Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Bush – The Sea Of Memories

Skunk Anansie, Stone Temple Pilots und jetzt Bush – die 90er Jahre melden sich wieder zurück. Letztere Post-Grunge-Rocker um Gwen Stefanis Gatten Gavin Rossdale sind für Hits wie „Machinehead“, „Swallowed“ und „Letting The Cables Sleep“ verantwortlich, lösten sich 2002 auf und tauchten größtenteils unter. Einzig Rossdale war mit Institute und seiner Solokarriere einigermaßen im Rampenlicht geblieben. Gemeinsam mit Drummer Robin Goodridge, Stand-in Chris Traynor und Neu-Bassist Corey Britz melden sich die US-Amerikaner nun in Form von „The Sea Of Memories“ zurück, lassen jedoch den Grunge wohl endgültig Grunge sein.

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Arctic Monkeys – Suck It And See

Mit ihrem dritten Album „Humburg“ haben sich die Arctic Monkeys nach zwei Garage Rock-Klassikern keine Freunde gemacht, auch wenn die psychedelischen, beinahe Stoner-artigen Sounds nicht einmal so schlecht gepasst haben. Auf „Suck It And See“ haben sie diesen zwar nicht komplett abgeschworen, aber dafür das Songwriting entsprechend verfeinert. Mit anderen Worten: die Hits sind wieder da. Ein eben solcher ist auch der Titeltrack „Suck It And See“, die bereits dritte Single innerhalb von sechs Monaten. Passend zur Jahreszeit schlagen die vier Briten dieses Mal deutlich ruhigere und nachdenklichere Klänge an.

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Professor Green – At Your Inconvenience

Während Professor Green in seiner britischen Heimat gewaltig abgegangen ist – das Album „Alive Till I’m Dead“ schaffte es auf die #2, die Single „I Need You Tonight“ auf die #3 – wurde er hierzulande weitestgehend übersehen. Das zweite Album „At Your Inconvenience“ erscheint in UK bereits am 31.10., ein Deutschland-Releasedate ist jedoch nicht in Aussicht. Auch erscheint nicht etwa das Mainstream taugliche „Read All About It“ mit Vocals von Emeli Sandé („Heaven“) als erste Single, sondern das ursprünglich nur als Hype-Track angedachte „At Your Inconvenience“ ohne jegliche Promo – und dieses Mal auch ohne bekanntes Sample.

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Young The Giant – Cough Syrup

Einst als reines Metal-Label unterwegs, signt Roadrunner Records seit zwei bis drei Jahren auch verstärkt Rock-Bands und beweist dabei einen Riecher für gute Qualität. Bestes Beispiel dafür sind Young The Giant aus Irvine, Kalifornien. Das US-Trio ist klar im Indie Rock der besonders hymnischen Sorte (man ziehe die frühen Killers mit reduziertem Synthie-Einsatz als ungefähre Referenz heran) beheimatet und hat sich auf dem im April veröffentlichten, schlicht „Young The Giant“ betitelten Debütalbum gleichermaßen sympathisch und hitverdächtig gezeigt. Die zweite Auskopplung „Cough Syrup“ zählt ohne Frage zu den Highlights des Erstlings.

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We Are Augustines – Book Of James

Nach internen Querelen sowie Problemen mit ihrem Label und ihrem Management lösten sich Pela 2009 auf. Sänger / Gitarrist Billy McCarthy und Bassist Eric Sanderson nahmen aus diesem Split eine Fülle an Songs mit, die eigentlich für ein neues Pela-Album gedacht waren, gründeten We Are Augustines und holten Drummer Rob Allen ins Boot. Die Labelsuche lief dieses Mal deutlich vorsichtiger ab, das Debütalbum „Rise Ye Sunken Ships“ wurde bislang nur digital veröffentlicht. ‚Begonnen‘ hat die gemeinsame Reise mit den Arbeiten an „Book Of James“, das nun als erste Single erscheint.

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Collapse Under The Empire – Shoulders & Giants

Ohne Frage zählen Collapse Under The Empire gegenwärtig zu den aktivsten und am härtesten arbeitenden Instrumental- / Post-Rock-Bands des Kontinents. Mit nunmehr zwei Alben und zwei EPs – darunter die Split „Black Moon Empire“ mit den russischen Kollegen Mooncake – innerhalb von 22 Monaten liefert das Hamburger Duo eine Unmenge an Material, noch dazu von feinster Qualität. So auch das neue Werk „Shoulders & Giants“, der erste Teil eines Doppelalbums, das sich mit der menschlichen Existenz, dem Traum von Aussteigen und einem Leben in absoluter Freiheit, aber auch mit Isolation und dem Tod befasst.

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Baby Lou – Fresh Water In A Dirty Glass

Lebt Punk Rock eigentlich noch? Und wenn ja, was ist das überhaupt, dieses klassische, längst in seine Einzelteile zerlegte Genre? Mit dem Sex-Appeal von Pistolen haben Baby Lou nichts zu tun, London scheint das Quartett aus Hamburg und Saarbrücken sowieso nicht zu rufen. Kein Wunder, mit Schnappatmung kommt man nicht so leicht zu recht. Wohl aber das junge Hamburger Label 141records, für die „Fresh Water In A Dirty Glass“ erst der zweite Release ist (nach „Sanguinity“ von Three Chord Society). Dafür aber ein guter, versteht sich.

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KoRn feat. Skrillex & Kill The Noise – Narcissistic Cannibal

Auch 18 Jahre nach Bandgründung sind KoRn immer noch für Überraschungen gut. Feierten sie erst vergangenes Jahr mit „KoRn III – Remember Who You Are“ die Rückkehr zu den brachialen Nu Metal-Sounds ihrer Anfangstage, mischen sie auf ihrem kommenden Album „The Path Of Totality“ klassische Klänge mit Dubstep, Electro House und Drum’n’Bass. Ob das auf Albumlänge funktioniert, wird sich ab den 2. Dezember zeigen. Bereits jetzt ist in Form von „Narcissistic Cannibal“ die bereits zweite Vorabsingle erhältlich, die neben Skrillex – bereits für „Get Up!“ verantwortlich – auch von Kill The Noise produziert wurde.

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Angels & Airwaves – Anxiety

Während sich blink-182 mit ihrem Comeback-Album „Neighborhoods“ erfolgreich zurückgemeldet haben – Platz 6 in den deutschen Album-Charts – treibt Tom DeLonge längst die nächste Veröffentlichung seines ‚Nebenprojekts‘ Angels & Airwaves voran. Am 11. November erscheint „Love: Album Parts One & Two“, ein Doppelalbum (Teil eins wurde am Valentinstag 2010 gratis veröffentlicht) zum Preis einer normalen CD, das gleichzeitig auch den dazugehörigen, in Eigenregie konzipierten Film „Love“ begleitet. Wie Angels & Airwaves fünf Jahre nach ihrem Top-20-Debüt „We Don’t Need To Whisper“ klingen, demonstriert die Vorabsingle „Anxiety“ auf gewohnt eindrucksvolle Art und Weise.

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M83 – Hurry Up, We’re Dreaming

Seit mittlerweile zehn Jahren verzaubert der Franzose Anthony Gonzalez als M83 mit seiner Electro- / Dream-Pop-Melange Musikfans und Musiker gleichermaßen. So betourte er sein letztes Album „Saturdays = Youth“ (2008) unter anderem im Vorprogramm der Killers, Kings Of Leon und Depeche Mode, dazu hat er sich einen Namen als Remixer für Daft Punk, Bloc Party und Placebo gemacht. Eine neue Dimension erreicht sein Arbeitseifer jedoch nun mit „Hurry Up, We’re Dreaming“, einem Doppelalbum, inspiriert durch ähnlich ausgelegte Werke wie das weiße Album der Beatles oder „Mellon Collie And The Infinite Sadness“ von den Smashing Pumpkins. Ob sich Gonzalez da nicht zu viel zugemutet hat?

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