Schlagwort: Post-Hardcore

Shevils

Shevils – Miracle Of The Sun

Ruhepausen werden überbewertet. Zumindest im Studio ließen sich Shevils zuletzt kaum blicken. Das norwegische Quartett veröffentlichte zwischen 2011 und 2015 gleich drei Alben, dann war erst einmal das Tempo raus. Vergangenen Sommer schloss die Post-Hardcore-Band endlich die Aufnahmen zu einem Nachfolger ab, nach diversen Einheizern im Single-Format, die in der Heimat bereits durch die Radio- und Streaming-Decke gingen, steht nun der neue Longplayer „Miracle Of The Sun“ in den Startlöchern. Und der zeigt Shevils in Bestform, als wären sie nie weg gewesen.

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LÜT

LÜT – Mersmak

Über LÜT gehen und zehn großartige Songs einziehen, so funktioniert Rock-Monopoly im Jahr 2021. Hinter dem komischen Namen mit Umlaut steckt ein norwegisches Quintett, das in der Heimat bereits für diverse Musik- und Newcomer-Preise nominiert war. Mit dem zweiten Album soll nun auch der Rest Europas erobert werden. „Mersmak“ bringt die verschiedenen Einflüsse der Band – Punk, Garage Rock und sogar ein wenig Post-Hardcore – auf einen gemeinsamen Nenner und stellt zudem einen ungewöhnlichen Sänger vor.

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Sperling

Sperling – Zweifel

Die Band gibt es bereits seit einigen Jahren, der neue und aktuelle Name folgte allerdings erst im Mai: Sperling aus dem Hunsrück signalisierten mit der Umbenennung einen Neustart auf allen Ebenen, und der schlägt sich vor allem musikalisch nieder: Rock, Post-Hardcore und Rap gehen eine emotionale, spannungsgeladene Symbiose ein, die seit der ersten Single Vergleiche mit Casper und Fjørt aufs Tableau brachte. Warum das wie Arsch auf Eimer passt, und warum das Quintett trotzdem sein eigenes Ding durchzieht, zeigt das Debütalbum „Zweifel“ sehr eindrucksvoll.

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Refused

Refused – The Malignant Fire

13 Monate nach dem Release ihres aktuellen Albums „War Music“ sind Refused schon wieder da. Eigentlich wollten die Schweden den Großteil des Jahres auf den Bühnen dieser Welt verbringen, was aus bekannten Gründen nicht klappte. Vor einer solchen Tour sollte zudem eine brandneue EP erscheinen. Das funktioniert allerdings auch ohne Live-Aktivitäten: „The Malignant Fire“ setzt mit fünf neuen Tracks den auf „War Music“ eingeschlagenen Weg souverän und kurzweilig fort.

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The Casket Lottery

The Casket Lottery – Short Songs For End Times

Lange Pausen werden überbewertet, denn The Casket Lottery machen einfach weiter, wo sie vor acht Jahren aufhörten. Nach dem Release von „Real Fear“ zog sich die US-Band langsam, aber sicher zurück. Der Vinyl-Re-Release ihrer ersten drei Alben im Jahr 2017 entfachte das Feuer erneut, man ging wieder auf Tour und hatte plötzlich Bock auf Musik. Gitarrist und Sänger Nathan Ellis schrieb „Short Songs For End Times“ mit der Live-Situation im Hinterkopf. Eine große Gitarrenplatte sollte es werden, und genau das ist den Veteranen gut 20 Jahre nach ihrem Debüt tatsächlich gelungen.

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Forkupines

Forkupines – Islands

Klingt wie ein Kleintier mit Gabeln am Rücken, macht aber prima Musik: Forkupines könnten findigen Alternative-Rock-Hörern bereits ein Begriff sein. Das Trio aus Braunschweig veröffentlichte bereits ein starkes Album und diverse Kleinformate, zudem mehrere Songs zwischendurch. Einige davon ergeben nun eine neue Platte – ein Albumzyklus von beinahe einem Jahr ist das Ergebnis. „Islands“ ist aber beileibe keine Compilation, sondern ein in sich geschlossenes Werk über Depressionen, Einsamkeit und Zukunftsangst. In anderen Worten: der perfekte Soundtrack für das Hier und Jetzt, obwohl das Gros des Materials vorher geschrieben wurde. Alle Klarheiten beseitigt?

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King Mothership

King Mothership – The Ritual

Zwischen den ersten beiden Alben seiner Hauptband Periphery begann Sänger Spencer Sotelo still und heimlich mit den Arbeiten an einem Soloprojekt. Sotelo veröffentlichte ein paar Demos über Soundcloud, bevor er keinen Bock mehr auf die eingeschlagene Richtung hatte und die Songs ins Archiv packte. Immer wieder von Fans darauf angesprochen, grub er die Sessions vor ein paar Jahren erneut aus und entschloss sich, das King Mothership getaufte Soloprojekt zu komplettieren und neu abzumischen. Neun Jahre nach der ersten geschriebenen Note landet „The Ritual“ nun endlich.

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Jamie Lenman

Jamie Lenman – King Of Clubs

Hat da jemand ‚Trilogie‘ gesagt? Eine solche beschließt Jamie Lenman aktuell, obwohl entsprechende Pläne erst jetzt bekannt werden. Das Überalbum „Devolver“ und die experimentelle Cover-Platte „Shuffle“ erschienen nämlich ohne einen solchen Überbau. Nun liefert Lenman also das, wie er es nennt, Abschiedskapitel einer besonders kreativen und unterhaltsamen Zusammenarbeit mit Space, der unter anderem bereits für Idles und Black Futures produzierte. Das wütende und politische „King Of Clubs“ präsentiert sich bewusst als Minialbum, da der Musiker kein komplettes Album in diesem verstärkt an sein altes Betätigungsfeld Reuben erinnernden Stil hätte durchdrücken können.

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KID DAD

KID DAD – In A Box

Das ewige Gedankenexperiment um Schrödingers Katze – lebt sie noch oder rastet sie bloß ihre Augen? – beschäftigt nach wie vor und dient als vielfältiger Quell der Inspiration. KID DAD vertonen das Paradoxon auf Albumlänge, für ein Debüt gleichermaßen mutig wie faszinierend. Das Paderborner Quartett, ursprünglich als Grunge-Band gestartet, ist mittlerweile in den verschiedensten Alternative- und Rock-Gefilden verhaftet und lässt eine Pluralität packender wie abwechslungsreicher Einflüsse von Punk über Prog bis Post-Hardcore zu. „In A Box“ versucht aus der Katzenschachtel auszubrechen.

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Phoxjaw

Phoxjaw – Royal Swan

Wo Phoxjaw hindreschen, wächst kein Gras mehr. Und sonst eigentlich auch nichts, denn seit der vor zwei Jahren veröffentlichen Debüt-EP langt das Quartett mit seinem Mix aus Alternative Rock, Post-Hardcore und Stoner/Alternative Metal ordentlich zu. Ihr erstes Album nahmen sie beinahe komplett in Eigenregie und dem Lagerkoller nahe im walisischen Devil’s Bridge Cottage auf. Sämtliche Instrumente spielten die Briten getrennt voneinander ein, die Gitarrenspuren beispielsweise in einem Wäscheschrank. Klingt komisch, funktioniert aber: „Royal Swan“ erweist sich als Volltreffer.

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