Schlagwort: Alternative Rock

Red Ocean

Red Ocean – Mad For It

Am Wasserfall geträumt, am Hafen gereift, in der Hauptstadt flügge geworden: Bernhard Pausch gründete seine erste Band im Alter von 15 Jahren in Gastein im Salzburger Pongau, bevor er vier Jahre später nach Hamburg zog, um Musikproduktion zu studieren. Nach einer experimentellen Phase konzentrierte er sich später wieder auf Rock, ging nach Berlin und gründete Red Ocean. Gemeinsam mit Drummer Danny Weber geht es um die elementaren Bestandteile des Genres, mit einem hörbaren Faible für die 60s, 70s und 90s. Exakt das zeigt sich auf „Mad For It“, der zweiten EP des Duos.

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Hot Mulligan

Hot Mulligan – The Sound A Body Makes When It’s Still

Schräge Songtitel, rohe Emotionen und ansteckende Live-Präsenz machten Hot Mulligan schnell zu absoluten Szene-Favoriten. Während ihr erstes Album 2018 als Teil eines kleinen Emo-Revivals erschien, zählt das Quintett aus Lansing im US-Bundesstaat Michigan heute zu den wenigen, die ihren Stiefel weiterhin durchziehen und nun die verdienten Lorbeeren ernten. Auch ihre mittlerweile vierte Platte „The Sound A Body Makes When It’s Still“ fügt sich nahtlos in diese Riege ein, begleitet von gewohnt aufwühlenden Texten und dem einen oder anderen cleveren Kunstgriff, der die kreative Evolution vorantreibt.

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The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die – Dreams Of Being Dust

Die Mission, dem epochalen „Illusory Walls“ einen gebührenden Nachfolger zu stiften, darf gut und gerne als gewaltige Herausforderung bezeichnet werden. The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die verzichten darauf, einfach ’nur‘ nachzulegen, und wagen stattdessen etwas. Einerseits ist das US-Sextett politischer denn je unterwegs, andererseits wurde der Härtegrad spürbar nach oben geschraubt, ohne jedoch alles über den sprichwörtlichen Haufen zu werfen. Somit ist „Dreams Of Being Dust“ Neustart, Weiterentwicklung und Zäsur in einem, und das auf verdammt starke Weise.

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The Dirty Nil

The Dirty Nil – The Lash

Seit Jahren sind The Dirty Nil eine sichere Bank für dreckig-hymnischen Rock mit mächtig Energie, Punk-Esprit und gezieltem Blick über den Tellerrand. Aktuell ist das Kern-Duo Luke Bentham (Gesang, Gitarre) und Kyle Fisher (Drums) wieder als solches unterwegs, sprengt die Power-Trio-Formation zum ersten Mal seit den Anfangsjahren, kurz vor dem 20jährigen Jubiläum der Kanadier. Und doch scheint ihnen dieser Fokus auf das personell Wesentliche gut zu bekommen. Binnen zwei Wochen aufgenommen, bringt „The Lash“ einmal mehr sämtliche Qualitäten der Herren aus dem Norden höchst gekonnt auf den Punkt.

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Laura Jane Grace In The Trauma Tropes

Laura Jane Grace In The Trauma Tropes – Adventure Club

Zwei Einladungen nach Griechenland binnen sechs Monaten legen den Grundstein für ein grandioses Album: Laura Jane Grace reiste im Vorjahr wiederholt nach Südeuropa. Erst war sie von der Onassis Foundation eingeladen worden, das etwa 100 Jahre alte Gedicht „Walls“ von Constantine P. Cavafy für eine Kurzdoku zu vertonen, bevor es im Sommer ein Residency-Programm in Athen sein durfte. Gemeinsam mit (Noch?)-Ehefrau Paris Campbell Grace und diversen lokalen Musikern entstanden neue Songs. Und daraus wurde schließlich ein komplettes Album: „Adventure Club“, so der Spitzname für ihre hellenische Freundes- und Musikgruppe, kommt dem Against Me!-Sound so nahe wie lange nicht.

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Red Mess

Red Mess – Hi-Tech Starvation

Berlin. Berlin. Sie fuhren nach Berlin. 2013 im brasilianischen Londrina gegründet, veröffentlichten Red Mess ein Album und mehrere Kleinformate, bevor sie nach Corona eine Europatour spielten und gleich den großen Sprung in die deutsche Hauptstadt wagten. Eine weitere Platte folgte, die Zahl der Konzerte nahm zu, der Sound reifte. Inzwischen haben die Noisolution-Feinschmecker zugeschlagen und gewähren dem fieberhaften wie abgehangenen Sound des Trios eine starke, verdiente Bühne. „Hi-Tech Starvation“ räumt in aller Kürze ab und verpasst den drückenden Wüstenklängen frische Akzente.

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Kombynat Robotron

Kombynat Robotron – AANK

Binnen kürzester Zeit etablierten sich Kombynat Robotron als Geheimtipp für ellenlange, krautig-psychedelische Meditationen rein instrumentaler Art – verklärt, verspielt, getrieben und immer für die eine oder andere Überraschung gut. Die größte Überraschung setzt es aber jetzt: Das Trio aus Kiel kann auch singen. Und songdienlich arbeiten. Mit „AANK“ bricht die Band aus vermeintlichen, wenngleich sehr locker definierten Mustern aus und steuert neue Ufer an. Ob dieser mutige, gerne mal lärmende und auf andere Weise herausfordernde Schritt gelingt?

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Stereophonics

Stereophonics – Make ‚Em Laugh, Make ‚Em Cry, Make ‚Em Wait

Die walisische Maschine läuft weiter und weiter und weiter. In ihrer Heimat zählen die Stereophonics weiterhin zu den größten Bands und konnten kürzlich ihr neuntes Nummer-Eins-Album feiern, von ausverkauften Hallen ganz zu schweigen. Und doch sollte es auf der neuesten Platte, ihrem bereits 13. Studiowerk, etwas anders zur Sache gehen. Kelly Jones und Konsorten wollten sich von jeglichem Ballast befreien und auf das Wesentliche konzentrieren, betont vielfältig aufgestellt und doch nach Möglichkeit ohne unnötiges Beiwerk. „Make ‚Em Laugh, Make ‚Em Cry, Make ‚Em Wait“, der erneute Chartstürmer aus UK, rattert in gerade einmal einer halben Stunde durch.

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Bush

Bush – I Beat Loneliness

Die produktive Hochphase von Bush setzt sich fort. Seit dem Quasi-Comeback „The Sea Of Memories“ 2011 nach zehnjähriger Albumpause erschienen vier weitere Platten sowie eine Werkschau. Gavin Rossdale hatte während der Tour zum 30er bereits eine ordentliche Portion neue Songs geschrieben, die nun auf dem inzwischen zehnten Studioalbum landen. „I Beat Loneliness“ setzt auf die nunmehr vertraute, tried and tested Mischung aus Alternative Rock und (Post-)Grunge, dieses Mal von Texten über den Umgang mit dem eigenen Selbst, mit emotionalem Ballast und einer zerrissenen Welt durchzogen.

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We Are Scientists

We Are Scientists – Qualifying Miles

Heuer steht für We Are Scientists ein großes Jubiläum ins Haus: Ihr erstes Album „With Love And Squalor“ erschien vor 20 Jahren, damals die perfekte Platte zur perfekten Zeit. Mitten im ersten Post-Punk-Revival entwickelten sich Tracks wie „Nobody Move, Nobody Get Hurt“ und „It’s A Hit“ zu modernen Klassikern. Das Kernduo Keith Murray und Chris Cain ist immer noch aktiv und fleißig, wagt musikalisch gerne mal etwas und ist mitterweile in einem beschwingten wie emotional aufgeladenen Spannungsfeld zwischen Indie und Alternative angekommen. Auf ihrem neunten Studioalbum setzt sich das fort: „Qualifying Miles“ entwickelte sich während den Aufnahmen zu einer Abhandlung über Nostalgie, Wehmut und Melancholie, verliert aber keineswegs sein Lächeln.

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