The Rolling Stones – Die Storys zu allen Songs

Unglaublich aber wahr: 2012 feiern die Rolling Stones ihr 50jähriges Bandjubiläum – ein Meilenstein, den kaum Bands auch nur annähernd erreichen. Sogar ein neues Album soll geplant sein, es wäre ihr 23. Studioalbum. Wie man den unheimlich umfangreichen Back-Katalog der Veteranen am besten aufarbeitet, demonstriert Musik-Kritiker Steve Appleford. „The Rolling Stones – Die Storys zu allen Songs“ ist ein Update seines 2002 erschienen Werks „Rip This Joint“ und bietet genau das, was auf dem Cover steht – Informationen und Hintergrundgeschichten zu (fast) allen Stones-Songs.

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Nervecell – Psychogenocide

Mit Schweden assoziiert man knüppelharten Todesstahl, mit Norwegen Black Metal, mit der US-amerikanischen Bay Area die Urväter des Thrash Metal. Aber Dubai? Harte Musik in den Vereinigten Arabischen Emiraten? Was wie ein Paradoxum klingt, ist mit Nervecell Realität geworden. Exotenbonus hin oder her – „Preaching Venom“ war ein amtlicher Death- / Thrash-Nackenschlag, die dazugehörige Tour ein absoluter Erfolg. Verständlicherweise wird dem Nachfolger „Psychogenocide“ nun deutlich erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Sorgen muss man sich um das live-erprobte Trio aber nicht machen – Nervecell wachsen mit ihren Aufgaben.

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The Gates Of Slumber – The Wretch

So langsam und gewollt behäbig ihre Musik auch wirken mag, so umtriebig sind The Gates Of Slumber, wenn es um neues Material geht. „The Wretch“ ist ihr bereits sechtes Studioalbum seit 2004 – das zweite für Rise Above – nebst zahlreichen Kleinformaten, Split-Releases und Sampler-Beiträgen. Nicht nur für Doom-Verhältnisse feuert das Trio aus Indianapolis rasend schnell. Der Cloud dabei: Sie werden immer besser, mächtiger, präziser und setzen aktuell ein weiteres, klassisch angehauchtes Ausrufezeichen.

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Lenka – Two

Zwei Jahre ist es her, dass die australische Singer/Songwriter-Hoffnung Lenka Kripac mit ihrer Debütsingle „The Show“ bis auf Platz 23 der deutschen Single-Charts kletterte. Doch auch wenn die Nummer dank starkem Airplay noch präsent sein dürfte, wird der Name Lenka bei den wenigsten Musikhörern einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Vielleicht gelingt ihr das ja mit dem schlicht „Two“ betitelten zweiten Album, das ab sofort in den Läden steht.

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Red Fang – Murder The Mountains

Auf der Suche nach ihrem ultimativen Sound sind Red Fang fündig geworden. Was das vor zwei Jahren veröffentlichte, selbstbetitelte Werk bereits angedeutet hatte, wird nun auf dem Relapse-Debüt „Murder The Mountains“ konsequent fortgeführt: Catchy und kaputt wie die Melvins, treibend und druckvoll rockend wie Alice In Chains und Queens Of The Stone Age. Das mächtige Riff wird vom Quartett aus Portland / Oregon zum Götzenbild verklärt, mächtiger Stonersound mit Rock-Einschlag und einem leicht auf Sludge schlielenden Auge exzessiv zelebriert. Dosen hin oder her.

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Clare Maguire – The Last Dance

Wie schon bei einigen Künstlern zuvor, beispielsweise Colbie Caillat, begann Clares Maguires musikalische Laufbahn damit, dass sie ihre Musik bei Myspace und LastFM der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellte. Nach und nach wurden die Musiklabels auf die Britin aufmerksam und ein Vertrag bei Polydor ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Bisheriger Höhepunkt ihrer Karriere stellt die „Sound of 2011“-Einschätzung der BBC dar, bei welcher Clare Maguire als fünftwichtigster Newcomer des Jahres gelistet wurde.

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Kellermensch – Moribund Town

Deutsche Begriffe in Fremdsprachen wirken meist ein bisschen sperrig – siehe Kindergarten oder Sauerkraut. Mit Kellermensch wurde man bislang allerdings nicht konfrontiert. Dabei handelt es sich keineswegs um einen Euphemismus für Josef Fritzl, sondern um eine der interessanten Rock-Newcomer-Bands dieses Jahres. Eigentlich hat das 2006 im dänischen Esbjerg gegründete Sextett – der Name entstammt der deutschen Übersetzung eines Werks Dostojewskis – das selbstbetitelte Debütalbum bereits vor zwei Jahren in Eigenregie veröffentlicht, doch hierzulande ist es erst Ende Juni soweit. Die Vorabsingle „Moribund Town“ verkürzt die Wartezeit erfolgreich und macht Lust auf mehr.

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Retro Stefson – Kimba

Wer bei isländischer Musik immer noch an die beschaulich magischen Klanglandschaften von Sigur Rós denkt, wird bei Retro Stefson tellergroße Augen machen. Die sieben Youngsters (Durchschnittsalter: 20 Jahre) würzen ihren tanzbaren Indie-Pop mit lupenreinen Afrobeat-Einflüssen Marke Fela Kuti. Klingt komisch, funktioniert aber hervorragend. Als ersten Appetizer für das bereits zweite Album „Kimbabwe“ – das Debüt „Montaña“ ist hierzulande nur digital erhältlich – dient die E-Single „Kimba“, der etwas andere Sommerbote und Yeah! Club-Favorit.

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Raphael Saadiq – Stone Rollin‘

Eigentlich ist es eine Schande, dass der Name Raphael Saadiq hierzulande nur Fans und Insidern bekannt ist. Bereits als 18jähriger tourte er mit Prince um die Welt, war Leadsänger von Tony! Toni! Toné! und produzierte unter anderem D’Angelos Grammy-nominierten Song „Untitled (How Does It Feel)“, sowie Joss Stones drittes Album „Introducing Joss Stone“. Mittlerweile ist Saadiq Mittdreißiger und hat sein viertes Soloalbum „Stone Rollin’“ am Start, auf dem er sein Motown-Spektrum um Blues, frühen Rock’n’Roll und eine Prise Funk erweitert.

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