Schlagwort: Indie Pop/Rock

Thees Uhlmann & Band

Thees Uhlmann & Band – 100.000 Songs Live in Hamburg

Die große Album-Rückkehr vor gut drei Jahren fiel mit „Junkies und Scientologen“ mächtig aus, die dazugehörige Tour musste jedoch jäh unterbrochen werden: Thees Uhlmann hatte sich das bestimmt anders vorgestellt und spielte, sobald es ging, erste Gigs in kleiner, später wieder in kompletter Besetzung. Letzteres wurde umfassend als Doppel-CD und Dreifach-Vinyl dokumentiert, geschmückt mit alten und ganz alten Songs. „100.000 Songs Live in Hamburg“ ist ein Triumphzug mit einem bestens aufgelegten Storyteller und einer nicht minder bestechend starken Band.

Weiterlesen
Jamie Lenman

Jamie Lenman – The Atheist

Ob mit Reuben oder solo, Jamie Lenman kennt man eher als Mann fürs Grobe, der zwar im Rock zuhause ist, der aber auch vor rasender Post-Hardcore-Explosivität keinesfalls zurückschreckt. Dabei schrieb er eigentlich immer schon, seit über zwei Jahrzehnten, deutlich ruhigere und melodischere Songs, die jedoch nie auf ein Album passten. Bis jetzt, denn nun bündelt der Brite seine hymnischen bis intimen Tracks über Religion, Beziehungen und Sozialwissenschaften auf einer Platte. „The Atheist“ schlägt ein neues Kapitel auf und zeigt den Veteranen so zugänglich, so eingängig wie nie zuvor.

Weiterlesen
Turnover

Turnover – Myself In The Way

Bis vor nicht allzu langer Zeit spielten Turnover im Schnitt 200 Konzerte pro Jahr. Damit war jedoch Anfang 2020 Schluss, und plötzlich änderte sich der Alltag der vier Musiker, die ihre Umgebung bewusster wahrnahmen, sich neuen Berufen und Berufungen widmeten. Nebenbei arbeitete man 18 Monate lang an einem Nachfolger für „Altogether“, ließ sich alle Zeit der Welt und versuchte stets das Positive in erzwungenen Veränderungen zu sehen. „Myself In The Way“ ist Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung zu gleichen Teilen, nach wie vor unfassbar smooth und charmant, aber auch etwas weltoffener.

Weiterlesen
Turin Brakes

Turin Brakes – Wide-Eyed Nowhere

Nach einer kleinen Kunstpause melden sich die ewigen Turin Brakes zurück. Ruhig war es in den viereinhalb Jahren seit „Invisible Storm“ keineswegs; man tourte bei jeder Gelegenheit, darunter im vergangenen Jahr ein paar Gigs zum 20jährigen ihres Erstlings, und schrieb zudem neues Material. Dabei überraschte sich das britische Quartett nach eigenen Angaben selbst, da man selbst unter widrigsten Umständen eine gewisse bittere Süße beibehalten konnte. Man lud sich Freunde in Studio ein, ab und an singen Kinder mit, die Natur ist zu hören, und doch bleibt eine gewisse Verzweiflung über innere und äußere Umstände omnipräsent. Das zeigt sich auch im Titel des nunmehr neunten Studioalbums: „Wide-Eyed Nowhere“.

Weiterlesen
Pale Blue Eyes

Pale Blue Eyes – Souvenirs

Die zeitlose Schleife als Magie des eingängigen Seins: Pale Blue Eyes bewegen sich grundsätzlich in Indie Pop/Rock-Gefilden, haben mit den Erwartungen an dieses Genre jedoch herzlich wenig zu tun. Das britische Trio um das Ehepaar Lucy (Schlagzeug, Elektronik) und Matt Board (Gesang, Gitarre) sowie Bassist Aubrey Simpson schätzt epische Gemütlichkeit und taucht mit tiefenentspanntem Elan in psychedelische, synthetische, zuweilen sogar leicht krautige Gefilde ein. Seit ihrer ersten Single im vergangenen Jahr folgt ihnen verdiente Aufmerksamkeit, nun landet das erste Album „Souvenirs“.

Weiterlesen
Spielbergs

Spielbergs – Vestli

Mit drei hochkarätigen Releases binnen 18 Monaten spielten sich Spielbergs frei und debütierten höchst eindrucksvoll. Und doch singen die Norweger nun plötzlich vom Gefühl des Gefangenseins, was zu ihrem gerne lärmenden Alternative-Sound mit Punk- und Emo-Einschlägen auf den ersten Blick nicht so recht zu passen scheint. Laut Sänger und Gitarrist Mads Baklien geht es darum, im eigenen Kopf, in den eigenen Gedankenwellen gefangen zu sein, von Bedauern, Sorgen und Ängsten zerfressen, regelrecht lahmgelegt zu werden. „Vestli“ ist der Titel des zweiten Albums und zugleich jener Vorort Oslos, in dem Baklien und Bassist Stian Brennskag aufwuchsen. Das Credo: Selbst wenn man Vestli verlassen kann, verlässt einen Vestli nie.

Weiterlesen
Kiwi Jr.

Kiwi Jr. – Chopper

Ein weiteres Mal springen Kiwi Jr. in den Pool des verwaschenen, semi-melancholischen Pop-Daseins. Die eingängigen Sensibilitäten der Kanadier treffen auf kantigen Indie Rock und dicken Retro-Lack, so verschmitzt und bunt wie seltsam und befremdlich. Auf „Cooler Returns“, eine wunderbare Reise durch Raum, Zeit und Radiohits, folgt nun „Chopper“, das mit Nachdruck, mit Ecken und Kanten abheben will. Schräge Geschichten und beklemmende Charaktere treffen auf mächtige Harmonien in einer neuen und doch so vertrauten, altbackenen Zeitrechnung.

Weiterlesen
Acua

Acua – Is There More Past Or More Future

Ist heute schon morgen oder noch gestern? Die implizierte Fragen aller Fragen breitet sich bei Acua aus. Vor der Pandemie konnte das Kölner Trio mit seinem ersten Album sogar in Kanada und Japan touren, seither wurde der psychedelische, eingängige Sound konzentriert weiterentwickelt. „Is There More Past Or More Future“ verliert sich zwischen Retro und Zukunft, begleitet von etwas Schwermut und der steten Suche nach Antworten, die noch nicht existieren bzw. nie existieren werden. Und all das in einem Meer der Ohrwürmer.

Weiterlesen
beabadoobee

beabadoobee – Beatopia

Im Herbst 2020 ging beabadoobee verdientermaßen durch die Decke. Nach mehreren starken Songs und Kleinformaten war das erste Album „Fake It Flowers“ ein überaus sympathischer Indie-Leckerbissen, so schillernd wie vielschichtig. Auf diesen Lorbeeren will sich Bea Kristi aber keinesfalls ausruhen und lädt stattdessen in eine Fantasiewelt ein, die sie als 7jährige erschuf. „Beatopia“ präsentiert sich kunterbunt und doch sehr persönlich, und bemüht sich musikalisch um ähnliche Vielfalt, die gerne mal neue Ufer erschließt.

Weiterlesen
Laundromat Chicks

Laundromat Chicks – Trouble

Mit 16 verbrachte Tobias Hammermüller einen Sommer fast ganz alleine in Wien und schrieb erste Songs, während er in einem Sommerkino jobbte. Seine Lieblingsfilme fanden Einzug in die Texte, die Musik spielt mit den Jangle- und Post-Punk-Klassikern sowie neuerem Indie Rock. Mittlerweile ist der Sänger und Songwriter 18, hat Laundromat Chicks zur Band gemacht und präsentiert ein weiteres Minialbum. „Trouble“ widmet sich vermehrt wahren Begebenheiten und kleidet weiterhin traurige Lieder in deutlich lebhaftere Arrangements.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?