Schlagwort: Garage Rock

The Luka State

The Luka State – Fall In Fall Out

Vier junge Typen aus England retten die Musikwelt – ein Satz, den man in den letzten Jahrzehnten viel zu oft hörte. Tatsächlich ist das nicht der Anspruch von The Luka State – der Name ist eine Hommage an eine besonders lebenslustigen, inspirierenden Typ – es geht einfach nur um gute Gitarrenmusik. Andererseits: Was sonst soll man sich von einer Band erwarten, die sich in einer kleinen Bergbaustadt zwischen Liverpool und Manchester formierte? „Fall In Fall Out“ befasst sich mit zackigen Riffs, großen Post-Britpop-Harmonien und Beobachtungen aus dem Alltag.

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My Little White Rabbit

My Little White Rabbit – Lowest Heights

Anstatt sich vom Lockdown irre machen zu lassen, schrieben My Little White Rabbit ihr zweites Album. Das Hamburger Quintett um Sängerin Rike Pfeiffer ist nie um eine spitze Pointe verlegen und verpackt Feminismus, Kapitalismuskritik und Surrealismus in poppige Garage-Tracks mit gelegentlichen Psychedelic-Ausflügen. Bauchgefühl trifft Message mit einer gewissen Vintage-Note, ist zugleich stets fest im Hier und Jetzt verankert. Was sich unnötig kompliziert liest, lässt sich einfach zusammenfassen: „Lowest Heights“ tritt ordentlich Hinterschinken.

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Billy Zach

Billy Zach – Struggle On

„Shallow“ – ein Begriff, der mit der Musik von Billy Zach nichts zu tun hat, dennoch die perfekte Überschrift für ihr Debütalbum war. Die schrubbende Düsternis ihrer Post Punk-Visionen, gepaart mit Garage-Gitarren und finsteren Wave-Exkursen, erzeugte direkt einen Sturm im Wasserglas. Nun wird nachgelegt, und zwar in besonders ausladender Form. 73 Minuten Musik bäumen sich auf, wenn „Struggle On“ landet. Ist es tatsächlich ein Kampf, mit dieser Unmenge an neuem Material zu Rande zu kommen? Ja, aber eigentlich nein, so die etatmäßig uneindeutige Antwort.

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The Dirty Nil

The Dirty Nil – Fuck Art

Ein Stück Alltag war wohl selten so wichtig und willkommen wie jetzt. Während andere über ein grausames Jahr schreiben, kümmern sich The Dirty Nil um das Drumherum, um Beziehungen, das Älterwerden und typische Ärgernisse, die das Leben so mit sich bringt. Zwischen hektischen Aufnahmen, letzten Flügen nachhause und Quarantäne-Sessions sowie steten Desinfektionen und digitalem Spurenversand entstand ein Rockalbum als Ausflucht aus dem Alltag. „Fuck Art“ eröffnet das Jahr mit einem Donnerhall.

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The Kills

The Kills – Little Bastards

In bald 20 Jahren Bandgeschichte sammelte sich bei The Kills einiges an Material an, auch jenseits der fünf Studioalben. Gerade in den Anfangsjahren wurden unzählige B-Seiten aufgenommen – kleine Rohdiamanten und verborgene Schätze, die dem Perfektionisten Jamie Hince aufgrund ihrer oftmals recht rohen Ausarbeitung die Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Der Rückblick zeigte Hince und Mitstreiterin Alison Mosshart allerdings die eigentliche Schönheit dieser versteckten Perlen. „Little Bastards“ packt nun gleich 20 davon auf eine kurzweilige Compilation.

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The New Madness

The New Madness – After Hours

Vor drei Jahren tauchten The Dead-On aus dem Nichts mit einer kurzweiligen Single auf. Die Band hüllte sich in so manches Mysterium, über die beteiligten Musiker wusste man herzlich wenig. Aufgrund namentlicher Ähnlichkeiten folgte später die Umbenennung in The New Madness und, nach einigen weiteren Kleinformaten, nun das Debütalbum. Hinter dem Namen, so viel ist nun klar, steckt eine international besetzte Truppe um den dänischen Frontmann Bjarke Sørensen. Er ist das Gesicht des bluesigen Garagen-Rock auf „After Hours“.

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The Pink Moon

The Pink Moon – Cosmic Heart Attack

Der geschmackvolle Garagen-Rock von The Pink Moon entlädt sich bevorzugt auf Raten. Prinzipiell halten die Norweger herzlich wenig davon, etwas übers Knie zu brechen, und lassen sich Zeit zwischen den Releases – eine Art Drei-Jahres-Rhythmus konnte sich bei den neuerdings zum Quartett geschrumpften Skandinaviern etablieren. Auf ihre musikalischen Qualität hat das allerdings keine Auswirkungen, im Gegenteil: „Cosmic Heart Attack“ knüpft locker an den unterhaltsamen Vorgänger an.

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Metz

Metz – Atlas Vending

Zeiten wie diese scheinen Metz auf den Leib geschneidert zu sein. Krachende, treibende und unorthodoxe Songs, bohrende Finger in tiefen Wunden und pointierte Texte über Isolation, medial herbeigeführte Paranoia sowie soziale Phobie passen perfekt zur beklemmenden Gegenwart. Tatsächlich zieht das Trio aus Toronto aber einfach nur konsequent seinen Stiefel durch und packt eine weitere Platte zwischen Noise, Punk und Garage aus. „Atlas Vending“ schlägt wild um sich und verbreitet kultivierte Rastlosigkeit.

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The Hawkins

The Hawkins – Silence Is A Bomb

Die vier Musiker hinter The Hawkins müssen Rock’n’Roll mit der Muttermilch aufgesogen haben. Sie stammen aus einer schwedischen Kleinstadt mitten im Wald, wie sie gerne betonen, kennen sich schon ewig und machen seit sieben Jahren gemeinsam Musik. In dieser Zeit sprang ein Album ab, dazu kommen diverse Kleinformate, welche den Bogen von Queen über The Hives bis zu Royal Republic spannen. „Silence Is A Bomb“ packt all das erneut in den rifflastigen Turbomixer.

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Phoxjaw

Phoxjaw – Royal Swan

Wo Phoxjaw hindreschen, wächst kein Gras mehr. Und sonst eigentlich auch nichts, denn seit der vor zwei Jahren veröffentlichen Debüt-EP langt das Quartett mit seinem Mix aus Alternative Rock, Post-Hardcore und Stoner/Alternative Metal ordentlich zu. Ihr erstes Album nahmen sie beinahe komplett in Eigenregie und dem Lagerkoller nahe im walisischen Devil’s Bridge Cottage auf. Sämtliche Instrumente spielten die Briten getrennt voneinander ein, die Gitarrenspuren beispielsweise in einem Wäscheschrank. Klingt komisch, funktioniert aber: „Royal Swan“ erweist sich als Volltreffer.

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