Kategorie: Alben

Marilyn Manson – Born Villain

Die letzten Jahre waren für Marilyn Manson-Fans nicht gerade einfach. „Eat Me, Drink Me“ und vor allem „The High End Of Low“ erwiesen sich als Rohrkrepierer, der ‚Lord of Fuck‘ verlor seinen Labeldeal, schickte seine Verlobte Evan Rachel Wood in die Wüste, trennte sich von allerlei Memorabilia und zog sich in sein Apartment zurück. Offensichtlich hat dieser radikale Schnitt Brian Warner gut getan, denn frisch ausgeruht widmet er sich – gemeinsam mit Twiggy Ramirez und Chris Vrenna – auf „Born Villain“ wieder schweren, düsteren Klängen. Die Hommage an seine Lieblinge Killing Joke, Joy Division, Bauhaus und The Birthday Party gelingt, der Patient lebt.

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Of Monsters And Men – My Head Is An Animal

Der Gewinn eines nationalen Musikwettbewerbs kann vorübergehend beflügeln, man tritt ein paar Mal auf und das wars’s dann. Oder es kommen wahres Talent und glückliche Umstände zusammen, man spielt eine Wohnzimmer Session und dabei aus seinem noch kleinen Repertoire den größten Hit, der dann seinen Weg über zahlreiche Blogs bis zum amerikanischen Rolling Stone findet, einem gehörigen Ritterschlag, was diesem isländischen Geheimtipp schlagartig eine internationale Chance gibt: Of Monsters And Men haben genau das erlebt und setzen nun nach zwei Jahren zum großen Sprung an. Der begann ganz klein mit „Little Talks“ und lässt nun das erste Album folgen.

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Donots – Wake The Dogs

Die zweite Karriere der Donots nimmt mehr und mehr Fahrt auf. Ihre erfolgreiche Pop-Punk-Zeit und der lähmende Bruch mit dem damaligen Label gehören endgültig der Vergangenheit an, der Neustart über das eigene Label Solitary Man Records war überaus erfolgreich. Auf neuen musikalischen Wegen begeisterten „Coma Chameleon“ und „The Long Way Home“, mittlerweile hat man sogar wieder einen Major-Deal am Haken. Verbiegen lassen sich die Ibbenbürener auf „Wake The Dogs“ jedoch nicht, ganz im Gegenteil: es geht sogar noch eine Spur abwechslungsreicher zur Sache, man befindet sich hörbar auf der Suche.

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Moonspell – Alpha Noir

Viele Bands liefern im Laufe ihrer Karriere DAS eine besondere Album ab, an dem sie dann über viele Jahre hinweg gemessen werden. Ganz anders die portugiesischen Dark-Metaller von Moonspell, die gleich zwei solcher Alben veröffentlicht haben. Fans der härteren Töne schwören noch heute auf deren Debütalbum „Wolfheart“, während der Rest das softere Gothic Metal-Zweitwerk „Irreligious“ bevorzugt. Die folgenden Alben, die irgendwo zwischen elektronischen Spielereien und HIM-lastige Gothic Rock-Klängen hin und her pendelten, kamen dagegen nicht so gut weg. Seit einigen Jahren orientieren sich Moonspell aber wieder am „Wolfheart“-Sound. Gerade das letzte Album „Night Eternal“ kam dem großen Vorbild qualitativ sehr nahe. Auf ihrem neuen Werk verfolgt die Band nun einen ganz neuen, durchaus für Aufmerksamkeit sorgenden Weg. Während das reguläre Album „Alpha Noir“ mal wieder alte „Wolfheart“-Zeiten aufleben lässt, ist das beiliegende Bonusalbum „Omega White“ voller Erinnerungen an „Irreligious“.

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Alex Clare – The Lateness Of The Hour

Noch vor einem Monat war der Name Alex Clare maximal Fans und Branchen-Insidern ein Begriff. Seitdem sein Song „Too Close“ als Untermalung für den aktuellen Internet Explorer-Werbespot verwendet wurde, kriegt vor allem Deutschland – der 25jährige Londoner steht zwar weltweit in den Charts, allerdings nirgendwo so hoch wie hierzulande – nicht genug von ihm. Während die Single in dieser Woche die Spitze der heimischen Charts erklimmt, steigt sein 2011 nur digital, jetzt auch auf CD veröffentlichtes Debütalbum „The Lateness Of The Hour“ neu auf der #27 ein. Nun stellt sich eine entscheidende Frage: Hat die Platte mehr als nur einen großen Werbehit zu bieten?

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Der König tanzt – Der König tanzt

Ende 2010 kündigten Fettes Brot eine kleine Schaffenspause auf unbestimmte Zeit an, um sich anderen Projekten zu widmen. Eines davon ist Der König tanzt, Solo-Spielweise von Boris Lauterbach aka König Boris. Ob er sich dabei vom gleichnamigen belgischen Historienfilm über Jean-Baptiste Lully, Komponist am Hof Ludwigs des XIV., inspirieren ließ, ist jedoch nicht bekannt. Dafür liebt er den Manchester-Sound der frühen 90er Jahre und schätzt generell die britische Kultur, wie man auf dem schlicht „Der König tanzt“ betitelten Debütalbum bestens hören kann.

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Blek Le Roc – Blek Le Roc

Anfang 2005 gewann Tobias Dirr einen Bandwettbewerb, der mit einem Auftritt beim Münchner Tollwood Festival dotiert war. Problem daran: Er hatte zu diesem Zeitpunkt keine Band am Start. In Lucas Fernandes und Benedikt Abé wurden zwei Mitstreiter gefunden, das Konzert ging gut über die Bühne. Tags drauf erhielt man einen Anruf, ob man nicht für die Vorband von Status Quo einspringen wolle, da diese im Stau stecke. Gesagt, getan: Seither waren Blek Le Roc gemeinsam mit Glasvegas, The Veils und Manfred Mann’s Earth Band unterwegs. 20 Songs hatten sich über die Jahre angesammelt, elf davon haben es auf das eponyme Debütalbum geschafft, das den Bogen von Britpop über Slut zu Post Rock spannt.

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The Rasmus – The Rasmus

Die Erfolgsgeschichte der finnischen Rockband The Rasmus beginnt keineswegs erst 2003, als sie mit „In The Shadows“ ganz Europa im Sturm eroberten. Im Gegenteil: Bereits 1994 im zarten Alter von 15 Jahren machten Leadsänger Lauri Ylönen und seine drei Kollegen in der hauseigenen Garage ihre ersten musikalischen Gehversuche. 18 Jahre später kann das Gespann in ihrer Heimat mit vier Nr. 1-Alben und fünf Nr. 1-Singles eine schier unglaubliche Bilanz ziehen. Und auch international läuft es seit Hits wie „First Day Of My Life“, „No Fear“ oder dem oben genannten prächtig. Nach einer langjährigen Pause kehrt die Gruppe 2012 wieder auf die große Bühne zurück und veröffentlicht nach ihrer Single „I’m A Mess“ nun den dazugehörigen selbstbetitelten Longplayer, der poppigere Töne anschlägt und die große Rockshow ein wenig vermissen lässt.

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Caroline Henderson – Jazz, Love & Henderson

In Schweden geboren, jahrelang in den USA gelebt und schließlich nach Dänemark gezogen – nicht nur geographisch hat Caroline Henderson eine bewegte Karriere hinter sich. Die Tochter eines US-amerikanischen Jazz-Schlagzeugers sang in ihrer Jugend in zahlreichen Jazzbands, verkaufte zwischen 1988 und 1992 mit der Pop/Rock-Band Ray Dee Ohh in Dänemark über eine halbe Million Alben, bevor sie sich solo zunächst an Popsongs, später an Disco-Coverversionen versuchte. Erst 2003 kehrte die heute 50jährige Henderson zu ihrer alten Liebe Jazz zurück und veröffentlicht aktuell ihr bereits zehntes Soloalbum „Jazz, Love & Henderson“, auf dem der Name Programm ist.

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Parov Stelar – The Princess

Mit ca. 15 Millionen Plays ist Parov Stelar mittlerweile der populärste österreichische Act auf der Scrobble- und Recommendation-Plattform last.fm – eine vermeintliche Kleinigkeit, die jedoch die Karriere des 37jährigen Linzer DJs und Produzenten Marcus Füreder auf den Punkt bringt. In der Heimat tut er sich ein wenig schwer, international hingegen ist sein Electroswing unheimlich populär. Das 2009 veröffentlichte Doppelalbum „Coco“ wurde mit ausgiebigen Tour-Aktivitäten promotet, „Booty Swing“ war zuletzt sogar Teil einer populären US-Werbekampagne und hält bereits seit Wochen wacker in den amerikanischen Electro-Download-Charts. Mit „The Princess“ erscheint nun ein neues Doppelalbum mit einer jazzig-loungigen und einer clubtauglichen Scheibe.

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