Schlagwort: Folk

Papercuts – Fading Parade

Popmusik – ein weit gestreckter Begriff, gerne für Radio-Gleichklang missbraucht, viel zu oft missverstanden. Sub Pop – ein geschichtsträchtiges Label, das wie kaum ein anderes für hervorragende Qualität über Jahre hinweg steht. Die Schnittmenge dieser beiden Pole ergibt „Fading Parade“, das fünfte Papercuts-Album, auf dem Jason Robert Quever erneut die Schönheit des Moments in zeitlose Melodien packt.

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Dalriada – Ígéret

Wie die Gulaschsuppe der gut bürgerlichen Küche, so der Einfluss Ungarns auf die europäische Klassik. Dass heimische Folklore ebenfalls exporttauglich ist, will nun die Formation Dalriada beweisen. Seit sieben Jahren spielen die sechs Musiker ihre Art des Folk-Metal, episch, kräftig und vor allem erfolgreich. Ihr sechstes Album „Ígéret“ erscheint erstmals weltweit. Man mache sich darauf gefasst.

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Schandmaul – Traumtänzer

Ganze anderthalb Jahre hat es gedauert, bis Schandmaul sich aus der selbst auferlegten Schaffenspause wieder zurückmelden. Die Band hatte die Auszeit dringend gebraucht; trotz des kommerziellen Erfolgs des letzten Longplayers „Anderswelt“ hatte man den Eindruck, dass sich ein wenig zu viel Routine in die Schandmaul-Welt eingenistet hatte. Nun ist mit „Traumtänzer“ die neue Platte der Band erschienen – und vor allem die Fans der alten Tage können beruhigt aufatmen. Zwar sind die schelmischen Mittelaltertexte nicht mehr ganz so prägnant, dafür haben Schandmaul wieder frische Kraft getankt und öffnen ihren Sound für frische Ideen, was sich in den 14 neuen Stücken eindrucksvoll wiederspiegelt.

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Helgi Jónsson – Blindfolded

Wer im Herbst Tina Dico auf Tour gesehen hat, wird auch kaum an Helgi Jónsson vorbeigekommen sein, ihrem charmanten Voract. Der isländische Singer/Songwriter mit einer Stimme zwischen Teitur und Jónsi von Sigur Rós hat erst im Oktober sein starkes zweites Album „For The Rest Of My Childhood“ veröffentlicht – ein echter Kritikerliebling, dem diesen Herbst ein würdiger Nachfolger geboren werden sollen. Zwischendrin erscheint der EP-Leckerbissen „Blindfolded“, den man auf keinen Fall übersehen darf.

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Bored Man Overboard – Rogue

2010 war das Jahr von Arcade Fire und ihrem großartigen Album „The Suburbs“. Wer nun krampfhaft auf der Suche nach einem Nachfolger ist, sollte Bored Man Overboard eine Chance geben. Das Septett aus Stockholm spielt eine sympathische Indie-Folkrock-Melange mit einem Hauch von akustischer Magie und orchestralem Grandeur. Neugierig geworden? Ihr Debütalbum „Rogue“ fasziniert von der ersten Sekunde an.

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Kaizers Orchestra – Hjerteknuser

Die Maske ist ab, das elaborierte Storytelling zurück – Kaizers Orchestra bereiten ein überaus ambitioniertes Projekt vor. Über drei thematisch miteinander verwobene Alben stellen die Norweger ihr „Violeta Violeta“-Universum vor, ihr mit Sicherheit bislang ambitioniertestes Projekt. Der erste Teil erscheint am 28. Januar, der zweite im Januar 2012 und der dritte im November 2012. Bis es so weit ist, verkürzt die E-Single „Hjerteknuser“ die Wartezeit.

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Eliza Doolittle – Skinny Genes

Eigentlich hätte der vergangene Sommer – ach, das vergangene Frühjahr bereits Eliza Doolittle gehören müssen, die ihre britische Heimat im Sturm eroberte mit dem charmanten, leichtfüßigen „Skinny Genes“. Es kam, wie es kommen musste – zahlreiche Verschiebungen und Cancellations später ist es nun November geworden, was diesen charmanten Popsong jedoch keinesfalls schlechter macht. Im Gegenteil, gerade jetzt sollte die 22jährigen Singer/Songwriterin aus London auftrumpfen.

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The Bewitched Hands – Birds & Drums

Weniger ist manchmal mehr, wie man an The Bewitched Hands sehen kann. Deren ellenlanger Name The Bewitched Hands On The Top Of Our Heads wurde dankenswerterweise gekürzt, ohne dabei die Musik zu beschneiden. Wer die vor genau vier Monaten erscheinene EP „Hard To Cry“ noch im Hinterkopf hat, wird sich in das Debütalbum „Birds & Drums“ sofort verlieben. Und wer nicht… ebenfalls.

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Sea Wolf – White Water, White Bloom

Arcade Fire stehen alleine an der Spitze folkigen Indierocks? Mitnichten, denn nun bringt Alex Brown Church seine Band Sea Wolf endlich nach Deutschland. Mit DevilDuck hat der Mann aus Los Angeles, dessen Musik bereits auf dem Soundtrack zu „Twilight“ enthalten war, endlich einen potenten Partner gefunden, der dem bereits 2009 erschienenen Album „White Water, White Bloom“ seine verdiente Plattform gibt.

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Letzte Instanz – Heilig

Bist du schuldig, sei geduldig. Mit Sicherheit ist das keine Maxime der Letzten Instanz. War ihr letztjähriges Album „Schuldig“ doch Inbegriff eines neuen, fokussierten Tatendrangs, dessen geheimnisvolle Anklageschrift sich weit weniger ethisch-moralischen Standards hingab, als die fantastische Tiefgründigkeit des eigenen Folk-Rocks zu beschwören. Durchstreifte man schon den mythologischen Beginn aller Schuldigkeit, war es ein Hinweis auf das, was jetzt in „Heilig“ seine konzeptionelle Fortsetzung erfahren soll.

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