Schlagwort: Dream-Pop

Real Estate – In Mind

Werden Real Estate erwachsen? Interviews und PR-Texte lassen entsprechende Entwicklungsschritte vermuten. Der leicht verträumte, sehnsüchtige Indie-Sound des Quintetts aus Ridgewood, New Jersey klang immer schon wie von einer anderen Welt, irgendwo in Suburbia zwischen Kindheit und Auszug aus dem Elternhaus gestrandet. Während die Musiker nach und nach heiraten und Eltern werden, deuten sich, parallel dazu, thematische Änderungen an. Eines bleibt jedoch gleich: Auch „In Mind“ verspricht hohe Qualität zwischen Kuschelkurs und schwerer Melancholie.

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Newmoon – Space

Kaum zu glauben, dass einige der Musiker hinter Newmoon ursprünglich Teil der Hardcore-Punk-Band Midnight Souls waren. Joy Division und The Cure waren ihre erste Liebe, der rasante Core-Sound aber einfacher zu spielen. Nun sind die Belgier endlich bei ihrer Wunschmusik gelandet. Der Bandname stammt von einem Elliott Smith-Album, der Sound erinnert an Alcest und Nothing – Shoegaze, Dream-Pop, Post Punk und Alternative Rock. „Space“ ist ihr Debütalbum.

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Ultimate Painting – Dusk

Wenn Coolness wehtun würde, wären Ultimate Painting ununterbrochen auf Schmerzmitteln; zumindest auf musikalischer Ebene. Der lässige, kunstvolle Pop-Sound von Jack Cooper und James Hoare erinnert ein wenig an Velvet Underground, wirkt mal verträumt, dann wieder psychedelisch, stellenweise sogar folkig. Mit ihren ersten beiden in kurzer Abfolge erschienenen Alben sicherten sich die Briten wohlverdiente Aufmerksamkeit, und auch an „Dusk“ wurde nicht lange geschraubt. Dass die zehn neuen Songs dennoch so stylish klingen, spricht für die kreative Energie der Londoner.

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Robbing Millions – Robbing Millions

Wenn ein Improv-Jazzgitarrist und ein Cartoonist eine Band gründen, dann erwartet man… psychedelisch-verträumten Synthi-Pop? Geschichte wie Sound hinter Robbing Millions wollen nicht zusammenpassen, und doch macht das Duo aus dem belgischen Molenbeek Laune. Nach ersten Bandcamp-Releases und diversen Festival-Auftritten steht nun das schlicht „Robbing Millions“ betitelte Debütalbum in den Läden, das sich als Hommage an die Liebe der Beiden zur Pop-Historie versteht.

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Broncho – Double Vanity

„Class Historian“ war ein erster kleiner Indie-Hit, mit dem Broncho auf sich aufmerksam machten. Anstatt auf dieser Armada an Hooks aufzubauen, widmet sich das Quartett aus dem US-Bundesstaat Oklahoma nun einem Hauch von Nachdenklichkeit. Zittrige Gitarren, klare 80s-Referenzen und betonte Schwerfälligkeit schlagen ein neues Kapitel in der noch jungen Bandgeschichte auf. „Double Vanity“, das dritte Studioalbum, bricht mit dem bisherigen Schaffen.

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Air – Twentyears

Mit Nicolas Godin und Jean Benoît Dunckel lernte Frankreich das Träumen. Gut 20 Jahre nach ihrer ersten Single ziehen Air Bilanz. Reihenweise Gold-Auszeichnungen, kleine Hits und faszinierende Videos sprechen für einen vermeintlichen Nischen-Act. Mit „Twentyears“ zieht das Duo nun auf einer Doppel-CD Bilanz. Auf einer Scheibe sammeln sie die besten und erfolgreichsten Tracks ihrer Karriere, während der zweite Silberling Raritäten und unveröffentlichtes Material sammelt.

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Low – Ones And Sixes

Mittlerweile mehr als zwei Slowcore-Jahrzehnte sind Low jung, ein Ende ist nicht in Sicht. Das Trio aus Duluth erfreut sich nicht nur an einer Reihe prominenter Fans, sondern scheint ihrem ohnehin beeindruckend breitgefächerten, imposanten Sound stets neue Facetten abzugewinnen. Auch für „Ones And Sixes“ ließen sich Low von Hier und Jetzt beeinflussen, wie Alan Sparhawk nicht müde wird zu betonen. Die damit verbundene Entdeckungsreise entführt in ungeahnte und doch so vertraute Sphären.

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The Wild Wild – Into The Sea, Into The Stars

Benjamin Dunn war auf Reisen, trampte, machte Straßenmusik, lebte, liebte und verlor, fand zur Religion und wandte sich wieder davon ab. Seine gebündelte Lebenserfahrung veröffentlicht der US-Amerikaner nun unter dem Pseudonym The Wild Wild. Für sein Debütalbum „Into The Sea, Into The Stars“, ein Zweiteiler, ließ er sich ebenso von den „Chroniken von Narnia“, der griechischen Mythologie und den unendlichen Weiten des Weltraums inspirieren.

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The Antlers – Familiars

Musik für Tagträumer, Weltenbummler und Berufsheiler: Aus Peter Silbermans einstigem Soloprojekt The Antlers mit zwei im eigenen Schlafzimmer aufgenommenen Platten ist längst eine Band, ein Trio geworden. Gemeinsam mit Darby Cicci und Michael Lerner wurden „Hospice“ und „Burst Apart“ erarbeitet, zwei faszinierende Platten, die sich wie Balsam auf durch ihre Umwelt geschundene Seelen legt. Dream-Pop könnte man das nennen, Ambient, vielleicht sogar Relax-Electronica – und doch fühlt sich alles gewissermaßen vertraut an. Die New Yorker sind eben „Familiars“, so auch der Titel ihres neuen Albums.

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Papercuts – Life Among The Savages

Seit „Mockingbird“ 2004 führt Jason Quever Popmusik zurück zur verträumten Ursprünglichkeit längst vergangener Zeiten. Als Papercuts schnitzt er Songperlen am laufenden Band, zuletzt vor drei Jahren auf „Fading Parade“. Erneut hat der US-Amerikaner das Label gewechselt, seinem leichtfüßigen Dream-Pop mit hypnotischen Untertönen bleibt er aber treu. Mehr noch: „Life Among The Savages“ geht noch stärker, noch direkter unter die Haut als sämtliche bisherigen Releases zusammen.

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