Schlagwort: Post Punk

Suspectre

Suspectre – Suspectre

Drei Freunde fanden sich, spielten ein paar Konzerte und mussten plötzlich eine Live-Pause einlegen: So erging es den 2018 in Frankfurt gegründeten Suspectre, die gerade erst in Schwung gekommen waren, als die Pandemie den Mittelfinger entgegenstreckte. Anstatt jedoch selbst die Waffen zu strecken, ging man vergangenen Sommer ins Studio und nahm einfach ein erstes Album auf. Herausgekommen ist eine Mischung aus Post Punk, Garage Punk, Indie- und Pop-Hooks, die auf einen so einfachen wie passenden Titel hören: „Suspectre“.

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Peter Muffin Trio

Peter Muffin Trio – Stuttgart 21

Die Nerven sind nicht nur eine tolle Band, ihre Nebenschauplätze lassen häufig mit der Zunge schnalzen. Julian Knoth baut seinen nun aus. Im Spätherbst 2017 veröffentlichte er als Peter Muffin eine kleine Soloplatte, nun gibt es den Zweitexkurs sogar in Bandbesetzung. Der Sänger und Gitarrist unterhält Unterstützung von Caroline d’Orville von Zirkel sowie von seinem Bruder Philipp, der unter anderem bei den Nerven sowie Karies spielte. Als Peter Muffin Trio bringt man gleich zu Beginn den großen Gag: „Stuttgart 21“ ist fertig, denn so heißt das Debütalbum.

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Hysterese

Hysterese – Hysterese

Hysterese verschwenden keinerlei Energie, um ihren Alben Namen zu verpassen. Stattdessen stecken sie jegliche Kreativität ins Songwriting, und das macht sich bezahlt. Im Vergleich zum letzten Werk aus dem Jahr 2018 hat sich jedoch einiges getan. Neben einer neuen Bassistin gibt es statt einer Doppel-Lead nun nur noch eine wirkliche Hauptsängerin. Zudem verschwindet die alte Kopf-durch-die-Wand-Taktik zugunsten mehr Düsternis und Eingängigkeit. Ja, auch diese Platte heißt „Hysterese“, bewegt sich allerdings in ganz anderen Sphären.

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AFI

AFI – Bodies

Gefühlt häuten sich AFI mit jedem Album ein wenig. Zwar stehen sich manche Platten näher als andere, wie Gitarrist Jade Puget zu Protokoll gibt, doch das ist schon alles. Und so lauert bereits seit 30 Jahren a fire inside, denn Frontmann Davey Havok gründete die Band in ihrer Urform 1991 in der High School. Seither ist viel passiert, der Stil ändere sich gleich mehrmals, man hatte einen Major-Vertrag und ging in den USA sogar auf Platz 1. Das nunmehr elfte Studioalbum „Bodies“ bestätigt den auf dem eponymen Blutalbum eingeschlagenen Weg: Gothic Rock, New Wave, Post- und anderer Punk geben sich die retrolastige Kajalklinke in die hitverdächtige Hand.

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The Problem Of Leisure

The Problem Of Leisure: A Celebration Of Andy Gill & Gang Of Four

1979 erschien „Entertainment!“, das Debüt von Gang Of Four und zugleich eines jener Alben, das den Grundstein für Post Punk legte. Die Faszination dieser Platte ist bis heute ungebrochen. Mastermind Andy Gill lud zum 40jährigen Jubiläum Musiker*innen und Bands ein, um Songs aus allen Schaffensphasen von Gang Of Four zu covern, doch erlebte er die Fertigstellung nicht: Gill starb am 1. Februar 2020 im Alter von 64 Jahren. Seine Witwe Catherine Mayer führte das Projekt fertig. Unter dem neuen Namen „The Problem Of Leisure: A Celebration Of Andy Gill & Gang Of Four“ versammelt es allerlei Prominenz auf zwei CDs und LPs.

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W!zard

W!zard – Definitely Unfinished

Bordeaux assoziiert man eigentlich mit gutem Wein oder mittelprächtigem Fußball. Nun gesellt sich kurzweiliger Lärm dazu. Wobei, W!zard sind eigentlich keine ganz neue Band. Das Trio veröffentlichte bereits zwei EPs und ein Album, obwohl man erst seit 2016 unterwegs ist. Mit ihrem wilden, derben Mix aus Noise Rock, Post Punk und Post-Hardcore rennen die Franzosen offene Türen ein, zugleich düster, widerborstig und doch irgendwo mitreißend. „Definitely Unfinished“ ist ihr neuester Streich – eine weitere EP mit fünf neuen Tracks.

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Lea Porcelain

Lea Porcelain – Choirs To Heaven

Längst sind Lea Porcelain eine ernstzunehmende Größe. Das Duo um Produzent Julien Bracht und Sänger Markus Nikolaus entwuchs den vermeintlichen Grenzen des Frankfurter Nachtclubs in Windeseile, siehe und höre diverse Kleinformate sowie das wunderbare Debütalbum „Hymns To The Night“. Der Titel des Nachfolgers ist hingegen Programm: „Choirs To Heaven“ sieht die Zusammenarbeit mit verschiedenen Chören sowie die Umdeutung von diversen Synths auf entsprechende Klänge. Zudem steht die Transzendenz auf der Schwelle zwischen Leben und Tod dick auf dem thematischen Programm des Duos.

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Squid

Squid – Bright Green Field

Schon wieder eine neue Post-Punk-Band? Schon wieder ein Lockdown-Album? Ja, ja, und eigentlich nein. Für Squid klingt das eigentlich viel zu konventionell. Das Quintett lernte sich in Brighton beim Studieren kennen, sorgte mit diversen Singles und EPs für Furore, und packt nun einen ersten Longplayer aus. Dieser entstand unter einem gewissen Zeitdruck, da man nie mit Sicherheit wusste, welche Verschärfungen und Lockerungen wann durch den kreativen Prozess fahren würden. Somit entstand eine getriebene, aber zu keiner Zeit hektische Platte, die zugleich von Widersprüchen und paradoxen Konzepten lebt. „Bright Green Field“ klingt keinesfalls nach landschaftlicher Idylle, so viel sollte klar sein.

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Boundaries

Boundaries – Maidan

Ist das die nahende Apokalypse oder einfach nur kondensierter Schmerz? Boundaries aus Dänemark reihen sich in die aktuell nicht abreißende Welle großer Post-Punk-Talente ein. Seit der ersten EP 2018 zerlegt das Quartett mit seiner brach liegenden Welt gerne mal widersprüchlicher Emotionen so manche Festivalbühne, fand jedoch etwas mehr Zeit als gedacht, um am Debütalbum zu arbeiten. Dieses nennt sich „Maidan“, arbeitet mit allerlei exotischen Instrumenten (u.a. Mandoline und Guzheng) und versteht sich als klaustrophobes, aufwühlendes Werk, in dem man sich verlieren, über das man sich aber ebenso austauschen soll. Wie ein Versammlungsplatz, ganz dem Titel entsprechend.

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Masha Qrella

Masha Qrella – Woanders

Der Roman „Ab jetzt ist Ruhe“ ließ Masha Qrella den 2001 verstorbenen Schrifsteller, Dramatiker und Regisseur Thomas Brasch entdecken. Die Auseinandersetzung mit seinen Gedichten brachte gebannte Inspiration mit sich, die in besagtem Buch geschilderte persönliche Sicht Braschs Schwester Marion schaffte frische Perspektiven und ermutigte Qrella zur Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Ostidentität. Bereits im Dezember 2019 führte sie gemeinsam mit Schlagzeug-Veteran Chris Imler und Multi-Instrumentalist Andreas Bonkowski sowie einigen ausgewählten Gästen 17 Songs auf, nun gibt es die passende Studioversion als „Woanders“.

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