Schlagwort: Indie Pop

Canty

Canty – Dim Binge

Vor etwas über einem Jahr änderte sich das Leben von Canty grundlegend. Plötzlich fühlten sich die Beine des Multitalents aus East London taub an. Die Diagnose lautete auf ‚Multiple Sklerose‘, und doch kein Grund, langsamer zu machen. Nach mehreren Songs und Kleinformaten steht nun ein erstes Mixtapes in den Startlöchern, das Altes mit Neuem vermengt, offensiv mit der neuen, eigenen Realität umgeht, aber auch früheste Erinnerungen interpretiert. „Dim Binge“ entstand in einem ‚epischen Anfall von Kreativität‘, wie Canty es nennt, begleitet von einem Buch mit eigenen Designs und Zeichnungen.

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C Duncan

C Duncan – It’s Only A Love Song

Als alter Romantiker war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis C Duncan dieses Album aufnehmen würde. Der schottische Singer/Songwriter und Multi-Instrumentalist spielt seit jeher liebend gerne mit Arrangierungen und Streichereinsatz, ließ diesen auf den vier bisherigen Platten bewusst viel Raum zur freien Entfaltung. Dieses Mal schärft der klassisch ausgebildete Musiker seinen Blick jedoch und konzentrierte sich auf dichte Texturen voller Herz und Retro-Appeal. „It’s Only A Love Song“ bezieht sich auf Duncans eigene romantische Erfahrungen, nicht zuletzt von der kürzlichen Hochzeit mit seinem Langzeitpartner inspiriert, wie auch auf Verlust und Herzschmerz.

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AWKWARD i

AWKWARD i – Unalaska

Pläne für ein neues Album von AWKWARD i hatte Djurre De Haan schon lange. Dass es letztlich fast sieben Jahre dauern sollte, ist, wie so oft, verschiedenen äußeren Umständen geschuldet. Unter anderem galt es zuletzt vor allem, eine Fülle an Auftrags- und Soundtrackarbeiten für Theater- und Filmproduktionen abzuarbeiten. Dennoch gab es stets eine gewisse Sehnsucht, sich einen Freiraum, einen anderen kreativen Ort zu schaffen, um zu den musikalischen Wurzeln zurückzukehren. Im eigenen Studio aufgenommen, widmet sich „Unalaska“ der De Haan’schen DNA und betont eine gewisse, nach wie vor schillernde und sympathisch bunte Idylle.

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School Of X

School Of X – Seventh Heaven

Sehr plötzlich und unvermittelt fand sich Rasmus Littauer in einer kreativen Sackgasse wieder. Nach zwei spannenden Alben wollte er musikalische Wiederholungen vermeiden, verwarf das bisherige Material und beschloss, sein School Of X-Team zu erweitern. Unter anderem holte sich der Däne dieses Mal bewusst produzierende Hilfe von außen, zudem ließ er sich im Studio von einer neuen Band begleiten, die das Live-Feeling einfangen sollte. „Seventh Heaven“ möchte sich hingegen mit dem Zustand des reinen Glücks befassen, ob dieser überhaupt möglich ist und wie man diesen erreichen kann.

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Market

Market – Well I Asked You A Question

Songwriter, Produzent und Multi-Instrumentalist Nate Mendelsohn hält von Stillstand herzlich wenig. Zuletzt arbeitete er unter anderem für und mit Sam Evian, Vagabon und JW Francis, hat aber ebenso einen eigenen Solo-Schauplatz mit Band am Start. Als Market realisiert er verschiedenste Ideen, meist irgendwo zwischen Folk, Dream-Pop und etwas Singer/Songwriter angesiedelt. Für den Nachfolger von „The Constant Brutal Bullshit Gong“ wurden einfach bisher eingesetzte Klänge betont erweitert und in neue Richtungen gedrängt, ohne auch nur annähernd mit dem eigenen Schaffen zu brechen. Entsprechend groß und doch intim zeigt sich „Well I Asked You A Question“.

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Blaudzun

Blaudzun – Latter Days

Der überaus fleißige Johannes Sigmond aka Blaudzun, benannt nach einem dänischen Rennradfahrer, meldet sich mit seinem siebten Studioalbum binnen 16 Jahren zurück. Seit einer gefühlten Ewigkeit ist der Niederländer gerade in seiner Heimat Garant für kleine Radiohits und charmante Pop-Perlen mit Indie-Touch, die hierzulande ein etwas unverdientes Randdasein fristen. Ob sich das nun endlich ändern kann? Zumindest rein musikalisch stehen alle Türen offen: „Latter Days“ bringt Frische und Offenheit in die Suche nach Sinn und Veränderung ein, in der sich der Protagonist mit Isolation und Frustration konfrontiert sind.

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Efterklang

Efterklang – Things We Have In Common

Obwohl sie seit über einem Jahrzehnt im Kern ein Trio bleiben, lieben Efterklang ihre Gäste und Mitstreiter, ihre Einflüsse von außen, die den verträumten und zugleich lebhaften Sound der Dänen bereichern. Eine dieser Personen ist Rune Mølgaard, selbst lange Jahre Teil der Band, bis zu seinem Ausstieg 2007 fixes Mitglied und seither Teilzeit dabei. Er schrieb gleich an sieben der neun neuen Songs mit und vertonte unter anderem seine Glaubenskrise, die letztlich 2022 zum Ausstieg aus der Mormonenkirche führte. Entsprechend spirituell, umkämpft und zugleich voller Leben zeigt sich das nunmehr siebte Studioalbum „Things We Have In Common“, das die Musiker enger zusammenrücken lässt.

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Asger Techau

Asger Techau – Candour

Während die kurze, letztlich leicht verzögerte Live-Reunion von Kashmir leider schon wieder vorüber ist, widmet sich Asger Techau einmal mehr seinem Solo-Schauplatz. Hier orientiert er sich teilweise am kunstvollen Sound seiner Hauptband, poppig bis anspruchsvoll arrangiert, schreckt aber ebenso wenig vor Singer/Songwriter-Klängen zurück und schafft damit eine hochgradig spannende Mixtur. Zwei Jahre nach „Levels“ meldet sich der Däne nun mit „Candour“ zurück und schlägt die Brücke zwischen ausladender bis semi-orchestraler Instrumentierung und intimen, emotionalen Momenten.

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86TVs

86TVs – 86TVs

Kaum hatten sich die sträflich unterbewerteten The Maccabees 2017 aufgelöst, fanden sich Felix und Hugo White, Gitarristen und Gründungsmitglieder, gemeinsam mit ihrem ehemals mitwirkenden Bruder Will im Studio im Proberaum, um an neuer Musik zu arbeiten. Mit dem Einstieg des überaus umtriebigen Stereophonics-Drummers Jamie Morrison wurde das fehlende Puzzleteil gefunden. Was zunächst noch als instrumentaler Soundtrack gedacht war, nahm schnell konkrete Formen an. 86TVs arbeiteten stolze fünf Jahre an ihre Musik, bevor sie mit einer ersten EP an die Öffentlichkeit traten. Wenige Monate landet mit „86TVs“ sogar ein komplettes Album.

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Personal Trainer

Personal Trainer – Still Willing

Irgendwo zwischen wildem Einzelkämpfer, verwegenem Produzenten- und Songwriter-Duo sowie einer gerne mal rotierenden Live-Band machen es sich Personal Trainer bequem. Das Projekt von Willem Smit, der im Studio vorwiegend mit Casper van der Lans zusammenarbeitet, entstand ursprünglich aus abgedrehten Bühnenshows, die eine Art Free for All darstellten. Exakt das äußert sich auch im Sound der Niederländer (des Niederländers?), die sich in unterschiedlichen Indie-Welten mit Schwerpunkt auf Pop, Rock, Electronica und Psychedelia austoben. „Still Willing“, das nunmehr zweite Album, gibt sich ähnlich durchgeknallt – im besten Sinne, versteht sich.

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