Kategorie: Reviews & Previews

Neon Trees – Habits

Zur rechten Zeit am rechten Ort: Während sich die Killers mehr und mehr gen Pop verabschieden und ihr Frontmann Brandon Flowers in einem belanglosen Solowerk ersäuft, treten Neon Trees auf den Plan. Das US-Quartett zockt für einen glammigen Retrosound mit Rock-Schlagseite, der stark an die ersten beiden Platten besagter Herren erinnert. Kein Wunder, dass neben Mark Hoppus (Blink 182) Killers-Drummer Ronnie Vannucci zu ihren prominenten Fans zählt. Das Debütalbum „Habits“ macht es einem aber auch verdammt leicht.

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The Vaccines – What Did You Expect From The Vaccines?

Nach wie vor sucht man sie, die Retter der Rockmusik. Kein anderes Genre wurde so oft ‚reanimiert‘, wobei man sich gerne fragen darf, ob es denn jemals tot war. Nun also The Vaccines aus London, die sich – dem Hype sei Dank – in ein gemachtes Bett legen konnten. Die Erwartungen an ihr Debüt „What Did You Expect From The Vaccines?“ sind übermenschlich hoch. Sind sie etwa die neuen Strokes, wo die alten alles andere als unter der Erde liegen, oder steckt hinter den großen Vorankündigungen bloß heiße Luft?

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Mirrors – Lights And Offerings

Alles wiederholt sich mit der Zeit, alles kommt zurück. Aktuell helfen Hurts klassischem 80s-Synthie-Pop zurück in die Charts mit durchaus beeindruckendem Erfolg. Wem die Herren zu brav bzw. ohne den nötigen Tiefgang sind, darf sich nun auf Mirrors freuen, die sich – musikalisch wie ästhetisch – irgendwo zwischen Joy Division und Kraftwerk einreihen. „Lights And Offerings“ ist eine eingängige Platte mit zahlreichen Hits und Hooklines, die allerdings zwischen DIY-Attitüde und einem Hang zu ausladenden Arrangements versteckt sind.

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Violent Evolution – Die Geschichte von Kreator

Sie waren ganz oben, ganz unten und sind jetzt wieder zurück auf dem Thrash-Olymp: Kreator, die Rifflegenden aus Altenessen. In ihrer über ein Vierteljahrhundert andauernden Geschichten haben Mille Petrozza, Ventor und sämtliche Mitstreiter der verschiedenen Kreator-Inkarnationen sämtliche Höhen und Tiefen durchlebt, Krisen erfolgreich gemeistert. Zeit für einen Rückblick, wa? Nein, nicht etwa ein Greatest Hits-Album – das können ja alle. Ab sofort steht die Bandbiographie „Violent Evolution – Die Geschichte von Kreator“ in den Läden.

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TesseracT – One

Ein neues Jahrzehnt braucht eine Musikrichtung – zumindest spricht nichts dagegen. Schon mal was von Djent gehört? Dieser onomatopoetische Ausdruck beschreibt einen für dieses progressiv angehauchte, technisch höchst anspruchsvolle Genre typischen Sound. TesseracT zählen neben Periphery zu den großen Helden dieser neuen Klangwelle. Ihr Debütalbum trägt den schlichten Titel „One“ und dürfte Prog-Rock- und Meshuggah-Fans gleichermaßen begeistern.

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Rihanna – S&M

Neues von Workaholic Nr. 1: Die barbadische RnB-Queen Rihanna veröffentlicht mit „S&M“ die bereits dritte Single ihres Albums „Loud“ innerhalb von nicht einmal sechs Monaten. Dabei setzt die wandlungsfähige Sängerin auf das äußerst provokante Themengebiet des Sadomasochismus und stellt ihr freizügiges Sexleben medienwirksam zur Schau – ganz im Stile einer Lady Gaga. Mit gewohnt harten Bässen und einer gehörigen Portion Eurodance verleiht sie ihrer Message Nachdruck und sorgt dafür, dass der Song nicht nur musikalisch im Gedächtnis bleibt.

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Trap Them – Darker Handcraft

Als königliche Krachmacher im Crust- / Grind-Grenzgebiet haben sich Trap Them vor allem mit ihrem Zweitling „Seizures In Barren Praise“ 2008 einen Namen gemacht. Dem Deathwish-Stall ist man mittlerweile entwachsen und konnte mit Ex-Coliseum-Drummer Chris Maggio das ewige personelle Problem lösen. Nicht nur deswegen klingt das Prosthetic-Debüt „Darker Handcraft“ wie aus einem manischen Guss.

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Cosmic Gate – Back 2 The Future

1999 begaben sich die beiden DJs Bossi und Nic Chagall auf ihre musikalische Reise durch Raum und Zeit. Ihre spezielle Art Trance mit pumpenden Bässen zu verbinden verhalf ihnen damals sogar zu großen Chart-Hits. Genau diese Klassiker der frühen Zeit stehen auf dem Re-Work Album „Back 2 The Future“ im Mittelpunkt. Aber keine Angst – auch wenn solche Alben bei den meisten Dance-Acts eher eine billige Abzocke mit schnell produzierten, lauen Warm-Ups darstellen. Cosmic Gate bleiben ihrer Linie treu und zeigen, wie man es richtig machen kann.

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Does It Offend You, Yeah? – Don’t Say We Didn’t Warn You

Als eine Art Missing Link zwischen The Prodigy und Pendulum haben die Briten Does It Offend You, Yeah? 2008 mit „You Have No Idea What You’re Getting Yourself Into“ debütiert. Ihren Majorvertrag sind sie los und spielen nun erst recht befreit auf. „Don’t Say We Didn’t Warn You“ fordert den Hörer heraus, will zu gleichen Teilen hibbelig tanzbar und subtil eingängig sein – ein Spagat, den nur die ganz Großen zu schaffen vermögen. Ob das gut geht?

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Fenech-Soler – Fenech-Soler

Groove Armada sind Schuld. Wer auch sonst? Zwar haben sie dieses Mal keinen wackelnden Hinterschinken entdeckt, wohl aber Fenech-Soler, die sie letztes Jahr mit auf Tour genommen und Sänger Ben Duffy die Vocals für ihre Single „Paper Romance“ einsingen haben lassen. Die britische Hypepresse schlägt zu, der Plattenvertrag ist unter Dach und Fach, das Debütalbum „Fenech-Soler“ steht bereit und erscheint mit beträchtlicher Verzögerung nun auch hierzulande.

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