zeit für Kreativität blieb, der jedoch andererseits ungeahnte Belastungen barg. Gitarrist Joe Marby erlebte schwere Depressionen aufgrund seiner Scheidung, und so bringen die Texte eine gewisse Düsternis mit. „Separate“ deutet sie bereits im Namen an.

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