Schlagwort: Punk Rock

Laura Jane Grace

Laura Jane Grace – At War With The Silverfish

Überraschungen von Laura Jane Grace sind stets willkommen. Auf diese unkonventionelle Weise tauchte bereits ihre erste echte Soloplatte mit Tracks, die ursprünglich für Against Me! gedacht waren, auf dem Radar auf. Nun legt sie mit einer EP nach, teils in ihrem eigenen Studio in Chicago, teils in St. Louis aufgenommen und von Devouring Mothers-Kollege Marc Hudson abgemischt. In sieben Kapiteln wandelt „At War With The Silverfish“ auf dem oftmals schmalen Grat zwischen Selbstzweifel und Selbstwertgefühl. Und das mit etwas mehr Strom als zuletzt.

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LÜT

LÜT – Pandion

Nach dem Album ist das Album vor dem Album – nein, das ist nicht etwa das Tic Tac Toe-Follow-up zu „Morgen ist heute schon gestern“, sondern die Release-Politik von LÜT. Erst im Februar veröffentlichten die Norweger ihren bärenstarken Zweitling „Mersmak“, schon jetzt eine der besten Platten des Jahres. Im Zuge dessen werfen sie nun einen Blick zurück auf den Einstand, der nie offiziell außerhalb der Heimat erschien. Mit „Pandion“ ging es 2017 los, Nominierung für den norwegischen Grammy und manch ein Festival-Auftritt inklusive. Diesen Auftakt gibt es nun überall inklusive Bonus-Track.

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Sonny Vincent

Sonny Vincent – Snake Pit Therapy

Schon in den 70ern spielte Sonny Vincent mit den Testors im legendären CBGB. Seither ackerte sich der New-York-Punk-Veteran durch diverse Band- und Soloplatten, zuletzt im Frühjahr mit The Limit um die legendäre Pentagram-Stimme Bobby Liebling. Nahezu zeitgleich erschien Vincents Buch „Snake Pit Therapy“, das sich mit seiner bewegten Kindheit und Jugend zwischen Heimen, Psychiatrie und Kriegsdienst in Vietnam befasst. Das liefert selbstverständlich starkes Material für packende Songs, und so steht nun eine neue Soloplatte in den Startlöchern. Diese heißt – natürlich – ebenfalls „Snake Pit Therapy“ und zelebriert Proto-Punk der kurzweiligen Art.

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Lurk

Lurk – Around The Sun

Das Leben ist an sich bereits stressig und zäh genug, also warum nicht einfach einmal etwas locker machen? Lurk vertreten die absurde Seite des Punk und sind, so die eigene Auffassung, einzigartig in ihrer Chicagoer Heimat. Zwischen kernigen Akkorden, tanzbarem New Wave und beißendem Post-Hardcore verpacken sie skurrile Ideen in griffige Hooks und kernigen Drive. „Around The Sun“, so der Titel des Debütalbums, probt den Ausbruch aus dem Alltag und versucht sich gleichzeitig in einer neuen, sich stetig verändernden Welt irgendwie zurechtzufinden.

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Iron Lizards

Iron Lizards – Hungry For Action

Einfach mal auf die Kacke hauen und Dampf machen: So oder so ähnlich starten Iron Lizards durch. Das französische Power Trio mag es gerne laut und schnell, lose zwischen Garage Rock, 90s-Alternative-Klängen und ruppigem Punk mit Hardcore-Einschlag angesiedelt. Eine erste EP erschien 2016, später spielte man unter anderem mit Zeke und Mammoth Mammoth. Bei The Sign Records, ohnehin ausgewiesene Retro-Feinschmecker, finden die eisernen Echsen nun ein neues Zuhause und veröffentlichen ihr Debütalbum. Der Titel „Hungry For Action“ ist Programm.

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Closet Disco Queen & The Flying Raclettes

Closet Disco Queen & The Flying Raclettes – Omelette Du Fromage

Coilguns spielen nicht nur patenten Noise-Math, ihre Nebenprojekte sind ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Hinter Closet Disco Queen stecken Luc Hess und Jona Nido, die 2014 nach eigenen Angaben als talentfreie Version von The Mars Volta durchstarten wollten. Mit der Talentfreiheit ‚klappte‘ es zwar nicht, dafür setzte es mehrere kurzweilige Platten. Für „Omelette Du Fromage“, eine knuffige Verneigung vor „Dexters Labor“, holte man sich The Flying Raclettes – Kevin Galland, der selbst bei Coilguns spielt, sowie der diplomierte Jazz-Bassist Chadi Messmer – ins Boot für endlose, treibende und kraftvolle Psych-, Prog-, Post- und Punk-Energieleistungen.

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Gloo

Gloo – How Not To Be Happy

Das Leben ist scheiße, also sollte man darüber lachen – so oder so ähnlich gehen Gloo an ihre Musik heran. Zwischen Punk, Power-Pop und Alternative widmet sich das britische Trio einer Art von Eskapismus. Ab und an muss man einfach das Hirn auslüften und der Welt die schmunzelnde Stirn bieten. Genau das vertonten die Brüder Thomas und Mark Harfield sowie Simon Keet bereits auf ihrem ersten Album und dem einen oder anderen Kleinformat. Ihren Nachfolger „How Not Be Happy“ nahmen sie zwischen zwei Lockdowns auf und kümmerten sich über Distanz um das Finetuning. Diese spontane, dennoch durchdachte Energie hört man den zehn Tracks an.

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Duchamp

Duchamp – Slingshot Anthems

Im Mai 2020 meldete sich Peter Tiedeken (u. a. Pale, The Robocop Kraus) bei seinem alten Kumpel Ingo Knollmann (Donots) und hatte ein paar instrumentale Demos am Start. Knollmann ließ sich nach knapp 15 Jahren Funkstille zu ein paar Gesangsaufnahmen hinreißen, wenig später stand eine komplette Band. Bei Duchamp wirken zudem Christian Kruse (Adam Angst, Waterdown) und Benni Thiel (Schrottgrenze) mit, der Sound orientiert sich an Old-School-Hardcore und East-Coast-Punk der 80er und 90er. „Slingshot Anthems“ widment sich den kantig-melodischen Pionieren und holt sich zudem ein paar Jugendhelden als Gäste ins Boot.

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Descendents

Descendents – 9th & Walnut

2002 traf sich das Original-Line-up der Descendents um Tony Lombardo, Bill Stevenson, Milo Aukerman und den mittlerweile verstorbenen Frank Navetta, um Songs aus den Anfangstagen endlich ordentlich einzuspielen. Aukerman nahm seine Vocals schließlich zuhause während der Corona-Pandemie auf. Nun landen 18 Tracks, die zwischen 1977 und 1980, noch vor der EP „Fat“ und dem legendären Debütalbum „Milo Goes To College“, entstanden waren, zum ersten Mal auf Platte. „9th & Walnut“ ist die Adresse des ersten Proberaums der Band, die Garage von Navettas Schwester.

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Fine And Great

Fine And Great – How To Survive By Getting By

Eine erste Single im März 2020 zu veröffentlichen, pünktlich zu Pandemiebeginn, ist alles andere als ideal. Anstatt sich aber davon entmutigen zu lassen, machten Fine And Great einfach weiter. Das Trio aus München gibt es erst seit Ende 2019, unter dem Faible für emotional aufgeladenen Punk Rock mit melodischer Kante vereint. Neben einer ersten, sozial distanzierten Online-Show und sogar einem ‚richtigen‘ Konzert blieb genug Zeit, um noch mehr Musik zu schreiben. „How To Survive By Getting By“ bringt gleich fünf neue Songs zusammen.

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