Schlagwort: Rock

ZZ Top – The Complete Studio Albums 1970-1990 (Teil 1)

Ob als gestandene Rock’n’Roll-Band, Blues-Liebhaber, Stoner-Vorboten oder 80s-Granden – der Ruf des texanischen Trios ZZ Top wuchs mit den Jahren. Hinter zwei mächtigen Bärten und einem Beard versteckt sich unheimlich viel Geschichte, die nun aufgearbeitet wird. „The Complete Studio Albums 1970-1990“ präsentiert die ersten zehn Alben des Trios in einer stabilen Clamshell-Box zum günstigen Preis (ca. 30 Euro), komplett mit Pappschubern, die dem jeweiligen Original-Artwork entsprechen und entsprechend im Fall von „Tres Hombres“ und „Tejas“ gar mit Klappcovern ausgestattet wurden. Noch schöner: Man verzichtete auf die kontroversen, blutleeren 80s-Mixes und rekonstrurierte die Original-Audio-Tape-Versionen; „ZZ Top’s First Album“, „Rio Grande Mud“ und „Tejas“ sind sogar erstmals in dieser Form erhältlich. Im ersten von zwei Teilen werden die Ursprungsjahre der Texaner beleuchtet.

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Sound City – Real To Reel

Im vergangenen Jahr kaufte Dave Grohl das Neve 8028-Mischpult der Sound City Studios, ein Prunkstück analogen Studio-Equipments, auf dem unter anderem Neil Young, Fleetwood Mac, Metallica, Guns N‘ Roses, Rage Against The Machine, Slipknot, Nine Inch Nails und viele mehr aufnahmen. Grohl selbst spielte in besagten Studios das legendäre Nirvana-Album „Nevermind“ ein und beschloss, der Geschichte dieser legendären Institution auf den Grund zu gehen. Ergebnis ist sein Regie-Debüt „Sound City“, mit guten Kritiken überhäuft. Für den dazugehörigen Soundtrack jammte Grohl mit diversen Musikern, die eine Verbindung zu den Studios haben, wodurch es zu spannenden und durchaus ungewöhnlichen Kollaborationen kam.

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David Bowie – The Stars (Are Out Tonight)

An seinem 66. Geburtstag, dem 8. Januar 2013, brach David Bowie das Schweigen und kündigte „The Next Day“, sein erstes Album seit zehn Jahren (das 24. insgesamt) an, begleitet von der Single „Where Are We Now?“, die erstmals seit zwei Dekaden die Top 10 in Großbritannien erreichte. Auch in Deutschland reichte es für die höchste Chartposition seit „Jump They Say“ 1993. Bevor besagte neue Platte am 8. März erscheint, schickt der Altmeister eine weitere Auskopplung voraus: „The Stars (Are Out Tonight)“.

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A Life Divided – The Last Dance

Mal ausreißen, einfach verschwinden oder die Flucht nach Vorne antreten. Für Letzteres haben sich die Elektro-Rocker von A Life Divided entschieden. Denn da, wo die Sehnsucht des Entkommens für sie am größten ist, beginnt „The Last Dance“, der ersten Auskopplung vom „Passenger“-Nachfolger „The Great Escape“. Neben der persönlichen Nähe zu Eisbrecher haut man musikalische in die Kerbe zwischen dem wuchtigen Sound von Oomph! und dem gotisch-düsteren Lacrimas Profunderes.

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Led Zeppelin – Celebration Day

Für und gegen das Vergessen: Am 10. Dezember 2007 fand das Ahmet Ertegun Tribute Concert zu Ehren des verstorbenen Atlantic Records-Gründers und Led Zeppelin-Förderers Ahmet Ertegün in der Londoner O2-Arena statt. Unbestrittenes Highlight des Abends: Led Zeppelin, die sämtliche Mini-Reunions der vergangenen zwei Dekaden (darunter die nach Angaben der Band furchtbaren „Live Aid“- und „Atlantic Records 40th Anniversary“-Auftritte) vergessen machen sollten. Mehr noch, erstmals seit dem Tod von Schlagzeuger John Bonham 1980 wollte man ein komplettes Konzert spielen – mit dessen Sohn Jason an den Drums. Der Gig sollte ein voller Erfolg werden und erscheint nun, fast fünf Jahre später, unter dem Titel „Celebration Day“ auf CD, DVD und Blu-ray.

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Die Ärzte – Ist das noch Punkrock?

Fans des subtilen Humors aufgepasst: Die beste Band der Welt schlägt wieder zu! Dass Die Ärzte nicht erst seit ihrer Nr. 1-Single „Ein Schwein namens Männer“ aus dem Jahr 1998 mit zotigen Songtexten für Lacher sorgen, gilt als gemeinhin bekannt. Ob „3-Tage-Bart“, „Manchmal haben Frauen…“ oder gesellschaftskritische Titel wie „Deine Schuld“ und „Die klügsten Männer der Welt“; kaum eine Band versteht es, ihre Lyrics derart geschickt zu platzieren. Auf ihrem zwölften Studioalbum „auch“ widmen sich Bela, Farin und Rod mal wieder den alltäglichen, zwischenmenschlichen Problemchen, wovon beispielsweise die zweite Singleauskopplung „M + F“ zeugt. Mit „Ist das noch Punkrock?“ treiben sie es nun noch ein Stück weiter und zünden erneut ein kreatives Feuerwerk.

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Die Toten Hosen – Altes Fieber

Über die Bandgeschichte der Toten Hosen ließen sich ohne Frage ganze Bücher schreiben, wobei man kaum in Worte fassen kann, welch kulturelle Bedeutung sie für ihre Heimatstadt Düsseldorf und nicht zuletzt natürlich auch für Deutschland haben. Mit weit über elf Millionen verkauften Tonträgern, wahrlich unzähligen Gold- und Platin-Auszeichnungen sowie stets ausverkauften Tourneen gehören die Punkrocker um Frontmann Campino zweifellos zu den erfolgreichsten deutschen Bands aller Zeiten. Auch 2012 trafen sie mit ihrem Album „Ballast der Republik“ mal wieder exakt den Nerv der Fans, die es ihnen mit einer weiteren Nr. 1-Platzierung herzlich dankten. Die Leadsingle „Tage wie diese“ avancierte zum Stadionhit, Kritiker bemängelten jedoch die stellenweise zu sanften Töne. All das ändert sich nun mit dem Nachfolger „Altes Fieber“ radikal, wobei der Titel in der Tat wörtlich zu verstehen ist.

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Interview mit Mandy Capristo

Fünf Jahre Monrose-Mitglied, ein Solo-Album in den Top Ten, die Single auf Platz 11. Mandy Capristo hat mit ihren gerade mal 22 Jahren bereits mehr erreicht, als sich die meisten ihrer gleichaltrigen Kolleginnen kaum zu träumen wagen. Nach ihrer hochgelobten „Graceful Acoustic Tour“ steht mit dem Musical-Engagement für Peter Maffays neuestes „Tabaluga“-Projekt gleich das nächste Highlight in den Startlöchern. Im Interview mit beatblogger.de verrät die erfolgreiche Sängerin, wie sie mit dem alltäglichen Stress umgeht, welche Bedeutung reine Akustik-Auftritte für sie haben und warum es ihr egal ist, ob sie vor drei oder 300 Leuten spielt.

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Gossip – Move In The Right Direction

Seit mittlerweile drei Jahren ist die dreiköpfige US-amerikanische Band Gossip vor allem bei uns dick im Geschäft – und das ist ganz und gar nicht despektierlich gegenüber Frontfrau Beth Ditto gemeint. Während sie in ihrer Heimat oder in Großbritannien eher nur eine Nebenrolle in den Charts spielen und lediglich mit früheren Werken wie „Standing In The Way Of Control“ 2006 punkten konnten, sind sie besonders in Deutschland seit ihrem Brett „Heavy Cross“ aus dem Jahr 2009 gefragter denn je. Auch das im Mai veröffentlichte neue Album „A Joyful Noise“ konnte mit Leichtigkeit an den Erfolg des Vorgängers „Music For Men“ anknüpfen. Nach der fast schon melancholischen ersten Single „Perfect World“ lassen es die drei Herrschaften aus Arkansas und Washington mit dem Nachfolger „Move In The Right Direction“ wieder mehr krachen, wobei unerwartet spannende Stilbrüche ausbleiben.

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Alanis Morissette – Guardian

Die Älteren werden sich erinnern: 1995 startete ein kleines 20-jähriges Energiebündel namens Alanis Morissette wie aus dem Nichts mit ihrer bombastischen Single „Ironic“ und besonders dem Album „Jagged Little Pill“ weltweit ihre kometenhafte Karriere. Dabei sah es fünf Jahre zuvor, als sie bei der US-amerikanischen Castingshow „Star Search“ (ja, schon 1990 gab es so etwas) bereits in der ersten Runde ausschied, noch reichlich düster aus. Doch die Kanadierin glaubte an ihr Talent und sollte Recht behalten. Ihr Debüt ging unglaubliche 32 Millionen mal rund um den Globus über die Ladentheke. 17 Jahre und vier Alben später ist ihr Erfolgshunger immer noch nicht gestillt, und so veröffentlicht sie mit „Guardian“ eine weitere rockige Nummer, die ihr wie auf den Leib geschneidert wirkt.

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