Kategorie: Reviews & Previews

Empyrium

Empyrium – Über den Sternen

2014 war ein besonderes Jahr für die Fans mystisch-emotionaler Musik im Spannungsfeld zwischen Neofolk, Gothic und Doom Metal. Nach zwölfjähriger Pause meldeten sich die stilistischen Vorreiter Empyrium zurück und überzeugten mit „The Turn Of The Tides“ auf ganzer Linie. Wer damals allerdings eine Rückkehr zur musikalischen Linie des 1997er Meisterwerks „Songs Of Moors And Misty Fields“ erwartete, zeigte sich ob der stilistischen Bandbreite von Folk über dezente Doom-Anleihen bis hin zu Post und Progressive Rock doch etwas enttäuscht. Sieben Jahre später stehen die Zeichen im Hause Empyrium aber voll auf Retro: „Über den Sternen“ markiert die Rückkehr zu den glorreichen Bandzeiten Ende der 90er.

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Timelost

Timelost – Gushing Interest

Ursprünglich schickten sich Shane Handal und Grzesiek Czapla, mit ihren Hauptbands in brachialen Gefilden unterwegs, ein paar Ideen über tausende Kilometer hin und her und machten daraus Songs. Timelost entstanden aus diesem Prozess heraus, veröffentlichten im Oktober 2019 ihr grandioses Debüt „Don’t Remember Me For This“ und wuchsen plötzlich zur Band an, die sogar ein wenig tourte, zumindest bis die Pandemie ihnen ein Strich durch die Rechnung machte. Als ‚Beschäftigungstherapie‘ schrieb man einfach ein neues Album. „Gushing Interest“ ist nun über die neue Heimat Church Road Records erhältlich.

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Black Totem

Black Totem – II: Shapeshifting

Black Totem erheben sich aus den Untiefen des finnischen Underground, nur um gefühlte vier Jahrzehnte zurück in die Vergangenheit zu rattern, als Misfits, Samhain und Konsorten mit ihrem Düster-Punk für wohlige Schauer sorgten. Der Weg dorthin war für die Finnen weit, denn auf dem Einstand aus dem Jahr 2015 war man noch als Duo unterwegs und spielte Garage Rock. Erweitertes Line-up, erweiterter Sound, erweitertes Bewusstsein: Mit „II: Shapeshifting“ landen Black Totem einen Volltreffer.

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Moonspell

Moonspell – Hermitage

Im Gothic Metal-Bereich gibt es wohl kaum eine andere Band, die für mehr Abwechslung und Überraschungen gesorgt hat als Moonspell. Im Black-Metal-Bereich beginnend, entwickelte sich der portugiesische Fünfer Mitte der 90er zu einer der erfolgreichsten Band im Spektrum zwischen Gothic Rock und Dark Metal. Ausflüge in die Bereiche Pop und Industrial Rock und eine anschließende Rückkehr in blackmetallische Gefilde folgten, ehe die Band 2015 mit „Extinct“ ihr Magnum Opus ablieferten, nur um sich auf dem komplett auf portugiesisch eingesungenen „1755“ wieder auf experimentelles Terrain zu begeben. Es bleibt die Frage, was vom neuen Album „Hermitage“ zu erwarten ist.

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Tim Hart

Tim Hart – Winning Hand

Als die Welt im vergangenen Jahr stillstand, hatte Tim Hart endlich Zeit, etwas innezuhalten. Im Herbst 2019 meldeten sich Boy & Bear nach mehreren Rückschlägen erfolgreich zurück, zu ausgedehnten Tour-Aktivitäten kam es allerdings nicht mehr. Hart lebt mittlerweile in Brisbane, zwölf Stunden von seiner Heimatstadt Sydney entfernt, ist kürzlich Vater geworden und schreibt nebenher auch noch Soloalben. Für ein solches hatte er dann doch unerwartet Zeit gefunden und tritt mit „Winning Hand“ in den direkten Dialog mit seinem Publikum.

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XIXA

XIXA – Genesis

Lateinamerikanische Klänge, Gitarren mit Desert-Note und metaphysische bis psychedelische Zwischentöne begleiten den Klangkosmos von XIXA. Das Sextett aus Tucson in Arizona borgt seinen Namen von Chicha, eine peruanische Musikform, die Anden-Rhythmik und kolumbianischen Cumbia mit Rock vermengt. Was für sich bereits spannend anmutet, erhält bei der US-Band noch einen Überzug aus Indie, Psych, Desert, Goth und Western-Soundtrack – wie deutlich kompaktere, direktere Khruangbin, stark vereinfacht gesagt. „Genesis“ befasst sich zudem mit der Mystik ihrer Heimat im amerikanischen Südwesten.

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ParkWalker

ParkWalker – Distant Phenomena

Klingt so etwa ein Spaziergang durch den Park? Die Gemächlichkeit von Momenten der Idylle inmitten der Wirren des Alltags vertonen ParkWalker, ein 2018 gegründetes Quartett aus Stuttgart und Karlsruhe, bei dem unter anderem Mitglieder von The Tidal Sleep beschäftigt sind. Man versteht sich auf Slowcore, eine besonders entspannte und melodische Form von Pop und Rock mit Indie und Emo als übergreifender Bogen, sehr international klingend und sich dennoch seiner Wurzeln bewusst. „Distant Phenomena“ ist das Debütalbum der Band.

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Masha Qrella

Masha Qrella – Woanders

Der Roman „Ab jetzt ist Ruhe“ ließ Masha Qrella den 2001 verstorbenen Schrifsteller, Dramatiker und Regisseur Thomas Brasch entdecken. Die Auseinandersetzung mit seinen Gedichten brachte gebannte Inspiration mit sich, die in besagtem Buch geschilderte persönliche Sicht Braschs Schwester Marion schaffte frische Perspektiven und ermutigte Qrella zur Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Ostidentität. Bereits im Dezember 2019 führte sie gemeinsam mit Schlagzeug-Veteran Chris Imler und Multi-Instrumentalist Andreas Bonkowski sowie einigen ausgewählten Gästen 17 Songs auf, nun gibt es die passende Studioversion als „Woanders“.

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Clap Your Hands Say Yeah

Clap Your Hands Say Yeah – New Fragility

Desperate times und so: Seit „Upon This Tidal Wave Of Young Blood“ auf dem selbstbetitelten Debütalbum aus dem Jahr 2005 hat Alec Ounsworth keinen politisch motivierten Song mehr geschrieben. Bis jetzt, denn die düstere Gegenwart – besonders in seiner amerikanischen Heimat – wirkte sich auch auf die neue Clap Your Hands Say Yeah-Platte aus. Längst ist der Mastermind zum Solo-Künstler geworden und münzt diese nun uneingeschränkte kreative Freiheit in grandiose Songs um. „New Fragility“ zeigt CYHSY abermals in bestechender Form.

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Teenage Wrist

Teenage Wrist – Earth Is A Black Hole

Nach einem guten Debüt verließ Bassist und Sänger Kamtin Mohager Teenage Wrist und machte die Band zum Duo. Marshall Gallagher und Anthony Salazar spielten sich in weiterer Folge vor allem live frei, tourten extensiv mit Thrice und entwickelten ihren Sound weiter. Colin Brittain, der an zwei Tracks mitschrieb, wurde zum Produzenten, zudem hielten ein paar elektronische Elemente Einzug in dem Mix aus Alternative, Grunge und Shoegaze. „Earth Is A Black Hole“ fällt etwas synthetischer aus und unterstreicht zugleich den Wunsch des Duos, wie eine Rock-Band klingen zu wollen.

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