Schlagwort: Indie Rock

Beans On Toast

Beans On Toast – Survival Of The Friendliest

Das jährliche Geburtstagsalbum von Jay McAllister ist immer wieder in Grund zur Freude. 2020, zum 40er, feierte er gleich doppelt mit einer nostalgischen Bandplatte und einer Pandemie-Folkplatte. Nun geht es darum, den Käse hinter sich zu lassen und etwas Hoffnung, etwas Frohsinn, sogar etwas Euphorie anzustimmen. „Survival Of The Friendliest“ widmet sich den schönen Dingen im Leben, zelebriert die Kleinigkeiten, die warmherzigen Momente, die Aussicht auf bessere Zeiten. Ob es dafür zu früh ist oder nicht: Eine Portion Optimismus legt sich momentan wie Balsam auf geschundene Seelen.

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Geese

Geese – Projector

New York will den Post-Punk-Thron zurück, auf dem sich einst Interpol in Schale warfen. Eine blutjunge Band soll es richten, die überaus gehypten Geese. Die fünf Noch-Teenager genießen bereits einiges an Hype, und der ist mehr als nur verdient. Sie brauchten nur eine Handvoll Songs, um von allerlei Labels unworben zu werden. Gelandet sind sie beim britischen Edel-Indie Partisan Records, wo unter anderem Idles und Fontaines D.C. loslegten. „Projector“ zeigt eine Band, die gut 40 Minuten lang ihre Identität sucht und daran große Begeisterung findet.

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Tristesse

Tristesse – Im schwächsten Licht

Vor zwei Jahren trafen sich fünf Berliner Jungs in einer lokalen Kneipe und diskutierten Pläne für eine gemeinsame musikalische Zukunft. Mit ihren ersten Tracks sorgten Tristesse für Aufmerksamkeit – eine aufwühlende Mischung aus Indie, Shoegaze, Alternative, Grunge und Dream-Pop, die hinter fast schon euphorischem Sound durchaus ernste Themen verpackt. „Im schwächsten Licht“ ist ihre erste EP und bemüht dicke Klangteppiche auf der Suche nach der eigenen Identität.

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Oasis

Oasis – Knebworth 1996

Mitte der 90er ging der kometenhafte Stern von Oasis auf. Gemeinsam mit Blur wurden sie zu den Gesichtern des Britpop, kurz darauf erfasste die Cool-Britannia-Welle die Welt. Mittendrin fanden zwei ikonische Gigs statt, die auch ein Vierteljahrhundert später noch nachhallen: Knebworth Park in Hertfordshire am 10. und 11. August 1996. Über eine Viertelmillion Fans sahen die Gallagher-Brüder und Konsorten an diesen beiden Nächten. Passend zum Dokumentarfilm über das monumentale Ereignis erscheint nun „Knebworth 1996“, das begleitende Live-Album, natürlich auch als Bewegtbild-Format erhältlich.

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Courtney Barnett

Courtney Barnett – Things Take Time, Take Time

Nach dem Ende der letzten Tour zu „Tell Me How You Really Feel“ schrieb Courtney Barnett eine Zeit lang nur wütende Songs. Sie war sauer, mit sich selbst nicht im Reinen, musste sich erst wieder durch ein paar Solo-Shows freispielen. Plötzlich kam die positive Energie zurück, auch in der langen Periode des Alleinseins in den eigenen vier Wänden, und legte den Grundstein für eine deutlich offenere Platte. „Things Take Time, Take Time“ bemüht sich um noch mehr Ehrlichkeit und entfernt sich zugleich musikalisch vom Vorgänger, zurück zu den lockeren Strukturen ihrer ersten Alben.

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Palila

Palila – Rock’n’Roll Sadness

Zwei erdige EPs voller kompetenter Gitarrenmusik zwischen 90s-Retro-Charme, post-modernem Nostalgiegefühl und kerniger DIY-Attitüde katapultierten Palila in den letzten beiden Jahren direkt in den verdienten Fokus. Das Hamburger Trio mag es vergleichsweise schlicht, direkt und schnörkellos, aber auch eine Spur schroff und ungeschliffen, wie sich das nun mal für echte Rohdiamanten gehört. Solche gab es auf den beiden Kleinformaten zuhauf, nun folgt die Kür auf Albumlänge. Mit dem treffend betitelten „Rock’n’Roll Sadness“ werden sämtliche Erwartungen vollends erfüllt. And then some.

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Skinny Lister

Skinny Lister – A Matter Of Life & Love

Gemeinsam ist man stärker, das ist nach den letzten eineinhalb Jahren klarer denn je. Skinny Lister besannen sich schon immer auf ihre Beobachtungen aus dem Alltag, ihre Lieder über die bzw. von der Straße, von Solidarity, Spaß und beseelter Euphorie. Und so braucht es nun eine Platte, die Energie spendet, die Bock auf bessere Zeiten macht und alles vereint, was das Sextett zum Kultact reifen ließ. Das mittlerweile fünfte Album „A Matter Of Life & Love“ orientiert sich an den Anfangstagen zwischen Folk und Shanty, und setzt zugleich die Evolution zwischen Indie Pop, Ska und Folk Punk gekonnt fort.

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OGMH

OGMH – Die Or Die

Die Schweizer Reise in Richtung idealer Sound hat sich ein wenig verfinstert. Einst begannen OGMH – der Name ist auf das Ocean Grove Memorial Home in New Jersey zurückzuführen – im Garage-Rock-Sektor, mittlerweile dominieren New Wave, Gothic Rock, Post Punk und Melancholie das Geschehen. Panik und Hilflosigkeit kleiden die Welt in Gewandungen purer Enttäuschung, weil … warum auch nicht? Eine gewisse Aussichtslosigkeit steckt auch im Titel ihrer neuen EP. „Die Or Die“ lässt keine Alternative und gestaltet den Weg gen Untergang gar bezaubernd.

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The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die – Illusory Walls

Ein großartiger Bandname alleine ist noch kein Garant für großartige Musik. Das wissen auch The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die, die wortreich auffallen, dahinter mit kompositorischer Cleverness auftrumpfen. Für den Nachfolger von „Always Foreign“ hatte das Quintett aus Willimantic im US-Bundesstaat Connecticut ausnahmsweise mehr als genug Zeit, schrieb und nahm distanziert an zwei Orten über ein Jahr verteilt auf. Das bekommt dem anspruchsvollen Sound – Indie, Post Rock, Emo und Art-Anleihen kollidieren mit bis zu drei verschiedenen Stimmen – richtig gut. Inspiration fand „Illusory Walls“ im modernen Action-RPG-Klassiker „Dark Souls“. Eine reine Videospiel-Platte sollte man deswegen aber keinesfalls erwarten.

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JOHN

JOHN – Nocturnal Manoeuvres

Ein kryptischer, unsuchbarer Bandname legt den Fokus auf Musik und Kreativität: Das Duo JOHN heißt nicht nur aufgrund der Vornamen der beiden Musiker (John Newton und Johnny Healey) so, sondern versucht damit das eigentliche Spiel, das Momentum des gemeinsamen Erschaffens neuer Ideen in den Mittelpunkt zu rücken. Falls das nicht reicht, nennen sie sich auch JOHN (TIMESTWO), um es den Suchmaschinen einfacher zu machen. Wie dem auch sei, „Noctural Manoeuvres“ ist bereits das dritte Album der Londoner, das sich abermals durch brachiale Lautstärke, komplexe Strukturen und anspruchsvolle Lyrics auszeichnet.

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