Schlagwort: Post Punk

Pile

Pile – Sunshine And Balance Beams

Bei Pile weiß man nie so genau, was man bekommt, und das trägt letztlich ungemein zum Reiz dieser Band bei. Der einstige Solo-Schauplatz von Rick Maguire häutet sich seit dem ersten, vor nunmehr 18 Jahren veröffentlichen Album mit wunderbarer Regelmäßigkeit, mag seine Experimente ebenso wie den nahezu konstanten Paradigmenwechsel. „Sunshine And Balance Beams“, das mittlerweile neunte Studioalbum und zugleich Einstand für Sooper Records, versucht gleich mehrere Konzepte auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Es geht um das Streben nach Glück, den Einklang mit der Natur und dem Selbst, und den Ausdruck von Haltung in einer kommerziell geprägten Gesellschaft.

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Themis

Themis – Self Mythology

Düster, treibend, energisch und gerne mal noisig: So präsentiert sich der Stuttgarter Musiker Themis und arbeitet ganz nebenbei daran, seinen Zwei-Jahres-Release-Rhythmus beizubehalten. Zuletzt befasste er sich nach eigenen Angaben mit einem genauen Blick auf sein Leben und sein Umfeld, suchte und fand Einklang mit der inneren Stimme, erzählt zudem Geschichten von Freunden sowie von Menschen und ihren gesellschaftlichen Konflikten und Erlebnissen. Die Rede ist von dunklen und bittersüßen Klängen, von mehr Punk und Queer-Attitüde. Rausgekommen ist unterm Strich „Self Mythology“, das Mythen rankt und kontextualisiert, begleitet von mehr musikalischer Vielfalt.

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Wet Leg

Wet Leg – moisturizer

Ihr selbstbetiteltes Debütalbum machte Rhian Teasdale und Hester Chambers im Frühjahr 2022 fast über Nacht zu neuen Indie-Darlings. Wet Leg brachten Hype mit sich, der mehr als nur verdient war. Mehrere Hits, umjubelte Festivalauftritte und eigene Touren sollten folgen. Im Laufe der letzten Jahre spielte man sich ein und zeigt sich inzwischen als Quintett, integrierte die Live-Mitglieder Henry Holmes, Josh Mobaraki und Ellis Durand fix ins Line-up. Für den Nachfolger lebte und arbeitete man zusammen, komplett zurückgezogen und auf die Musik fixiert. Das machte sich hörbar bezahlt, denn „moisturizer“ riecht nach dem nächsten Überflieger.

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Jools

Jools – Violent Delights

Mit einer Reihe an Singles und Konzerten spielten sich Jools binnen kürzester Zeit in den Fokus der Tastemaker von der Insel. Das Sextett aus Leicester steht für einen anspruchsvollen wie packenden Mix, der Punk Rock, Hardcore, Metal, Post Punk, Rap und Rock aus der Garage zu einem großen Ganzen zusammenbringt. Inspiriert von einer Live-Performance der Band shame bei Jools Holland (daher auch ihr Name), zerlegt man seit nunmehr sechs Jahren vor allem britische Bühnen. Mit dem ersten kompletten Album „Violent Delights“ sollten sich weitere Türen öffnen.

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Sex Beat

Sex Beat – Crack

Sex Beat machen dem Punk die Hölle heiß. Das Berliner Quartett will – und soll – viel mehr als eine reine lokale Größe sein und verschreibt sich, auch aus der Notwendigkeit heraus, dem DIY-Ethos. Ihr inzwischen zweites Album bricht nicht nur den eigenen Sound auf das Essenzielle herunter, man nahm zudem ohne Studio, ohne Produzenten und ohne großen Plan auf. Und doch ist hieran rein gar nichts planlos, denn die acht Tracks auf „Crack“ landen in aller würzigen Kürze einen scharfkantigen bis tanzbaren Volltreffer nach dem anderen.

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EASY EASY

EASY EASY – EASY EASY

Es hat sich angekündigt, es war verdammt noch mal Zeit dafür: Nach vier packenden EPs bündeln EASY EASY ihre gesamte Strahlkraft endlich auf einem Album. Und das nimmt alles mit, was die letzten Jahre so einbrachten, darunter zwei Headliner-Touren und umjubelte Festival-Auftritte. Natürlich bleiben die Kölner so herrlich energisch und ungeschliffen wie immer, rennen gerne offene Türen ein, lassen den Kater schon mal Kater sein und lieben zugleich doch das Verwaschene, das leicht Unwirkliche. Besagte Full-Length-Platte heißt einfach nur „EASY EASY“ und kommt in seiner symapthischen Dringlichkeit doch leichtfüßig daher.

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YASS

YASS – Feel Safe

Noise im krautigen Doppel, nominell ohne beachtenswerte Hinterteile: Hinter YASS stecken Markus Brengartner und Frank Otto, die mit verschiedenen Bands seit den späten 90ern weltweit touren, in dieser Duo-Besetzung seit 2012 jedoch hypnotisierenden Lärm mit Hooks fabrizieren. Krautrock, Noise Rock und Post Punk sowie eine Fülle an Samplern, Loops, Plugins und Vocal-Effekten begleiten den eigentümlichen wie hochgradig faszinierenden klanglichen Mikrokosmos. „Feel Safe“ beschreibt die hochgradig aufregende nächste Evolution des eigenen Klanguniversums.

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ZAHN

ZAHN – Seite E

Sind 80 Minuten Musik etwa nicht genug? Mit ihrem Mammutalbum „Adria“ sorgten ZAHN Ende 2023 verdientermaßen für Aufsehen. Auf rein instrumentale Weise beleuchteten sie Urlaubsbanalitäten und ließen den Sound weiter anwachsen, krautiger und experimenteller erscheinen. Tatsächlich besitzt das Trio wohl noch Reserven und reizt diese nun genussvoll aus. „Seite E“ besteht aus drei Songs, die nach eigenen Angaben zu gut sind, um einfach so unter den Tisch zu fallen, die das Konzept weiter beleuchten und es dennoch schaffen, gekonnt und bestimmt auf eigenen Füßen zu stehen.

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Press Club

Press Club – To All The Ones That I Love

Australien und kantiger Punk, das passt einfach – Amyl And The Sniffers wissen das nur zu gut. Doch auch Press Club befinden sich auf dem aufsteigenden Ast. Das Quartett aus Melbourne um Sängerin Natalie Foster tourte fleißig durch die Heimat, aber auch Europa und Großbritannien, bemühte sich zudem mehr und mehr um einen breiter aufgestellten Sound. Exakt diese Mission wird nun mit ordentlich Nachdruck erfüllt: „To All The Ones That I Love“ hat keinesfalls vor, die wütenden Wurzeln zu ignorieren, und traut sich doch im besten und angenehmsten Sinne so viel mehr.

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Black Honey Cult

Black Honey Cult – Black Honey Cult

Währt lange, wurde dafür richtig gut: Der Grundstein für Black Honey Cult wurde bereits in den frühen 90er Jahren gelegt, als sich Johnny DeVilla und Jake Cavaliere bei einem Festival trafen, damals noch in unterschiedlichen Bands. Später gründete man The Lords Of Altamont, 2003 durch Spencer Robinson erweitert. Dieses Trio bildet seit nunmehr 15 Jahren das Rückgrat von Black Honey Cult, wenngleich die Herren aus Los Angeles sehr lange brauchten, um ein stabiles Line-up zu finden. Gemeinsam mit Garey Snider und Travis Peterson widmet man sich nun psychedelisch-krautigen Klängen, die mit Post Punk und frühem Gothic Rock kollidieren. Ihr erstes Album „Black Honey Cult“ entpuppt sich als bekömmliche Zeitreise.

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